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BULLET FOR MY VALENTINE – CANCER BATS – DOMMIN

Ort: Herford - X

Datum: 08.06.2010

Wer das diesjährige Rock am Ring/ Rock im Park-Festival verfolgt hat, entweder vor Ort oder per Internet/ TV, konnte dort einen sehr ordentlichen Auftritt der Waliser BULLET FOR MY VALENTINE beobachten. Und da Club-Shows meist intensiver ausfallen, war die Vorfreude auf den Gig im Herforder X durchaus auch bei mir vorhanden. Diese wurde allerdings ein wenig geschmälert, als klar war, dass uns dieses Mal leider keine Fotoerlaubnis erteilt wurde (kaum überraschend bei DEM Veranstalter), so dass dieser Bericht nun ohne Bilder auskommen muss. Umso bedauerlicher, stellte sich der Abend doch als richtiger Rock-Kracher heraus!

Den Start markierten die L.A.-Rocker DOMMIN, die zuletzt erst im Vorprogramm von HIM und LACUNA COIL gute Kritiken einfuhren. Auch wenn einige Fans an diesem Abend mit dem im Vergleich zu den anderen Bands eher ruhigeren Sound anfangs wenig anfangen konnten, besserte sich das mit Düster-Hymnen wie „Tonight“ oder „My Heart, Your Hands“ im Laufe des Sets. Das Highlight bescherte uns dann die Band um Leader und MISFITS-LookaLike Kristofer Dommin mit einer gelungenen Version des CUTTING CREW-Schmachtfetzens „I just died in your Arms tonight“, welches sich wirklich wunderbar ins Set von DOMMIN einfügte. Dennoch war deutlich zu spüren, dass die sehr gut gefüllte Halle dann doch lieber abrocken wollte.

Und da kamen die CANCER BATS dann genau richtig. Die Kanadier haben sich in den letzten Monaten und Wochen durch viele Shows in Deutschland (u.a. eben zuletzt erst auch im X, wie auch Forum Bielefeld) einen guten Namen erspielt, so dass die Band um den sehr agilen Fronter Liam Cormiert auch bei den BfmV-Fans sicherlich ein Begriff war. Und so rockte die Menge auch freudig zu Metal- / Hardcore-Krachern wie „Dead Wrong“, „Black Metal Bycicle“ oder „Hail Destroyer“ ab. Da stachelte besonders den Sänger-Derwisch noch mehr an, der wie überladen über die Bühne wirbelte und seine satten Screams und Grunts zu besten gab. Dazu rockten seine Band-Kumpanen energisch-solide ab. Da braucht es dann natürlich keine große Aufforderung, um die ersten Mosh- bzw. Circle-Pits zum rotieren zu bringen. Leider blieb der Cover-Knaller „Sabotage“ dieses Mal im Köcher, aber auch so waren die CANCER BATS die genau richtige Vorspeise für den Headliner.

Denn dieser vollführte an diesem Abend einen Siegeszug erster Güte. So legten BULLET FOR MY VALENTINE mit dem Opener des neuen Albums „Fever“ los und schon beim ersten Riff von „Your Betrayal“ stand die Halle Kopf! Obwohl das Album erst wenige Wochen auf dem Markt ist, sangen die Fans den Text lauthals mit, so dass man die Stimme von Matt Tuck selbst erst kaum verstand. Einen besseren Einstieg kann man eigentlich nicht haben, ergo jagten die Waliser auch gleich den Titeltrack der neuen Langrille hinterher, welcher nicht weniger famos abgefeiert wurde. Nach dem hart rockenden „Waking the Demons“ brannte dann großer Jubel auf, als die Mega-Ballade „All these Things I hate (revolve around me)“ angestimmt wurde. Wenn dann bei der ersten Strophe laut mitgesungen wird und hundert Kehlen beim Refrain „Me!“ und „Yeah!“ brüllen, ist das einfach großes Gänsehaut-Kino!! Diese fand seine Fortsetzung in dem direkt folgenden „Tears don’t fall“ und bei der Alters- / Geschlechts- und Genre-Mischung an Leuten, die hier zusammen abfeierten, dürfte nun endlich deutlich werden, dass BULLET FOR MY VALENTINE alles andere als die „TOKIO HOTEL des Metals“ sind, sondern eine wirklich gute Band, mit starken Songs und spielerisch auf hohem Niveau agierend. Dass der Fronter nicht nur ein richtiger Entertainer von einem Sänger ist, sondern dazu noch ein Frauenschwarm, nimmt man da natürlich gerne mit. Und das alles, besonders den muskalischen Part, bewies das Quartett an diesem Abend auf ganzer Linie. Ob nun das knallende „4 Words (to choke up from)“ oder neue Kracher wie „Pleasure and Pain“ oder das starke „The Last Fight“, BULLET FOR MY VALENTINE waren in Herford absolut on Fire!

Der Zugabenteil bot dann nochmal gebündelt alle Stärken dieser Band. So gab es mit „Hearts burst into Fire“ noch mal eine richtige Power-Ballade, als Abschluss den neuen Schmacht-Rocker „Alone“ und dazwischen mit „Hand of Blood“ natürlich den Überkracher, bei dem nochmal alles ging.

Ich gebe zu, dass ich nach der Wacken-Show und diversen anderen Auftritten vorher ein wenig skeptisch eingestellt war, aber BULLET FOR MY VALENTINE haben an diesem Tag die Halle gerockt, ohne wenn und aber. Punkt!

Setlist BULLET FOR MY VALENTINE
Your Betrayal
Fever
Waking the Demon
All these Things I hate
Tears don’t fall
Pleasure and Pain
4 Words
The Last Fight
Say Goodbye
Scream, Aim, Fire
Begging for Mercy

Hearts burn into Fire
Hand of Blood
Alone

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