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DONG OPEN AIR 2010 – TAG 1

Ort: Neukirchen-Vluyn - Dongberg

Datum: 23.07.2010

Was vor 10 Jahren als kleines Zusammentreffen Gleichgesinnter mit ein paar Bühnenelementen und Fischbier begann, ist heute schon längst Kult: Das legendäre Dong Open Air feierte dieses Jahr seit 10jähriges Jubiläum. Dazu luden die Organisatoren wie immer am letzten Juli Wochenende zum Dongberg bei Neukirchen-Vluyn. Für Stimmung sollte das Beste aus 10 Jahren Dong sorgen, von den Bands der Organisatoren bis zu den beliebtesten Headlinern aus der Vergangenheit war alles dabei – teilweise eigens fürs Dong als Reunion. Natürlich war das Dong schon lange ausverkauft, um genau zu sein eine halbe Stunde (!) nach Verkaufsbeginn (neuer Rekord)! Wer also nächstes Jahr hin will, der sollte sich den Verkaufsstart gut im Kalender markieren, damit er eins der wenigen (ca. 2000) Tickets für sich reservieren kann. Nachdem wir als fleißige Helferlein bereits Donnerstag die „Stairway to heaven“ in Angriff nahmen (…und erstmal verfluchten, wie jedes Jahr) öffneten wir oben angekommen erstmal das verdiente erste Bier, was genauso Kult ist wie den Dongberg zu Fuß zu erklimmen. Nix da Taxi Shuttle – da kann ja jeder kommen! So konnte das Festival beginnen.

CHAINHEART

Nach dem letzten Auftritt im Jahre 2004 waren CHAINHEART, eine Band aus einigen (Ex-) Orgas, wieder mit von der Partie und sorgten mit dem Song „Beautify“ als Opener, der mit den Worten „Und weil ihr so ein hässliches Publikum seid haben wir als ersten Song für euch Beautify!“ angekündigt wurde, direkt für den ersten Lacher des Festivals. CHAINHEART sind seit nun einem Jahr in der aktuellen Besetzung unterwegs und rocken mit Songs wie „Something to bang to“ (welches dem Dong 2004 das Motto gab) oder „Days of Cologneliness“ die Bühnen, so wie am heutigen Tag die Bretter des Dong Zeltes. Irgendwie war nur die Menge noch etwas lichter – trotzdem ein schöner Auftakt.

FOLKEDUDL

Ebenfalls eine Bands, deren Gesichter dem geschulten Dong Besucher durchaus bekannt vorkommen sollten, hatten dieses Jahr nur ein kleines Problem: Der Keyboarder saß in Torronto fest. Also stand der Saxophonist am Keyboard und eine junge Dame mit einer Querflöte erledigte seinen Job – ziemlich gut sogar, dafür, dass sie nur gut eine Woche Zeit hatte, um die Songs zu lernen. „Schnittmaid“ war der erste Song, gefolgt von „Storming the Red Clouds beneath the burning Sky“, „Sturmbraut“ und zu guter letzt „The Final War“. Letzterer war den größten Fans von FOLKEDUDL gewidmet, besonders dem Colamann. Die Stimmung wurde ordentlich eingeheizt und auch wenn es eine kleine Menge war, gab es schon die ersten Crowd-Surfer.

ALL WE HATE

Das Zelt füllte sich langsam wieder und als nächstes kam ALL WE HATE auf die Bühne. Zu ihren kurzen aber knackigen sechs Titeln zählten: „Shut Up!“, „All I hate“ und „War is calling“. Sie sorgten mit ihrem gewohnt souveränen Auftritt für eine gute Stimmung bei den Fans und auch den anderen Zuschauern, die sich um diese noch recht frühe Uhrzeit schon mal ins Festival Zelt gesellt hatten. Den Übergang zur nächsten Band „Guerilla“ gestalteten sie mit den kreativen Worten „Wir wünschen euch ein schönes Festival! Und jetzt geht alle raus, denn jetzt kommt ne schlechte Band!“

GUERILLA

Nun kam die aus Köln stammende Band GUERILLA auf die Bretter. Auch hier gute Stimmung in den Zuschauerreihen. Nach dem vierten Titel wurde bekannt gegeben, dass man das aktuelle Album „Kickstart Revolution“ auf ihrer Internetseite kostenlos herunterladen könne. Zwischenzeitlich kam der Frontman von ALL WE HATE noch einmal auf die Bühne und sie spielten zusammen ein Medley bekannter Party-Hits, wie zum Beispiel „La Bamba“. Nach zwei weiteren Titeln der Band endete ihr Auftritt unter „Zugabe“-Rufen.

HATE FACTOR

HATE FACTOR betraten die Bühne wie sie selbst sagten nur aus zwei Gründen: Um dem Publikum mit einer guten Show einzuheizen und um ein Jubiläum zu feiern. Die Fünf von HATE FACTOR feierten nämlich ebenso wie das Dong ihr zehnjähriges Bestehen und waren nach fünf Jahren wieder auf dem Dong dabei. Diese Band kann man getrost als Dong Veteranen bezeichnen, waren sie doch bereits einige Male auf’m Berg zu Gast. Während ihres Auftritts warfen sie mehrere CDs ins Publikum. Nach dem sechsten Titel kündigte der Frontmann an: „Noch vier Songs, noch vier CDs“. So brachten sie die mittlerweile doch sehr ansehnliche Menge dazu, ordentlich die Matten kreisen zu lassen.

