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DONG OPEN AIR 2010 – TAG 2

Ort: Neukirchen-Vluyn - Dongberg

Datum: 24.07.2010

Samstag

Viel zu früh weckte uns am Samstag morgen die Sonne – aber frei nach dem Motto „keine Müdigkeit vortäuschen“ ging es nach einem Frühstück, welches aus 5 Minuten Terrinen bestand, direkt zum Festivalzelt, um uns das letzte bisschen Müdigkeit aus den Ohren pusten zu lassen. Die ersten spielten übrigens schon um diese Uhrzeit das legendäre Flunkyball. Ob die wohl noch viel vom Tag mitbekommen haben? Man weiß es nicht…

GUN BARREL

Das ist hart, das ist dreckig, das ist solide, das ist schwarzes Leder, das sind die vier Jungs von GUN BARREL aus Köln! Sie spielten ihre Klassiker wie „Straight down to hell“ oder „On the road again“ und besonders „Lonely Rider“ erfreute sich später im Backstagebereich noch besonderer Beliebtheit. Das Publikum bangte ordentlich, moshte und auch die ersten Crowdsurfer waren trotz früher Stunde vereinzelt zu sehen. Sie sorgten für eine solide Hardrock Stimmung und das Publikum war begeistert.

JACK SLATER

Kurz gesagt: Das Wetter war gut, die Sonne schien und das Dong-Zelt war trotzdem rappelvoll. JACK SLATER gaben unter anderem ihre Songs „Eisenwichser“, „Kinderfresser“, „Blut/ Macht/ Frei“, „Metzgoere“ und als letzten Track „Extinction Aftermath“ zum Besten. Das Publikum war in guter Feierlaune und die Jungs heizten ihnen ordentlich ein. Zeitweise waren auch zwei Fans auf der Bühne, von denen einer eine hautenge, rosa-farbende Spandex-Hose an hatte, welche er nicht gerade zur Freude alle, für einen Moment runter zog. (Ich glaube ich bin jetzt blind! Anm. der Fotografin). Überhaupt war erstaunlich viel Haut zu sehen – auch wenn man sich wünschte, man hätte einiges nicht sehen müssen. Von diesem „Vorfall“ abgesehen war es ein gelungener Auftritt ganz in JACK SLATER Manier mit drückendem Sound und frechen Sprüchen.

INSIGNIUM

Extreme-Metal aus Hagen? Auf dem DOA 2010? Das können doch nur INSIGNIUM sein? Und sie waren es auch, heizten den schwarzen Männern im Publikum mit einigen Songs ein, unter anderem „Moorleiche“, „Bunkerkrieg“ und der Bandhymne „Insignium“. Die Stimmung war grandios, erkennbar an den Headbangern, Crowdsurfern und Stagedivern. Nach einer geilen Show leerte sich das volle Zelt auch langsam wieder.

SYNASTHASIA

Die fünf von SYNASTHASIA sorgten für gute Stimmung in einem doch recht gut gefüllten Zelt. Die Jungs aus Duisburg schafften es ihren gesamten Auftritt über mit ihrem Thrash- und Powermetal den Fans einzuheizen. Dabei gelang es ihnen gut diese mit in ihre Show einzubinden. Selbst nach dem Auftritt war die Stimmung im Zelt noch angeheizt.

ORPHAN HATE

ORPHAN HATE waren auch letztes Jahr schon auf dem DOA und als sie dieses Mal die Bühne betraten und die Sängerin dann vollsten Stimmeinsatz zeigte, war es ums Publikum geschehen, das Zelt füllte sich, Crowdsurfer und Moshpits waren überall zu beobachten. Unter anderem spielte man „This Child“, „Let’s stop it“ und ein Cover von „Roots bloody roots“ und das Publikum dürfte über die Maßen zufrieden gewesen sein.

RAINTIME

Zum Glück war hier der Name nicht Programm – auch wenn es sich nach anfänglichem Sonneschein etwas zuzog, so war glücklicherweise noch kein Regen in Sicht. Das Zelt war schon gut gefüllt, als RAINTIME die Bühne betraten. Die 6 Jungs aus Italien schaffte es recht schnell, das Publikum so richtig in Fahrt zu bringen. Neben Tracks von ihrem neuen Album spielten sie Titel wie „One Day“, „Rolling Chances“ und das MICHAEL JACKSON Cover „Beat it“. Sie hatten das Publikum voll auf ihrer Seite und dieses folgte Aufforderungen wie „Are you ready to jump?“ mit begeisterten Sprüngen. Nachdem sie ihre neun Songs gespielt hatten, feierte das Publikum ihren gelungenen Auftritt mit „Zugabe“-Rufen.

