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DIARY OF DREAMS – F.A.Q.

Ort: Zürich - Dynamo

Datum: 24.11.2007

Unser Wochenendausflug nach Zürich begann am Samstagmorgen um 2.30 Uhr mit einer zweistündigen Autofahrt zum Hamburger Flughafen. Der Flug startete pünktlich gegen 7 Uhr und schon eine gute Stunde später landeten wir im verregneten grauen Zürich, was uns aber keinesfalls von einer ausgiebigen Sightseeing-Tour abhielt. So erkundeten wir alles laut Reiseführer Sehenswerte in gut 4 Stunden und konnten beruhigt im Hotel einchecken, welches sich als ziemlich gemütlich darstellte. Da man jedoch nicht alle Tage mal wieder in Zürich sein wird, entschlossen wir uns noch kurz, Shoppen und Essen zu gehen und hatten im Anschluss daran nicht mal mehr wirklich viel Zeit, um uns umzuziehen und auf das anstehende Konzert vorzubereiten. Der kleine Club „Dynamo“ war nur wenige Gehwegminuten vom Hotel entfernt. Mehrmals liefen wir um das Haus, um den richtigen Eingang zu finden, jedoch ohne Erfolg. Der Soundcheck lief noch, das war deutlich zu vernehmen, aber wie viele andere auch, fanden wir einfach nicht den richtigen Eingang. Nach weiteren Runden um die Location und mittlerweile in einer beachtlichen Anzahl, fanden wir endlich den richtigen Weg und warteten geduldig im Treppenhaus auf Einlass. Der kleine, gemütliche Club gefiel uns sofort und in der ersten Reihe trafen wir auf liebe Bekannte, die uns die Wartezeit verkürzten.

Als Vorband waren die Schweizer F.A.Q. angekündigt. Ich hab die Jungs inzwischen schon ein paar mal erleben dürfen und ich muss sagen – sie werden immer besser.
Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass es in Zürich einen Heimvorteil gab, oder ob das Schweizer Publikum einfach schneller zu begeistern ist, aber die Stimmung war richtig klasse. Gegen 21 Uhr betrat Sänger Philip Noirjean im schwarzen Frack die Bühne, gefolgt von Keyboarder Thomas Daverio im silbergrauen Anzug und Gitarristen Pille ebenfalls im schwarzen Frack. Eröffnet wurde der Abend mit „Absinthe & Laudanum“ gefolgt von „Leather Apron“ (im Moment zu hören auf www.myspace.com/faqofficial) – zwei klasse Songs des neuen Albums.
Vom ersten Moment an war die Stimmung super, das Publikum ging sofort mit.
Phil begrüßte die Anwesenden mit den Worten „Wir haben heute ein paar liebe Freunde aus Deutschland anwesend, also werden wir heute deutsch reden“ – ich muss zugeben – einiges versteht man von dem schweizerdeutsch, aber halt nicht wirklich alles und so war ich ganz dankbar. Nach einigen Titeln, die die drei allein darboten, wurde Martin, der Drummer, auf der Bühne begrüßt, welcher die Formation erst seit kurzem unterstützt. Dies hat wirklich einen positiven Einfluss auf die neuen wie auch die alten Songs. Die Tracks haben so noch mehr Power und kommen live sehr gut rüber. Und genau diese Mischung aus Elektronik, Rock und Phils faszinierender Stimme macht, meiner Meinung nach, die Anziehungskraft der Eidgenossen aus. Neben „We come in Pieces“ (welches auf der CD zusammen mit APOPTYGMA BERZERK Mastermind Stephan Groth zu hören ist) wurde auch der Remix von APB „Tuning in to the frequenzy of your soul“ gespielt, aber auch „Sunday afternoon“ durfte nicht fehlen. Geboten wurde eine wirklich gute Mischung aus Songs vom letzten Album „Is pornography Art?“ und von dem neuen Werk „Whitechapel“, welches leider immer noch auf sich warten lässt. Als Abschluss gab es wieder das fast schon obligatorische „One Trip one noise“, welches wunderbar geeignet ist, dem Publikum auch noch eine paar Töne zu entlocken. Nach ca. 1 Stunde war dann auch alles schon wieder vorbei. Im Gespräch mit der Band konnte ich dann noch erfahren, dass auch sie über die Stimmung überrascht waren, sich darüber aber natürlich riesig gefreut haben. Im März 08 kann man F.A.Q. bei einigen Konzerten im Rahmen der UNHEILIG Tour als Supportact sehen, also lasst Euch das nicht entgehen – es lohnt sich.
(Susi)

Setlist F.A.Q.
Intro whitechapel
Absinthe & laudanum
Leather apron
How to make love like
Sunday afternoon
We come in pieces
Tuning in the frequenzy of your soul
Leraning 2 fly
Buck’s row
Birth of the 20th century
The world is cold enough
One trip one noise

