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BRAINSTORM – PAGAN’S MIND

Ort: Osnabrück - Bastard Club

Datum: 06.03.2008

PAGAN’S MIND

Da tatsächlich keine lokale Vorband in den Gig eingebunden wurde, betraten die Norweger von PAGAN’S MIND zeitig um 20:15 Uhr die Bühne. Ansteckend war bereits hier die gute Laune der Band, die die Grundlage für einen sehr netten, heiteren Abend legte. Besonders Fronter Nils und Keyboarder Ronny hatten ihre helle Freude und machten immer wieder so manche Faxen auf der Bühne. Basser Steinar mit seinem opulenten 6-saitigen Instrument grinste ebenfalls den ganzen Auftritt über wie ein Honigkuchenpferd von einem Ohr zum anderen. Das Publikum zeigte sich nicht minder zufrieden und lauschte gespannt. Der bisherige Tourverlauf wurde von Seiten der Band ausdrücklich gelobt und auch über die anwesenden etwa 60, 70 Gäste schien man erfreut. Der Schwerpunkt der Setlist lag erwartungsgemäß auf dem neuen Album „God’s equation”, welches Ende 2007 veröffentlicht wurde und mit Songs wie „Alien Kamikaze“ und „Atomic Firelight“ vertreten war. Auch das David Bowie-Cover „Hallo Spaceboy” durfte nicht fehlen. Darüber hinaus wurden auch Songs der Vorgängeralben dargeboten, wie etwa „Through Osiris’ Eyes“. Der Gig von PAGAN’S MIND dauerte nicht ganz eine Stunde. Die wenigen Zugabe-Rufe waren nur von kurzer Dauer. Schnell gingen Saalbeleuchtung und die Musik vom Band wieder an.

BRAINSTORM

Nach einem Päuschen von etwa einer halben Stunde ging es weiter im Programm und die äußerst gut gelaunten Herren von BRAINSTORM betraten die Bühne.
Eröffnet wurde der Gig vom schwungvollen „Falling spiral down”, dem Opener des neuen Albums “Downburst”. Gleich von Anfang an zeigten sich viele der Besucher sehr euphorisch. Für einen Gig unter der Woche in Osnabrück waren davon inzwischen auch erstaunlich viele eingetrudelt, so dass zwischenzeitlich mit etwas gutem Willen vielleicht die magische 100-Grenze knapp erreicht wurde. Das Publikum an sich war recht gemischt, wenngleich die Grüppchen älterer Herren besonders vor dem Auftritt von BRAINSTORM doch recht augenscheinlich wurden. Nach dem dritten Song “Blind suffering” folgte – initiiert von neugierigen Fans – eine kleine Vorstellungsrunde, die auf die zwei Neulinge an den Instrumenten zu sprechen kam. Zum einen wäre da der neue Bassist Antonio zu vermerken, sowie ein aushilfsweise für den verhinderten Torsten eingesprungener Gitarrist. Bereits zu diesem Zeitpunkt fand die Band lobende Worte für die wirklich sehr dankbaren Fans. Insgesamt boten BRAINSTORM eine überaus souveräne und unterhaltsame Show geprägt von humorvoller Interaktion mit dem Publikum. Musikalischer Schwerpunkt lag wie erwartet nicht ausschließlich auf dem Neulingswerk „Downburst“, wenngleich mit Tracks wie „Falling spiral down“, „Fire walk with me“, „Stained with sin“, „Surrounding walls“ und „How do you feel“ natürlich so mancher neuer Titel dem Publikum erstmals live vorgestellt wurde. Wie erwartet wurde aber auch auf ältere Alben zurückgegriffen, so dass vom 2001er-Werk „Metus Mortis“ die Titel „Blind suffering“, „Hollow hideaway“ und „Under lights“ auf dem Programm standen. Mit „Shiva’s tears”, “Doorway to survive” und “Inside the monster” waren dann auch die Alben „Soul temptation“ und „Liquid monster“ vertreten. Es gab insgesamt drei Titel, die als Zugabe deklariert wurden – obwohl die Band sich entschloss, nicht erst zuvor die Bühne zu verlassen sondern direkt weiter zu spielen. Los ging es mit den zuvor erwähnten „How do you feel” und “Under lights”. Besonders bei Zugabe Nummer drei „All those words“ steigerten sich die bereits angesprochenen Herrenchöre noch einmal zu Höchstleistungen, um kurz darauf nach einem etwa 75-minütigen Gig die Heimreise anzutreten. Wenn es nach den bis zum Ende auf mysteriöse Weise allerdings doch deutlich dezimierten Zuschauern gegangen wäre, dann hätte gerne noch die eine oder andere Zugabe folgen dürfen. Immerhin versprachen BRAINSTORM sichtlich zufrieden, in Zukunft wieder einmal nach Osnabrück zu kommen.

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