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DEVILDRIVER – MAGNACULT – EXINFERIS – FORCED EVOLUTION

Ort: Esch-Alzette - Rockhal

Datum: 30.04.2008

Konzerte in der supermodernen Rockhal in Luxemburg sind immer eine feine Sache und so war es auch keine Frage, dass ich mir den DEVILDRIVER Gig nicht entgehen lassen wollte. Genau das hatten sich wohl auch mindestens 600-700 andere Leute gedacht. Über schlechte Vorverkaufszahlen brauchte sich der Veranstalter bestimmt nicht beschweren, denn gleich zu Beginn war der kleine Saal schon ordentlich gefüllt. Hätte jemand an diesem Abend nicht gewusst, wer hier in Kürze die Bühne entern würde, er hätte es schnell an den Shirts gesehen, die hier eine nicht unerhebliche Zahl der Konzertbesucher trug.

Bereits zur ersten Band FORCED EVOLUTION aus Belgien war der kleine Saal der Rockhal schon sehr ordentlich gefült. Irgendwie passte der Sound der Belgier aber nicht zum Gesamtpaket des Abends, vielleicht zu melodisch und nicht brutal genug – man weiß es nicht. Aber selbst, wer sich zu diesem Zeitpunk noch in der riesigen Vorhalle mit Merch und Co aufhielt, bekam noch genug von den Belgiern mit. Die Ansage, dass man nun „Domination“ von allmighty PANTERA zum Besten geben würde, lockte dann auch gleich einen Schwung “Draußenstehender” vor die Bühne. Gute Leistung der Instrumentalfraktion, eher durchwachsene Leistung des Sängers – ein wenig schwach auf der Brust. Als anschließend noch weibliche Verstärkung am Gesang auf die Bühne kam, war das wiederum für Einige zuviel. Insgesamt aber dennoch ein passabler Auftritt.

Mit EXINFERIS aus Luxemburg, die ihr neues Album „Hidjama“ im Gepäck hatten, kam dann schon ein etwas passenderer und stimmgewaltigerer Act auf die Bühne. Gerade in Luxemburg sind sie sicherlich keine Unbekannten mehr, was allein schon aus den Reaktionen des Publikums zu schließen war – da waren definitiv einige Fans vor Ort. Mit einer ordentlichen Portion Spielfreude wurde dann eine Runde Death Metal mit leichtem Core-Einschlag in die Runde geballert und die meisten nutzten das schon mal zum Aufwärmen ihres Nackens. Zurück blieb ein äußerst positiver Eindruck, denn im Gegensatz zum letzten Gig, den ich von den Jungs gesehen hatte, haben sie noch mal eine Ganze Ecke zugelegt – sauber und weiter so!

Somit war die Meute bereit für MAGNACULT aus den Niederlanden, die dann so richtig Schwung in den Laden brachten. Kein Wunder, die Musik passte ziemlich gut zum Headliner und die Jungs wissen, wie man mit dem Publikum kommuniziert. Groovemonster wie „Damnation“, „Line Of Attack“ oder „Kill“ vom Debütalbum „Synoré“ wurden vom Auditorium bestens aufgenommen und obendrauf pfefferte man am Ende des Sets einen noch unbetitelten Song („Thrash“) in die Menge. Die Jungs hatten jedenfalls sichtlich Spaß am Auftritt, der mit steigender Begeisterung der Zuhörer korrelierte. Gegen Ende gab’s gar den ersten Circlepit des Abends, über den sich Brüllwürfel Sebastiaan ordentlich freute. Basser Spit für seinen Teil hüpfte mit breitem Grinsen auf der Bühne umher. Dass sie beim Gig einige neue Fans hinzugewonnen haben dürften, zeigte sich später am Merchstand – wo die gesamte Band vor und nach dem Auftritt anzutreffen war – und wo so einige CDs, Flyer und Shirts zu signieren waren. (Dank je wel und tot kijk!)

Setlist MAGNACULT
Damnation
Identity 676
Inside Will Guide
Line Of Attack
Aeon
Kill
Ignorant Humanity
Thrash (Arbeitstitel)

Und dann gegen kurz vor elf war es soweit, der Anteil der DEVILDRIVER Shirtträger hatte nochmals beeindruckend zugenommen, endlich stürmte die Truppe die Bühne. Wie auch schon die Vorgänger in bester (Spiel)laune. Sänger Dez Fafara, der sich live als ebenso stimmgewaltig wie auf Konserve entpuppte, eröffnete die Schlacht mit „Not All Who Wander Are Lost“ vom aktuellen Album und vom ersten Song an ging’s ordentlich rund. Rund im wahrsten Sinne des Wortes, denn ein Circlepit war mehr als einmal an diesem Abend auszumachen. Und wirklich nur Cicle- und Moshpits, keine Möchtegern-Capoeira-Tänzer oder dergleichen, herrlich. Weiter ging’s mit Titeln wie „Nothing’s Wrong“, „I Could Care Less“oder „Head On To Heartache“. Zwischendurch wurden eifrig Hände abgeklatscht, für Kameras posiert und gegrinst, man gab sich sehr publikumsnah und ich glaube es wäre den Jungs wesentlich lieber gewesen, wäre kein Graben vorhanden gewesen. Nach dem Auftritt habe ich mich umso mehr geärgert, sie vorher immer live verpasst zu haben, das war nämlich ein absolut fetter Gig, der nichts zu wünschen übrig ließ – nun gut, vielleicht eine längere Spielzeit. „We will come back!“ – Ich bitte darum!

Setlist DEVILDRIVER
Not All Who Wander Are Lost
I Dreamed I Died
Clouds Over California
Horn Of Betrayal
Grinfucked
Nothing’s Wrong
Fighting Words
Burning Sermon
I Could Care Less
Guilty As Sin
Head On To Heartache
Before Hangman’s Noose
Meet The Wretched
End Of The Line

Copyright Fotos: Cornelia Wickel

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