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DISMEMBER – HATESPHERE – FALL OF SERENITY – LAY DOWN ROTTEN

Ort: Trier - Exhaus

Datum: 09.02.2008

Das neue Jahr ist noch recht jung und schon begibt sich ein Knüppelpackage allererster Güte auf Tour. DISMEMBER aus Schweden haben sich das Motto „Burn Down Europe“ auf ihre Fahnen geschrieben und dazu mit HATESPHERE aus Dänemark sowie FALL OF SERENITY und LAY DOWN ROTTEN aus Deutschland tatkräftige Unterstützung besorgt.

Trier war das zweite Konzert der Tour und allen Bands war die Spielfreude ins Gesicht geschrieben. Für günstige 15 Euro gab’s ordentlich was auf die Ohren und das Exhaus war bereits ordentlich gefüllt, als ich eintrudelte. Den Opener DESDEMONIA hatte ich leider verpasst. Deswegen ging es für mich gleich mit den Deathern von LAY DOWN ROTTEN los, die mit ihrem groovenden Death Metal von Anfang losballerten. Eine ordentliche Leistung, wer die Jungs noch nicht kennt: Antesten und im Auge behalten!

Einen etwas schwereren Stand hatten danach FALL OF SERENITY, an deren Musik sich für viele der Anwesenden wohl die Geister schieden. Dabei braucht sich die Truppe aus Jena mit ihrem Death Metal moderner Prägung vor den anderen Bands keineswegs zu verstecken. Aber es gelang ihnen nach einer Weile und der netten Aufforderung doch die Lücke vor der Bühne zu schließen, das Publikum weiter nach vorne zu bewegen. Allerspätestens nach dem obligatorischen SLAYER Cover, was die Jungs gegen Ende des Sets raushauten, dürfte wohl auch den letzten Zweiflern ordentlich die Ohren durchgepustet worden sein.

Die Spannung stieg und nicht wenige waren wohl genauso wie ich gespannt auf den neuen HATESPHERE Sänger, der nun auf dieser Tour beweisen sollte, was er drauf hat. Was soll man sagen? Ein anderer Gesangsstil, der eher im Hardcore Bereich anzusiedeln ist, aber definitiv zu den Jungs passt. Er wirkte zu Beginn des Sets noch leicht schüchtern, aber aufgrund der wirklich enthusiastischen Menge legte sich die anfängliche Scheu schnell. Der Rest der Band poste und Schnitt Grimassen was das Zeug hielt und schien es sichtlich zu genießen die Menge immer weiter anzupeitschen. Mit Songs wie „Lies And Deceit“, „The Sickness Within“ oder „Heaven Is Ready To Fall“ können die Dänen auch einfach nichts falsch machen.

Eine letzte Umbaupause, der Nacken war nun sowieso schon aufgewärmt und es konnte losgehen. Die Schweden betraten gut gelaunt, die mit diversen Bandfahnen geschmückte Bühne und bretterten in feinster schwedischer Manier los. Ob man den Sound als langweilig empfindet oder nicht, live hauen solche Songs einfach rein. DISMEMBER sind nun mal DISMEMBER und tun das, was sie am besten können: kompromisslos durch ihr Set ballern. Riffwände garniert mit fettem Bass – bei dem Groove muss man headbangen. Auch hier wurde wieder gepost, was das Zeug hielt und dank der kleinen Bühne und nicht vorhandenem Graben gab man sich hier, wie die Bands zuvor, sehr publikumsnah. Auch der Spaß kam nicht zu kurz, so wurde irgendwann das Bandmaskottchen, eine singende und headbangende Ente, die mit umgedrehtem und aufgeklebtem Kreuz auf böse getrimmt worden war, dem Publikum vorgestellt. (falls das Viech einen Namen hatte, habe ich den vor Lachen in dem Moment nicht mitbekommen, sorry!) Nach Songs wie „Pieces“ und „Skin Her Alive “durfte natürlich „Dreaming In Red“ am Ende des Sets auf keinen Fall fehlen. Eine Zugabe folgte noch und schon war der Death Metal Spaß auch schon wieder vorbei.

Ein absolut unterhaltsamer Abend mit sauberer Leistung aller Bands!

Copyright Fotos: Cornelia Wickel

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