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CHEVELLE – BLACK MAP

Ort: Berlin - C-Club

Datum: 04.11.2014

Eine kleine Menschentraube hatte sich bereits vor dem C-Club versammelt und wartete auf den Einlass. Manchmal ist es besser, zeitig zu erscheinen, gerade wenn aus der Presse zu vernehmen ist, das die Konzerte von CHEVELLE in München, Hamburg und Köln ausverkauft sind und ein volles Haus bescheren werden. In Amerika konnte sich die Combo mit ihren Alben in den Charts platzieren, in Deutschland dagegen sind sie eher unbekannt und so traten CHEVELLE im kleinen C-Club auf. Musikalisch wird der Alternative Metal der Band u.a. mit Tool verglichen. Dementsprechend sah man an diesem Abend im Publikum auch mal das ein oder andere Shirt dieser Herren.

Im gut besuchten C-Club legte um 21 Uhr die Supportband BLACK MAP los und präsentierte ihr Debütalbum „And we explode“. Während der 45 Minuten Spielzeit gab es neben dem Titeltrack u.a. die Songs „Gold“ und „Melee“ auf die Ohren. Ihren ersten Gig in Berlin absolvierte die Dreiercombo um Mark Engles (Leadgitarrist von DREDG) souverän und powervoll und die CHEVELLE-Fans ließen sich zu wohlwollendem Kopfwippen mitreißen. Vereinzelt fand man im Publikum auch eingefleischte BLACK MAP-Fans, die besonders zu den ersten Klängen von „Ropes“ jubelten und ausgelassen hüpften. Im Anschluss wurde in den ersten Reihen zu „I’m Just The Driver“ der Refrain mitgesungen. Der Auftritt endete schlussendlich mit einem „Pommesgabelfoto“ des Publikums.

Setlist BLACK MAP
Code
And We Explode
Gold
Eyes On The Prize
Melee
Chinaski
Ropes
?
I’m just the driver

Nach einer kurzen Umbaupause und der Hoffnung, dass der Bass bei CHEVELLE besser abgemischt sein würde, legten die Amerikaner mit ihrer „La Gárgola“-Show los und es gab vom gleichnamigen Album als Opener „An Island“ zu hören. Die Setliste sorgte für Erstaunen, da sich nur zwei Songs vom neuen Album darauf befanden. Noch mehr in Erstaunen versetzte einen das ältere Publikum, welches bereits zu den ersten Takten mitsang und sich zu „Slepp Apnea“ und „The Clincher“ zu einem leichten Mithüpfen hinreißen ließ. Nach zaghaften Probeschubsern zu „The Meddler“ und „Still Running“ tobte zum Ende des Abends bei „Forfeit“ ein fetter Moshpit. Aus der pogenden Menge wurde zu „ I Get It“ eine tanzende Masse, die sich erneut zu „Jars“ in einen Moshpit mit hüpfender Meute verwandelte. Da war nichts mehr von einem „altersschwachen“ Publikum zu spüren. Jeder ist halt so jung, wie er sich fühlt! Als Pete feststellte, dass die Berliner es eher härter mögen, ersetzte er zur Freude der Fans kurzerhand „Closure“ durch „Family System“. CHEVELLE überraschten (mich) live, sie wirkten musikalisch härter. Dennoch hätte der Bass etwas zurückgenommen werden, da durch ihn der Gesang erdrückt wurde und die Eingeweide zum Beben gebracht wurden. Weniger ist manchmal mehr. Mehr Zugaben hätten es für die Fans sicher auch geben können. Beim ersten Zugabensong „The Red“ forderte Pete die Berliner auf, ihn gesanglich zu unterstützen und ein Gänsehautmoment machte sich breit, als er, seine Gitarre und das Publikum den Song intonierten und erst nach der Hälfte die anderen Musiker einsetzten. Wer jetzt noch Restreserven aufgespart hatte, der konnte sich zu „Face To The Floor“ erneut voll verausgaben. Verschwitzt und glücklich ging für die treue Fangemeinde ein gelungenes Konzert zu Ende.

Setlist CHEVELLE
An Island
Hats Off To The Bull
Take Out The Gunman
Sleep Apnea
The Clincher
The Meddler
Grab Thy Hand
Family System
Still Running
I Get It
Jars
Vitamin R
Forfeit
Send The Pain Below

The Red
Face To The Floor

Copyright Fotos: Sandra Dürkop

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