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BRUTAL ASSAULT 2010 – TAG 1

Ort: Jaromer - Militärfestung Josefov (Tschechien)

Datum: 12.08.2010

Das Brutal Assault feierte in diesem Jahr seinen 15. Geburtstag, Grund genug also, sich auf den Weg ins Nachbarland Tschechien zu machen, um an der Geburtstagsparty mit sehenswertem Line-Up mitzufeiern. CHILDREN OF BODOM, GWAR, CANNIBAL CORPSE, MY DYING BRIDE, DEVIN TOWNSEND, MONSTROSITY…uvm. – die Liste der geladenen Gäste war lang und ließ mit Sicherheit jedem Besucher das Wasser im Munde zusammenlaufen. All diese Bands in einer alten Festungsruine, deren hohe Mauern dem Festival einen ganz eigenen Charme verliehen und für Metal geradezu geschaffen schienen. Was an der Party besonders toll war, was weniger und woher das „Brutal“ im Festivalnamen höchstwahrscheinlich kommt, lest ihr im nun folgenden Bericht – der stellenweise auch als eine Art kleiner Festivalguide fungieren kann.

Anstatt erst zur eigentlichen Veranstaltung anzureisen, kamen wir bereits 3 Tage früher an und verbrachten den Beginn der Woche mit Sightseeing in Prag. Eine solche Anreise zum Brutal Assault kann ich jedem nur ans Herz legen, der noch nie in Prag gewesen ist – wirklich eine tolle Stadt! Von Prag nach Jaromeř sind es immer noch gut 2.5 Stunden Zugfahrt, vorausgesetzt, der Zug fährt auch durch. Genau an diesem Punkt begann dann nämlich die leicht abenteuerliche Reise zum Festival. Erstaunlicherweise gab es aber an keinem Punkt der Reise wirklich große Probleme, auch wenn es in punkto Verständigung mit Sicherheit das eine oder andere Mal etwas schwierig war.
Der Ticketkauf (Anreise per Zug ist empfehlenswert, da spottbillig) war schnell erledigt, da die nette Ticketdame nur „Jaromeř“ zu verstehen brauchte und an diesem Mittwoch sowieso Jeder, der auch nur ansatzweise nach Metal aussah, dorthin wollte. Jemand, der mit einer Gruppe von 10 Personen reiste, musste den unglaublichen Betrag von etwa 90 tschechischen Kronen für Hin- und Rückreise zahlen – etwa 3,75 €. Einmal im Zug wähnten wir uns beinah schon am Ziel, allerdings stoppte das Gefährt nach knapp einer Stunde und beinah alle stiegen aus – alle, bis auf diejenigen, die der tschechischen Sprache nicht mächtig waren und die vorangegangene Aussage nicht gehört hatten, dass der Zug hier aufgrund Schienenbauarbeiten stoppte und die Reise von nun an im Bus weitergehen sollte. Da alles aber gut organisiert war, war außer einer späteren Ankunft kein Zwischenfall zu verzeichnen.

In Jaromeř angekommen folgt nun gleich der nächste Tipp für Festivalbesucher: Erspart euch den 4 km langen Marsch quer durch die Stadt zum Festivalgelände, nehmt ein offizielles Festivaltaxi! Es kann sein, dass ihr ein wenig warten müsst, aber danach werdet ihr für knapp 100 Kronen (4€), binnen 5 Minuten zum Festivalgelände befördert. Keine Ahnung, ob die Meisten von diesem Service nichts wussten (es war am Bahnhof allerdings ein Schild angebracht), oder aber ob sie lieber trainieren wollten…jedenfalls lief das Gros der Besucher mit schwerem Marschgepäck
Richtung Gelände. Entweder man schlug sein Zelt nun auf dem normalen Campingplatz auf oder aber – was definitiv zu empfehlen ist – man hatte einen Platz auf dem sogenannten VIP Campingplatz reserviert. Dieser kostete zwar etwas mehr, hatte aber den riesigen und absolut nicht zu verachtenden Vorteil, dass er a) bewacht (sehr, sehr wichtig!) und b) beleuchtet war. Es ist leider wirklich so, dass man auf diesem Festival noch mehr als sonst auf seine Habseligkeiten Acht geben musste. Auf dem normalen Campingplatz hörte man leider von ein paar Campern, denen gleich das komplette Zelt geklaut worden war. Der bezahlte Platz jedoch war in einzelne Sektoren eingeteilt, die man (für gewöhnlich) auch nur mit dem passenden Bändchen betreten konnte. Ein wenig ging da zwar die übliche Campingplatz-Party-und-Chaosatmosphäre flöten, jedoch konnte man auch sicher sein, dass alles sicher war.