MOTORJESUS

Gitarrist, Bassist und Drummer stehen auf der Bühne, den Rücken zum Publikum. Nur das Banner verrät die Band und mit Nebel, Blitzen und anderem Lärm geht es auf einmal los mit der Information, dass der 2. Gitarrist arbeiten müsse und dem Song „Dirty Pounding Gasoline“. Desweiteren spielte man „Legion of Rock“, „Distortion Sleep“, „Powertool“, „Fist of the Dragon“ – zum mitsingen wurde mit den Wörtern „Die Wörter sind ganz einfach Man o war!“ motiviert und der Song wurde kommentiert mit „In diesem Song geht es um Karate!“. Weiter ging es mit „Destroyer“, der von einer Metal-Polonaise begleitet wurde, dann „Burning“ und schließlich „Tthe Howling“. Die EP „100.ooo Volt Survivor“ kann man sich desweiteren gratis auf der Website von MOTORJESUS herunterladen. Alles in allem haben die Herren Gänsehaut-Hardrock gespielt, bei der es einem die Tränen in die Augen gedrückt hat.

BLOOD RED ANGEL

BLOOD RED ANGEL aus Krefeld sorgten dann mit ihrem Auftritt nicht gerade für Furore. Das Dong-Zelt war schon ziemlich leer und gute Stimmung wollte bei den Anwesenden auch nicht so recht aufkommen. Die fünf Jungs spielten während ihres Auftritts insgesamt neun Tracks, von denen leider keiner so wirklich zünden konnte. Schade.

EXCREMENTORY GRINDFUCKERS

Warte mal, ist das etwa eine rosa Stratocaster, die der Gitarrist hat? Verdammt ja! Und der… der hat doch nicht etwa eine Hose im Leoparden-Look an, oder doch? Doch, hatte er! Die EXCREMENTORY GRINDFUCKERS füllten das Zelt recht schnell wieder, die Menge tobte und der Sound war nur einmalig! Sie spielten Klassiker wie „I’ve been looking for Grundcore“, „Schnick schnack schnuck“, „Grindcore Blitz“, „Nein kein Grindcore“, „Fata Morgana“ und zu guter Letzt kam der „Final Grinddown!“. Während dem Auftritt wurde das Zelt immer voller und voller, Sichtungen von Stagedivern waren nicht mehr selten und Moshpits sowie eine Wall of Death bildete sich, die Stimmung kochte.

DARK AGE

Als DARK AGE die Bühne betraten, bedankten sie sich zu allererst, dass sie wieder auf dem Dong spielen dürften. Das Publikum drängte sich im Zelt und während Titel wie „The Dying art of recreation“, „Zero“, „Two steps from hell“, „Outside the inside“ und „Zeitgeist“ erklungen, headbangte das Publikum, was die Haare hergaben, es wurde gemosht und auch eine Wall of Death kam zustande.

VAN CANTO

Jetzt war es Zeit für VAN CANTO, die Hero Metal A Capella Band. Die sechsköpfige Formation war vor drei Jahren schon mal auf dem Dong und schaffte es von Anfang an für sehr gute Stimmung zu sorgen. Unter anderen gaben sie „To Sing a Metal Song“, „Rebellion“, „One To Ten“ und „Für alle Frauen unter euch: „Wishmaster““ zum Besten. Nach Abschluss des Gigs gab es laute „Zugabe“-Rufe und VAN CANTO durften noch einen weiteren Titel, „Kings of Metal“, spielen.

ROTTING CHRIST

Zu Beginn war die Bühne in rotes Licht getaucht. Dann kamen die Griechen auf die Bühne und begannen mit ihrem Auftritt. Da der Sänger noch immer mit den Folgen eines Unfalls zu kämpfen hatte, bei dem er sich das Bein gebrochen hatte, kam er mit Krücken auf die Bühne und musste den Auftritt über auf einem Hocker sitzen. Dies schadete der großartigen Darbietung jedoch nicht und verdient eher Respekt – nicht jeder schafft es, trotz Verletzung eine so klasse Show hinzulegen. Sie waren bereits zum vierten Mal da und beschreiben das D.O.A. als kleines aber familiäres Festival. Sie spielten unter anderem „Fire Death and Fear“, „King Of A Stellar War“, „The Sign Of Evil Existence“ und „Nemesis“.

DARK TRANQUILLITY

Der Headliner von 2008 machte auch dieses Jahr wieder klar, warum er einfach zum Dong dazugehört: Das Festival Zelt drückend voll, eine bunte Lightshow, die schon am Eingang blendete, eine Band, die sich freut seit langem wieder in Deutschland zu sein, drückender Sound, bis aufs äußerste bangende Gitarristen, einmalige Stimmung, ein Sänger, der sich dutzende Male bedankte. Die Schweden freuten sich einfach, auf dem Dong Open Air 2010 agieren zu dürfen. Viel mehr kann man dazu eigentlich gar nicht sagen. Mit Stücken wie unter anderem „Final Resistance“, „Shadow in our Blood“, „Dream Oblivion“, „Misery in me“, „Lost to Apathy“ und „Focus Shift“ wurde die Menge zum toben gebracht und der erste Festivaltag glorreich abgeschlossen.

Für uns hieß es noch bis tief in die Nacht durstige Kehlen mit Flüssignahrung zu versorgen, bevor wie todmüde aber glücklich ins Bett… ähhm Zelt zurück fanden.

Copyright Fotos: Cynthia Theisinger

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