Konzert Filter

BRING ME THE HORIZON – PIERCE THE VEIL – SIGHTS & SOUNDS

Ort: Hamburg - Große Freiheit 36

Datum: 02.12.2013

Ab einem gewissen Alter passiert es schon einmal, dass man sich am Morgen älter fühlt als man in Wirklichkeit ist. Dieses Gefühl stellt sich auch ein, wenn man sich zeitig zu dem Konzert von BRING ME THE HORIZON begibt. Um einen herum hat die Pubertät gerade erst eingesetzt oder befindet sich auf ihrem Höhepunkt. Je näher der Auftritt von BRING ME THE HORIZON nahte, desto älter wurde das Publikum im hinteren Bereich und an den Seiten der Halle. Dennoch lag der Altersdurchschnitt gefühlt bei 17 Jahren.

Bereist zu dem Auftritt der Kanadier SIGHST & SOUNDS war die Frontline mit jungen Mädels bevölkert, dahinter die Jungs. Gemeinsam lauerten die Jugendlichen auf den Auftritt von BMTH und haushalteten bis dahin mit ihrer Energie. Der Vorschlag von Seiten Andrews den Montag zu ignorieren und vorzugeben, es sei Wochenende reichte nicht aus, um das Publikum zum Party machen zu bewegen. Zumindest sah man hier und da Kopfwippen zu dem Post-Hardcore der Band.
Andrew Neufeld dürfte dem einen oder andern auch als Sänger der Band COMEBACK KID bekannt sein. Wen wundert es, dass auch der Sound von SIGHTS & SOUNDS Punkeinflüsse aufweist. Zu dem Songs „ Sorrows“ und „Neighbours“ ließ sich das Publikum wenigstens zum Mitklatschen hinreißen. Mit dem Track „ Poli’s Song“ vom neuen Album Silver Door endete der kurze Auftritt der Kanadier.

Setlist SIGHTS & SOUND (ohne Gewähr)
Storm & The Sun
Shudder, St.Kilda
Cards In Place
Sorrows
Neighbours
Poli’s Song

Als die Musiker von PIERCE THE VEIN die Bühne nach dem Umbau betraten, ging das Gekreische los. Entsprach die Band doch optisch und altersmäßig der Zielgruppe und die erste Reihe geriet ins Schwärmen. Erstaunlich war auch hier, dass sich das Publikum zu Beginn dennoch in puncto Pogen und Crowdsurfen zurückhielt. Um so mehr drehte der Bassist Jaime dafür auf. Der Aufforderung des Sängers zum Circle Pit beim Song „A Match Into Water“ folgten die Jungs mit vollem Einsatz. Zum Abkühlen der Gemüter folgte „Stained Glass Eyes and Colorful Tears“. Hier fiel besonders die doch eher für das Genre untypische softe Stimme des Sängers auf. Musikalisch härter und mit einer Wall of Death ging es bei „Caraphernelia“ weiter, um dann mit Jumpen und Pogen zu „King For A Day“ den Auftritt zu beenden. Es flogen Picks und Drumsticks ins Publikum . Die Temperatur in der Großen Freiheit war nun angekurbelt und bei den ersten Mädchen sackte der Kreislauf ab.

Setlist PIERCE THE VEIL
Bulls In The Bronx
Hell Above
Bulletproof Love
Hold On Till May
A Match Into Water
Stained Glass Eyes and Colorful Tears
Caraphernelia
King For A Day

Der Zustand des weiblichen Publikum verschärfte sich, als Oli Sykes von BMTH die Bühne betrat. In der erste Reihe wurden zwei Tränchen rausgedrückt und mit schwerem Herzen geatmet. Zum Glück blieb genug Luft, so dass die weiblichen und männlichen Fans lauthals die Refrains mitsingen konnten. Nun purzelten auch die Crowdsurfer und hielten die Security auf Trapp. Auch die Erste Hilfe konnte sich nicht beklagen, wurde sie doch des öfteren gerufen. Bereits zu „Diamonds Aren’t Forever“ gab es die erste Wall of Death.

Musikalisch spielten BMTH an diesem Abend ein gutes Set, bei dem sich langsame mit schnellen Songs abwechselten. So konnten die Fans bei „And The Snakes Start To Sing“ mit geschlossenen Augen die ruhigen Parts genießen und sich erholen, um zu dem darauffolgenden „Empire“ wieder loszulegen. Zeitgleich kippten die ersten Mädchen um und Hey-Chöre wurden angestimmt. Ein Highlight war „It Never Ends“, bei dem die Fans Textsicherheit und Durchhaltevermögen bewiesen. Zu „Chelsea Smile“ schallten Repent-Rufe durch die Große Freiheit und Sykes schaffte es, dass sich die Fans im Parkett niederknieten, um dann gemeinsam empor zu springen und ohne Unterlass bis zum Ende des Song zu jumpen. Zum Ende der Show war nicht nur das Publikum mit Schweiß bedeckt, sondern auch das übergroße Shirt von Olli mit Schweiß durchzogen. Mit „Antivist“ gab es das absolute Highlight und die Fans rissen ihreMittelfinger empor und.noch einmal gaben sie das volle Partyprogramm. Die Wartezeit auf die Zugaben brachte wieder Erholung und mit Armen, die im Takt schwangen, ging es mit „Blessed With A Curse“ weiter. Während zu „Sleepwalking“ einige den Refrain noch mitsangen strömten andere bereits zur Garderobe. Einige Hartgesottene gingen verschwitzt und nur mit einem T-Shirt in die kühle Herbstnacht hinaus.Wenn das die Eltern wüssten!

Setlist BRING ME THE HORIZON
Can You Fell My Heart
Shadow Moses
Diamonds Aren’t Forever
The House of Wolves
Go To Hell, For Heaven’s Sake
And The Snakes Start To Sing
Empire
It Never Ends
Deathbeds
Chelsea Smile
Antivist

Blessed With A Curse
Sleepwalking

Copyright Fotos: Sandra Dürkop

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu BRING ME THE HORIZON auf terrorverlag.com

Mehr zu PIERCE THE VEIL auf terrorverlag.com

Mehr zu SIGHTS & SOUNDS auf terrorverlag.com