Das Abholen der Presseausweise gestaltete sich dann mit 1,5 Stunden Beine-in-den-Bauchstehen auch recht interessant, aber das sei nur am Rande erwähnt. Bands spielten am Mittwoch bereits von 19 -23:30: UNAFFECTED EVOLUTION, MINDWORK, ABSTRACT ESSENCE, PRVNI HORE und GODLESS TRUTH. Wir jedoch zogen es vor, den Rest des Tages gemütlich im Partyzelt ausklingen zu lassen. Gemütlich und mit ordentlicher Musik, bis dann irgendwann eine Horde kroatischer Fußballhooligans grölend auf den Tischen tanzte und alles übertönte. Als dann in der anderen Ecke des Zeltes tschechische Fußballfans aufsprangen, war es so langsam an der Zeit, gen Zelt zu wandern.

Tag 1 – oder woher das „Brutal“ in Brutal Assault eigentlich stammt…

Den Mittwoch und die Anreise zum Festival hatten wir also gut überstanden, nun wollten wir also den älteren Teil von Jaromeř auskundschaften, der sich direkt an das Festivalareal anschloss. Zudem fehlten noch ein paar Lebensmittel und vor 15 Uhr war noch nichts Interessantes auf dem Plan. Nach kurzem Fußmarsch befanden wir uns direkt in der schönen Altstadt, in der alle Straßen ausnahmslos noch mit Kopfsteinpflaster versehen waren. Zeitweise wirkte das Ganze wie eine kleine Zeitreise, seien es die Schaufenster einiger Läden, die direkt aus den 70ern hätten stammen können, oder die kleinen Tante Emma Läden. An Essensangeboten mangelte es ebenfalls nicht, denn es schien, als hätte eine ganze Menge der Bewohner mal eben ihr Küchenfenster zur Essensausgabetheke umfunktioniert. Beim Essen gab es große Unterschiede in Punkto Qualität, aber was den Preis anging, konnte man nie meckern. Als Favorit kristallisierte sich ganz klar Gulasch im Brot heraus (nebenbei auch das einzige Essen, was zweifelsfrei im tschechischen Geschreibsel zu entziffern war – ok abgesehen von „Monsterburger“). Serviert bekam man für knapp 90 Kronen ein Einpfünder Brot voll mit Gulasch. Auch der Rest des Einkaufs ließ den Geldbeutel lachen, denn 8 Kronen für 2 Liter Wasser (32 Cent), Bier für 20-25 Kronen (80 Cent – 1 €), etc. waren geradezu lächerlich wenig. Auf dem Festivalgelände waren die Preise im Übrigen festivalmäßig höher, wenn auch immer noch günstig im Vergleich zu deutschen Veranstaltungen. Fest stand also, dass das Essen mit Sicherheit kein großes Loch in den Geldbeutel reißen würde. (Selbiges gilt im Übrigen in Prag – Wenn man sich ein wenig abseits der ausgelatschten Touristenpfade bewegt, kann man durchaus 3 leckere Gänge für 9 € bekommen).

Nachdem die Versorgung abgesichert war, ging es zum Festivalgelände. Dieser war jedes Mal wieder Fitnesstraining und Abenteuer zugleich, denn Campingplatz und Bühnen waren von einem riesigen Wall umgeben, den es zu erklimmen galt. Treppenstufen Fehlanzeige (gut, wenn man einen größeren Umweg in Kauf nahm, gab es diese auch). Knapp 70 m (gefühlt wesentlich mehr) einen wirklich steilen, mit Gras bewachsenen Berg rauf und dann über Stufen wieder runter. (der erste kleine Beitrag zum Thema „Brutal“?) Richtig brutal wurde es so oder so erst bei Nacht, denn Beleuchtung war Fehlanzeige. Von unten gesehen ergab das jedes Mal ein interessantes Bild, wenn man massig leuchtende Punkt den Hügel herunterkommen sah. Nach einem fetten Regenschauer war dieser Weg dann aber wirklich abenteuerlich – den richtigen Kick gab einem dann noch das Tragen von Kameraausrüstung!