ELVENKING

ELVENKING – ein Tag zuvor noch in Italien aktiv – heute auf dem Dong Open Air-Festival. Das Publikum wurde während diesem Auftritt immer mehr und mehr und ELVENKING brachten eine sehr gute Stimmung rüber, die durchaus fröhlich war. Unter anderem sah man, dass der Gitarrist vor dem Auftritt noch selbst Hand an seinen Verstärker legte und an ein paar Reglern drehte, bis er zufrieden war. Der Mann and der Violine kam mächtig ins schwitzen, sorgte aber gleichzeitig für guten Sound. Plötzlich kam aber seine Ablösung – Georgina Biddle von SKYCLAD nahm die Violine an sich und mit ihr zusammen spielten ELVENKING dann den „Civil Wardance“, was dafür sorgte, dass das Publikum endgültig ausflippte.

PERSEFONE

Die Sechs von PERSEFONE schafften es bei ihrem erst zweiten Auftritt auf dem Dong, von Anfang an die Fans zu begeistern und das Zelt füllte sich während des Auftritts immer weiter. Die Tracks, die präsentiert wurden, waren allesamt recht lang, so dass sie in den 40 Minuten insgesamt nur fünf Titel spielen konnten (Huch? OPETH lässt grüßen – Anmerkung der Fotografin). Allerdings unter anderem auch einen, den sie schon seit Jahren nicht mehr performt haben, und zwar ein Medley aus den bekanntesten Star Wars-Soundtracks. Zwischen den einzelnen Liedern reichte der Frontman der Band noch gerne mal den einen oder anderen Becher Bier ins Publikum – sehr zur Freude der Fans, die so eine ausgelassene Party vor der Bühne feierten.

DEBAUCHERY

DEBAUCHERY schickten zunächst den Drummer vor, der plötzlich blutrot vor uns saß. Das Publikum jubelte voller Erwartung und dann, urplötzlich wie aus dem nichts spielte ein epischer Einmarsch-Track und da standen auch schon Thomas Gurrath und Yoshi mit Bass und Gitarre auf der Bühne, ebenso blutrot wie ihr trommelnder Freund. Zwischendurch meinte Thomas „Wir spieln n bisschen Death Metal“ und nicht nur das, DEBAUCHERY spielten sogar Songs nach Publikumswunsch! Es wurden Songs wie „Back in Blood“, „Blood for the bloodgod“ oder „Death Metal Warmachine“ präsentiert und besonders für alle weiblichen Gäste auf dem Festival spielte man „Chainsaw Masturbation“. Das Publikum tobte und flippte völlig aus, Becher flogen durch die Gegend, Circle Pits bildeten sich, Crowdsurfer waren überall zu sehen und in der ersten Reihe wurde jemand hochgehoben, der dann in aller Ruhe Konfetti auf die Bühne werfen konnte. Zwischen den Gesangseinlagen erschien der Sänger (der ja momentan im zivilen Leben einigen Ärgernissen zu trotzen hat) sehr erschöpft, aber sein Gesicht ließ erkennen, dass er von diesem Publikum begeistert war.

GRAILKNIGHTS

Direkt nachdem DEBAUCHERY die Bühne verlassen hatten, wurde es rappelvoll im Zelt und es hallten die allseits bekannten Schlachtrufe durch das Zelt: „Grailknights Battlequire!“ – „Yes Sire!“ Was nun folgte, ist mittlerweile echter Dong Kult. Zum ersten Mal hatte die Bande eine Spielzeit nach 13 Uhr. Dabei handelt es sich bei den GRAILKNIGHTS um eine Kapelle, die das Zelt zu jeder Zeit zum platzen bringen kann. Die neueste Scheibe „Alliance“ beweist, dass die Jungs mittlerweile nicht nur eine super Show machen, sondern auch gute Songs schreiben können. Die Show allerdings war wie immer ein echtes Highlight – so erklommen die 5 Jungs die Bretter in ihren Rüstungen, um gegen den fiesen Dr. Skull und dessen Verbündete zu kämpfen und den heiligen Gral zurück nach Grailham City zu bringen. Dieses Mal gab es allerdings eine Überraschung – nicht die GRAILKNIGHTS vernichteten den Übeltäter Skull – die Dong Kuh erklomm schwer bewaffnet die Bühne und setzte dem Feind ordentlich zu – bevor sie ihn mit einem ohrenbetäubend lauten Furz kurzerhand ausschaltete. Ich für meinen Teil hab echt Tränen gelacht. Auch sonst fehlte an nichts – Zapfi die Bierstute, die darauffolgende Bierdusche, der böse Urks und Crowdsurfer vom Eingang des Zeltes bis zur Bühne, eine Dongkuh und ein Dr. Skull, die sich über die Menge tragen ließen – ja, so kennen und lieben wir sie. Musikalisch untermalt mit Song wie unter anderem die Klassiker „Nameless Grave“ und „Glailquest Gladiators“. Und auch dieser Auftritt machte klar: Wo GRAILKNIGHTS draufsteht, ist echte Power drin. Der neue Drummer, Baron van der Blast, macht übrigens seinem Namen alle Ehre und sorgte für ordentlich Druck auf den Ohren.

