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DARK BURNING FESTIVAL 2007

Ort: Lemgo - Haus am Wall

Datum: 10.03.2007

Zum dritten Mal luden BURNED ALIVE in Person von Gitarrist Chris zum alljährlich stattfinden Mosh-Abend nach Lemgo. Und auch dieses Jahr konnte man befreundete Bands und regionale Größen der Metal- und Core-Szene aufbieten, so dass sicher gestellt war, dass für jeden Banger und Violent-Dancer was dabei sein würde. Ergo fanden 2007 wieder mehr als 150 Heavy-Fans den Weg in das beschauliche westfälische Städtchen.

Los ging es für mich an diesem milden Abend auch gleich mit den Gastgebern, die wie jedes Jahr natürlich auch 2007 höchstpersönlich ordentlich mitmischten. Auch wenn es dieses Mal keine neuen Songs auf die Ohren gab, haben ältere Kracher, wie „Defeated“, „Cruelty of Men“ oder „Alone“ nichts an Kraft verloren und durch die bessere Eingespieltheit eher noch gewonnen. Zudem sieht man auch so, dass die Herforder an sich gearbeitet haben. Da wird z.B. Freddys Stimme bei den Growls immer deftiger und während Axt-Mann Chris wie immer für die Poser- und Show-Einlagen sorgte, wächst bei Kollege Tim mit den Haaren auch die Bewegungsfreude, was dem Gesamteindruck mehr als gut tut. Die gut abgehende Menge tat ihr übrigens, um den Auftritt von BURNED ALIVE zu einer runden Sache zu machen, bei der Fans und Band gleichermaßen Spaß hatten.

Auf die nun startenden LAID IN ASHES habe ich mich besonders gefreut, haben die Ruhrpottler mit ihren beiden Alben „Freakshow 666“ und „Bastards from Hell“ doch ziemliche Granaten abgeliefert. Und live entfalten vor allem neuere Walzen wie „Shot Six Times“, „Bastards from Hell“ oder „Face of Death“ noch mehr Wucht. Zusätzlich ist es eine wahre Freude zu sehen, welch einen Spaß die sympathischen Jungs beim Zocken haben, egal ob 150 oder 500 Leute zusehen und moshen. Letzteres wurde leider und unverständlicherweise ein wenig vernachlässigt, waren doch einige Leutchens eher des Pogens wegen angetreten statt amtlich die Haare zu schütteln. Dies kümmerte LAID IN ASHES aber wenig und so feuerten sie mit „Hellbound“ sogar einen neuen Song in die Menge, die sich zum Ende hin doch mehr nach vorne schob, um zu den groovigen Death Metal-Songs mitzugehen. Am Ende gab es sogar vereinzelte „Zugabe“-Rufe, welche aber gleich mit dem Einsatz der Pausen-Musik abgewürgt wurden. Später sah man das Quintett noch mit dem ein oder anderen neu gewonnenen Fan quatschen und man kann sicher sein, dass sich nicht nur Meinereiner auf die neuen Songs von LAID IN ASHES freut.

Die nun auf Liste stehenden CALLEJON waren mir nur namentlich ein Begriff, aber musikalisch bisher völlig unbekannt. Dabei sind die Screamo-Jungs aus Düsseldorf im Rhein-Gebiet genau das Gegenteil und vor allem für ihre energiegeladenen Shows bekannt. Diese boten CALLEJON auch heute wieder, wobei vor allem Sänger Bastian wie ein Derwisch über die Bühne fegte und dabei auch immer wieder den Weg ins Publikum suchte. Denn dieses zeigte sich (bis auf einen austillenden Fan) noch ein wenig zurückhaltend den „He-Man“-Freaks und deren deutschsprachigen SreamoMetal gegenüber. Erst als die Rheiner die „Macht von Greyskull“ herbei riefen und mit dem Bandhit „Snake Mountain“ noch mal Vollgas gaben, ging es vor der Bühne endlich und verdient zur Sache. So wurde das Quintett bei den letzten Songs noch mal abgefeiert und verließen erschöpft aber letztendlich doch zufrieden die Bühne.

Diese enterten dann auch bald schon die Death Metal-Corer (whatever…) DEADSOIL. Diese Band, bei der u.a. ehem. Mucker von CALIBAN und NIGHT IN GALES zocken, ist trotz zweier starker Alben („The Venom Divine“ und „Sacrifice“) bislang weiterhin „nur“ ein Underground-Burner. Das aber um so mächtiger, wie die sympathischen Metaller auch heute eindrucksvoll unter Beweis stellten. Dabei konzentrierte sich vor allem auf Songs vom aktuellen Werk, wie z.B. „Viper“, „True Belief“ oder „Cross the great Divide“, welche auch live schön straight nach vorne ballern. Aber auch ältere Kracher wie „Cold Play“ und „Hate“ verfehlten ihre Wirkung nicht und brachten die schon leicht erschöpfte Menge noch mal dazu alles zu geben! Neben dem präzise zockenden Boris ging und dem ständig moshenden Jens war natürlich vor allem Fronthüne Friedrich der Blickfang, shoutete er doch wieder schön amtlich extrem, hüpfte durch die Gegend oder stachelte die Fans zum mitmachen an. So wurden DEADSOIL auch beim Finale mit dem extrem groovigen Death Metal-Knaller „Unspoken“ noch mal ordentlich gefeiert, um den gelungenen Abend dann auch zum Ende zu geleiten.

Drittes Dark Burning-Festival und der dritte runde Mosh-Abend in Lemgo. Was kann man da mehr wollen? Richtig, eine Neuauflage mit weiteren fetten Bands im Jahre 2008!

Copyright Fotos: Michael Werneke

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