Eine Orientierung war auf dem weitläufigen Gelände wirklich einfach, hatte doch jeder (!) Besucher zusammen mit seinem Bändchen ein Bündel Infokartenkommen mit Festival-Lanyard, auf dem zum einen die Running Order abgedruckt war, dazu der Geländeplan, Infos zu Autogrammstunden, zu den Aftershow Partys und dem Festivalmerch. Eine wirklich tolle Sache, die im Eintrittspreis von 45 € enthalten war. Da könnte sich so manches deutsche Festival eine Scheibe abschneiden. Abzüge in der B-Note gibt es für die überdurchschnittlich langen Schlangen und Wartezeiten beim Bändchenabholen. Auf dem Festivalgelände warteten 2 große Bühnen, die direkt nebeneinander standen, und dazwischen eine Videoleinwand auf uns. Vor den Bühnen, in einiger Entfernung, befand sich auf einem Hügel das sogenannte Greenfield, dessen Besuch für VIP-Camper kostenlos war, alle anderen konnten sich für einen Jeton (Wert 30 Kronen) ein Tagesticket sichern. Von dort oben hatte man eine tolle, wenn auch soundtechnisch nicht immer einwandfreie Aussicht auf die Stages. An den Mauern entlang war eine Vielzahl von Essens/ Getränkeständen zu finden, deren Auswahl sich ebenfalls sehen lassen konnte. Vom Hardcore Veganer über passionierte Fleischesser, hier fand Jeder das Richtige. Einziger Haken: Bisweilen waren die Essensbezeichnungen nur auf Tschechisch. Also entweder mutig sein und einfach testen oder Jemanden finden, der es übersetzen konnte oder schlichtweg mit Händen und Füßen reden. Einen kurzen Fußmarsch von den Hauptbühnen entfernt befand sich der Metalmarkt, mit Filmzelt (für Dokus etc.) und das Horrorfilmhaus, in dem von morgens 11 Uhr an Filme á la „Braindead“ und Co liefen. Neben den Bierständen im Freien gab es seitlich der Bühnen auch noch einen riesigen Raum in der Festung, der wie ein Kellergewölbe wirkte, aber überirdisch war und entweder vor Sonne, oder aber auch vor Regen schützte.

Soviel also zum Drumherum, Daumen hoch dafür! BONDED BY BLOOD sollten dann die erste Band des Festivals werden, diese fielen allerdings aus, weil sie auf einen anderen Tag verlegt wurden und so waren wir letzten Endes pünktlich zu einer fetten Portion Grindcore mit den Finnen ROTTEN SOUND auf dem Gelände. Die Tschechen scheinen definitiv ein Faible für die härteren Töne zu haben, denn hier war bereits am Nachmittag eine große Menschentraube vor der Bühne, um das Grindcoregeballer abzufeiern. Der Auftritt dauerte kurze 35 Minuten, was allerdings bei dieser Musik absolut ausreicht, wenn man mich fragt.

Auf der anderen Bühne wurden im Anschluss ganz andere Töne angeschlagen. TRAIL OF TEARS aus Norwegen präsentierten ihren Mal-female-fronted Gothic Metal, der auch gut ankam, wenngleich ich sagen muss, dass die Sache recht schnell etwas eintönig wurde. Die Sängerin jedenfalls konnte eher weniger überzeugen und die Songs wären höchstwahrscheinlich eine Ecke besser angekommen, wäre nur der Herr am Mikro gewesen. Zeit genug also, um sich das Geschehen von etwas weiter oben anzusehen, vom Greenfield. Hier hatte man die Wahl zwischen stufenartigen Sitzplätzen, die in den Hang hinein gebaut waren oder einen Stehplatz. Im Gegensatz zum Vorjahr, so war mir gesagt wurden, waren nun auch Boxen eigens für diese Area angeschafft worden, um den Sound zu verbessern. Leider machte das allerdings eher einen verschlimm-bessernden Eindruck, denn entweder fiel die Anlage ganz aus, oder sie knackte, krachte und spuckte Soundfetzen aus, was einem den Spaß am Greenfield ziemlich verdarb, denn der Sound war beinah so laut wie direkt vor der Bühne. Wenn es allerdings funktionierte, kam der Sound mit minimaler Verzögerung an, was wiederum auch bisweilen seltsam wirkte. Im Großen und Ganzen aber ok.