SKYCLAD

Von Beginn an war das Zelt richtig gut gefüllt und die Stimmung sehr gut. Auch die fünf von SKYCLAD gratulierten dem D.O.A. zum zehnjährigen Jubiläum und hatten auch selber eines zu feiern, denn schließlich gibt es sie schon seit 1990 und somit seit 20 Jahren. Das aktuelle Album ist auch in limitierter Zahl auf Vinyl erhältlich. Auch einer der Dong Organisatoren hatte hier seinen großen Auftritt – Stephan Lier durfte bei einem Song die Schießbude unter seinen Schlägen erzittern lassen. Er machte seinen Job sehr gut und verließ unter Applaus wieder die Bühne. Unter den zwölf von ihnen ausgewählten Titeln waren unter anderem „A well Beside The River“, „Thinking Allowed“ und „Spinning Jenny“ zu finden. Zwischenzeitlich kam noch der Sänger von ELVENKING auf die Bühne und man performte gemeinsam „Penny Dreadful“. Als sie ihren letzten Titel gespielt hatten und die Zugaberufe noch immer nicht verstummt waren, gab es noch ein Zuschlag und diesmal war die gesamte Band von ELVENKING mit dabei.

DIE APOKALYPTISCHEN REITER

DIE APOKALYPTISCHEN REITER. Der Headliner des Abends. Das Zelt war voll. Rappelvoll. Und das schon während den Umbauarbeiten auf der Bühne. Immer wieder waren „Reiter“ Rufe zu hören. Die aufwändigen Aufbauarbeiten verzögerten den Auftritt um gute 20 Minuten, was dann zwischenzeitlich mit „Langweilig“ Rufen quittiert wurde, aber nicht ganz ernst gemeint war, da dies durch einen Mitarbeiter beim Soundcheck eingeleitet wurde, der dieses Wort dazu benutzte. Dann begann es endlich. Die Bühne war in Rotes Licht getaucht und es gab wiederum laute „Reiter“-Rufe. Sie begannen ihren Auftritt mit „Wir sind das Licht“, als nächstes folgte „Revolution“. Dabei stellte sich Fuchs, der Sänger, auf ein Podest, welches hochgefahren wurde und schwenkte eine Reiter Fahne. Dann folgten unter anderem „Riders on the Storm“, „Friede sei mit dir“ und „Adrenalin“. Nachdem sie „Nach der Ebbe“ gespielt hatten, wurde die Bühne zu weiteren Umbauarbeiten verdunkelt. Nach dem Umbau gab es gab es ein kurzes Trommelspiel. Gefolgt von Tracks wie „Der Adler“ und „Der Seemann“. Dazu holten sie sich eine Seemannsbraut auf die Bühne, die während der Spielzeit in einem Gummiboot zum Crowdsurfing geschickt wurde. Das Gefährt erreichte dann während des folgenden Tracks („Kleiner Wicht“) wieder den sicheren Bühnenhafen. Nach zwei weiteren Songs war der erste Auftritt beendet und es gab laute Zugabe Rufe. Und tatsächlich, die Reiter kamen noch mal auf die Bühne und spielten drei weitere Titel. Obwohl sie sich danach eigentlich schon verabschiedet hatten, prügelten sie aufgrund der nicht aufhörenden Rufe noch einen letzten Track in die Menge („Asche“). Im Anschluss kamen die Organisatoren des D.O.A. auf die Bühne und bedankten sich für ein erfolgreiches Dong Open Air Jubiläum.

Und auch wir haben zu danken: Für geile Bands, super Stimmung, gutes Wetter und jede Menge Spaß. Nächstes Jahr sind wieder auf jeden Fall wieder dabei!

Copyright Fotos: Cynthia Theisinger

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