Bereits während des Support-Acts konnte man die Bandmitglieder von DIARY OF DREAMS in der Loge beobachten, wo sie das Geschehen auf und vor der Bühne verfolgten. Nach einer kurzen Umbaupause begrüßte ein herzlich warmer Applaus Drummer D.N.S., Sänger Adrian Hates, Gaun:A an der Gitarren und für mich persönlich die Premiere des neuen Keyboarders Taste (Aussprache nach Aussagen des Künstler egal;-). Ersatz für jemanden zu sein, der immer einzigartig und unersetzbar sein wird, ist schwer. So wird für mich und viele andere immer Torben Wendt ein Mitglied der Band bleiben, jedoch machte Taste seinen Job während des Auftritts sehr gut und sicherlich wird man sich nach und nach an das neue Gesicht in der Band gewöhnen. Den Start machte „Nekrolog 43“, der gleichnamige Titel zum brandaktuellen Album. Zum ersten Mal live und teilweise schon in den neuen Bühnenoutfits wirkte alles bekannt und aufregend neu zugleich. Die Truppe war sichtlich guter Laune und präsentierte voller Energie das neue Material. Es folgte eine gute Mischung aus alten und neuen Songs wie zum Beispiel „Psycho-Logic“, „Giftraum“ oder „She“ und allesamt wurden vom Publikum regelrecht aufgesogen. Ausgelassen feierten die Schweizer und die vielen, von weit her angereisten Gäste und boten einen angemessenen Rahmen für viele weitere Klassiker wie „Soul Stripper“ und „Panik“. Hochgestreckte Arme und mitgesungene Refrains ließen die Gesichter des Quartetts immer wieder strahlen. Natürlich durfte das überall geliebte „Traumtänzer“ auch hier nicht fehlen und wir sangen alle gemeinsam voller Inbrunst „…hast Du noch nie gesehen, wie meine Augen glitzern?“. Das Publikum hing sogar noch einmal den Refrain dran, obwohl der Song bereits zu Ende war. Ich hab das schon so viele Male erlebt und trotzdem sind diese Momente immer wieder einzigartig schön! Der meiner Meinung nach schönste Titel des aktuellen Albums ist „Son of a Thief“ und eben dieser folgte direkt im Anschluss. Genauso atemberaubend wie vom Silberling, nur noch viel intensiver, weicher, direkter ging der Song durch und durch und wäre er nicht schon mein absoluter Favorit gewesen, so wäre er es an diesem Abend geworden. Dass ich nicht allein war mit diesem Empfinden, bewies der lautstarke und nicht endend wollende Applaus der Anwesenden. Mit den mitreißenden und tanzbaren „Kindrom“ sowie „The Curse“ ging nun viel zu schnell der Hauptteil des Konzertes zu Ende. Bis zu den ersten „Zugabe“-Rufen vergingen allerdings nur zwei Sekunden und schon bald nach dem Verschwinden kam man auch schon wieder auf die Bühne, um mit den älteren Hits „Chemicals“ und „Butterfly:Dance!“ die Stimmung noch einen Tick anzuheben. Das Geben und Nehmen funktionierte prächtig und ein Meer von Armen streckte sich der Bühne entgegen, während im lauten Chor „Hello, …“ gesungen wurde. Der Saal kochte und schrie wieder nach Zugaben, die auch liebend gerne gewährt wurde. Adrian wirkte frisch und agil wie zu Beginn des Abends und präsentierte zusammen mit seinen Musikern „O´Brother Sleep“. Den Abschluss des wunderschönen Konzertabends bildet die Live-Rarität „She and her Darkness“, welches von Taste am Keyboard und Adrian am Mikro intoniert wurde. Schon bei den ersten bekannten Tönen nahm mich die Gänsehaut vollständig ein und ließ den Saal in eine angenehme Starre verfallen. Genießend und sanft wiegend im Takt verfolgten wir den Auftritt. Taste brillierte an seinem Instrument und Adrians markante Stimme zog alle in seinen Bann. Dankbar und sich vorm Publikum verneigend verabschiedete sich die Band nun endgültig und zog sich unter Jubeln, Geschrei und herzlichem Applaus zurück.

Wie immer stellten sich DIARY OF DREAMS im Anschluss für Fotos, Autogramme und Gespräche zur Verfügung. Müde und glücklich fielen wir nachts todmüde ins Bett, aber mit dem guten Gefühl diesen Zürich-Trip wirklich voll und ganz genossen und genutzt zu haben. Gut zu wissen, dass Anfang nächsten Jahres die große Tour zum Album „Nekrolog 43“ folgt. Wir sehen uns…
(Cath)

Setlist DIARY OF DREAMS
Nekrolog 43
Psycho-Logic
Giftraum
She
Soul Stripper
Hypo)crypticK(al
The Cage
Panik
Play God
The Witching Hour
The Plague
Traumtänzer
Son of a Thief
UnWanted?
Kindrom
The Curse

Chemicals
Butterfly:Dance!

O´Brother Sleep
She and her Darkness

Copyright Fotos: Cath Niemann (DIARY OF DREAMS) – SUSANNE SCHUCHARDT (F.A.Q.)

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