SUICIDAL ANGELS thrashten sich im Anschluss mit einer ordentlichen Portion Spielfreude durchs Set und wussten das Publikum durchaus zu überzeugen. Das jedenfalls veranstaltete einen amtlichen Moshpit. In dieser Stimmung konnte das Publikum auch gleich bleiben, denn BLACK DAHLIA MURDER schlugen im Anschluss sicherlich keine ruhigeren Töne an.

Setlist THE BLACK DAHLIA MURDER
Everything Went Black
Elder Misanthropy
Statutory Ape
Necropolis
What a Horrible Night to Have a Curse
Funeral Thirst
Miasma
Deathmask Divine
I Will Return

Wir allerdings schon, Zeit zum Essen. Kurz nach halb sieben, Zeit für OBITUARY. Und holla die Waldfee, hier ging es richtig ab. Sobald die Band loslegte und das Intro über das Gelände walzte, ging die Menge steil. Als dann Sänger Jeff Tardy zum zweiten Song auf die Bühne kam, gab es kein Halten mehr. Dieses „Kein Halten mehr“ galt von nun an scheinbar auch im Graben, womit wir einen Bogen zurück zur Überschrift des heutigen Tages schlagen. Brutal war es nämlich nicht mehr nur vor der Bühne, sondern auch im Graben. Zum einen lag der Eingang zum Fotograben etwas ungünstig, so dass man immer durch die Masse der wartenden Fans musste, zum anderen waren es plötzlich dermaßen viele Fotografen, dass das Gelangen in den Fotograben erst mal nur die halbe Miete war. Überleben und dann irgendwie noch Bilder bekommen, war der andere entscheidende Faktor. (das selbst das zum Schießen von Bildern noch nicht ausreichte, sollte ich kurz darauf erfahren). Nun, der erste Grabenkampf war überstanden oder, wie ein Fotograf passend rief „This is waaaaar!“ – wie Recht er doch hatte. OBITUARY lieferten den passenden Soundtrack.

Würde es während ENSIFERUM ruhiger werden? Ich glaube nein. Und richtig, das wurde es nicht. Die Musik war zwar seichter, dennoch partytauglich und so feierte die Menge zum Pagan Metal aus Finnland. Nicht so ganz meine Baustelle, aber sei’s drum.

GOJIRA, die im Anschluss folgten, waren da schon passender. Mit „Oroborus“ stiegen die Franzosen ins Set ein und entfachten ein wahres Riffgewitter, welches, im Vergleich zum Auftritt in Wacken gleich noch eine Ecke brutaler rüberkam. Passend zur Meute vor der Bühne, wieder der Kampf im Graben. „Backbone“ und „Flying Whales“ fegten im Anschluss über die Headbangerschar hinweg und erweckten bereits nach drei Songs den Eindruck, als würde dieser Auftritt zu einem wahren Triumphzug für die Franzosen werden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie hier auch einige bisher Ungläubige von sich überzeugen konnten. Vom Greenfield aus machten die sich immer wieder neu bildenden Moshpits und die hüpfende Menge, die aus mehr als nur einem kleinen harten Kern von Fans bestand, einen imposanten Eindruck. Nach insgesamt sechs Liedern war mit „Vacuity“ leider schon wieder Schicht im Schacht. Was für ein geiler Sound!

Setlist GOJIRA
Oroborus
Backbone
Flying Whales
Toxic Garbage Island
The Art Of Dying
Vacuity

Es wird weiter gegroovt, statt LOCK-UP standen nun SEPULTURA auf der Bühne. Glücklicherweise war diese Änderung im Programm keine große Überraschung, denn diese wurde den ganzen Tag über immer wieder per Videoleinwand angekündigt. Nach einem Intro legten die Herren um Fronter Derrick Green direkt mit „Arise“ los und wieder fraß ihnen das Publikum in Windeseile aus der Hand. Für den Fotograben galt das Übliche mit nun verschärfter Regelung, es wurde in Gruppen eingeteilt, jede Gruppe ein Song. Klang nach Erleichterung, sorgte aber für genau das Gegenteil, denn es schien wirklich schwer zu sein, die eine Gruppe Fotografen nach Song Numero Uno aus dem Graben zu befördern und den nächsten Schwung hereinzulassen. Dieses Dilemma mit Gruppen zu spät (oder aber gar nicht reinlassen, wie am Tag 2), bzw. Fotografen raus schicken, die gerade erst reingekommen waren (Nachfragen zwecklos, da Null Englisch Kenntnisse und zur Not wurde man auch mal etwas unsanfter gen Ausgang geschickt), führte denn auch dazu, dass es von einigen Bands gar keine Fotos gibt. Ich bitte dies zu entschuldigen. Nun, abgesehen davon, ging es auf der Bühne erbarmungslos weiter mit „Refuse/ Resist“ „Escape To The Void“ und weiteren Krachern. Mehr als 25 Jahre SEPULTURA und live immer noch eine Bank.

Setlist SEPULTURA
Intro/ Moloko Mesto
Arise
Refuse/ Resist
What I Do
Convicted In Life
The Treatment
Troops of Doom
Escape to the Void
Territory
Inner Self
Rattamahata
Roots Bloody Roots

In punkto Brutalo Sound ging es denn auch gleich munter weiter. FEAR FACTORY waren an der Reihe und während der Warm-Up Gig am Mittwoch in Prag noch ins Wasser gefallen war, weil die Band nicht rechtzeitig vor Ort sein konnte, so war sie hier nun voll und ganz da und stieg mit dem Opener des aktuellen Albums ein. „Mechanize“ ballerte ordentlich und wurde gefolgt von „Shock“ und „Edgecrusher“. Wie üblich zeigte sich hier wieder eine mehr als solide Leistung der Instrumentalfraktion und Burton shoutete, was das Zeug hielt. Den fettesten Minuspunkt gab es, wie immer, für die cleanen Vocals. Weglassen kann man diese ja schlecht, warum also nicht noch einen zweiten Sänger, der diese dann übernimmt? Man weiß es nicht… Diese cleanen Parts jedenfalls sind es, die einem jedes Mal die Laune vermiesen. So oder so sorgten „Christploitation“ und Co für mächtig Wallung und die Fans kamen voll und ganz auf ihre Kosten.

Setlist FEAR FACTORY
Mechanize
Shock
Edgecrusher
Acres of Skin
Powershifter
Fear Campaign
Christploitation
Martyr
Demanufacture
Self Bias Resistor
Replica

Zeit für ein wenig Melodisches aus Finnland: CHILDREN OF BODOM, die den finnischen melodischen Reigen mit „Follow The Reaper“ eröffneten. Das Set las sich wie ein Best Of Set ohne große Überraschungen. Fronter Alexi Laiho ist immer noch ein Poser vor dem Herrn und schüttelt sich mit gewohnter Leichtigkeit die Riffs aus dem Ärmel. Als während „Hate Crew Deathroll“ seine Gitarre streikte und der Ersatz nicht sofort greifbar war, wurde nach ein wenig Schnuteziehen eben
mal kurz ohne weitergemacht. Sah ohne Gitarre komisch aus, war aber so. Bei „Needled 24/7“ ist dann aber wieder alles in Butter und es konnte in gewohnter Form weiter gerockt werden. Spätestens nach drei oder vier Songs stellte sich eine gewisse Langeweile an und früher war ja immer alles besser, aber das soll den Auftritt an sich nicht schmälern. Denn Spaß am Auftritt, das haben die Jungs auf der Bühne ebenso wie das Publikum vor der Bühne. Klar, dass bei „Every Time I Die“ und „Hate Me!“ kräftig mitgesungen wurde. „Downfall“ markierte das Ende eines guten Auftritts und für uns auch mehr oder weniger das Ende des Tages.

Setlist CHILDREN OF BODOM
Follow the Reaper
Hate Crew Deathroll
Needled 24/7
Every Time I Die
Living Dead Beat
Sixpounder
Blooddrunk
In Your Face
Angels Don’t Kill
Hate Me!
Downfall

Auf die nun folgenden GORGOROTH mit neuem Sänger hatte nämlich niemand so wirklich Lust, so dass wir den Berg nach unten stolperten und lieber noch ein wenig mit den Nachbarn feierten. Das führte dann allerdings leider auch dazu, dass sich im Anschluss ebenso Niemand wieder den Berg hinauf quälen wollte, um sich CANDLEMASS, DESPISED ICON oder GWAR zu geben.

Copyright Fotos: Cornelia Wickel

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