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DREAM THEATER

Ort: Düsseldorf – Mitsubishi Electric Halle

Datum: 02.02.2012

Ein neues Album und ein neuer Mann an den Drums – das war es, was DT auf der diesjährigen Welttournee im Gepäck hatten. Mike Portony hatte die Band nach 25 Jahren verlassen und war durch Mike Mangini ersetzt worden. Der personelle Umbau tat dem Erfolg jedoch keinen Abbruch – 2010 konnte DT weltweit 100 Millionen Platten verkaufen. Nun stand nach drei Jahren Pause wieder eine Tour durch Europa an. Zuletzt war die Band mit „Black Clouds & Silver Linings“ unterwegs. Trotz des anhaltenden Erfolges spielt DT bevorzugt in kleineren Hallen, was dem Ganzen eine gemütliche Clubatmosphäre gibt. Im Schnitt kommen 5.000 Leute zu den Konzerten von DT.

Bevor James & Co. auf die Bühne kamen, spielte die schwedische Band PERIPHERY eine halbe Stunde lang Songs aus ihrem Repertoire. Die sechs Jungs machten ihre Sache zwar ganz ordentlich, aber mein Fall waren sie eher nicht. Um 19:55 verließen die Musiker nach einer halben Stunde die Bühne. Die anschließende Umbaupause dauerte bis 20:15, danach gingen die Lichter zum zweiten Mal an diesem Abend aus. Mit einem instrumentalen Intro (Hans Zimmers Soundtrack zu „Inception“) betraten DT die Bühne und stimmten den ersten Song an: „Bridges in the Sky“. Zunächst fehlte noch James, der aber nach zwei Minuten mit wehendem Mantel die Bühne betrat. Von meinem Platz in der dritten Reihe der rechten Tribüne hatte ich eine ziemlich gute Sicht auf die Bühne. Nach „6:00“ wandte sich James zum ersten Mal an sein Publikum. Zitat: „Mit Düsseldorf verbindet uns eine besondere Beziehung. Wir kommen seit 20 Jahren regelmäßig hierher.“ Auf die Ansprache folgte zunächst ein weiterer Titel aus dem aktuellem Album („Build me up, break me down“); danach spielte DT erneut zwei ältere Stückte, „Surrounded“ und „The Dark Eternal“.

Schließlich war James nach einigen weiteren Songs der Meinung, einige ruhigere Töne anzuschlagen. Diese fanden sich mit „Wait for Sleep“ vom Album „Images and Words“ sowie mit „Far from Heaven“.
Danach verließen fast alle DT-Mitglieder die Bühne. Nur Mike am Schlagzeug blieb zurück und zeigte den Fans, was er drauf hatte. Wer vorher der Meinung war, dass er nicht in die Band passte, wurde mit diesem Solo eines besseren belehrt. Mike hatte ein Set über zwei Ebenen, wobei sich auf der unteren fast ausschließlich die Becken und einige Zimbeln befanden. Die wirklich großen Zimbeln hatte Mike über seinem Kopf. Sowohl während dieses Solos als auch während der Songs spielte er mit einer Hand auf der unteren, mit der anderen auf der oberen Ebene.

Anschließend präsentierten DT u.a. „On the Backs of Angels” und “Breaking all Illusions”. Es folgte der fast schon obligatorische Testballon: Die Herren verließen die Bühne, nur um wenig später für den Song „As I am“ zurückzukehren. Doch danach war definitiv Schluss. Immerhin hatte sich die Band 2,5 Stunden die Seele aus dem Leib gespielt. Zwei Songs habe ich vermisst: zum einen „Pull me under“, das schon längere Zeit nicht mehr auf der Setlist stand, und „Beneath the Surface“ hätte mir als Finale besser gereicht. So stand unterm Strich ein gelungenes Konzert, und vielleicht kehrt die Band 2016 zum 30-jährigen Bestehen wieder nach Europa zurück.

Setlist
Intro/ Dream is collapsing (Hans Zimmer/ “Inception”)
Bridges in the Sky
6:00
Build me up, break me down
Surrounded
The Dark Eternal
A Fortune in lies
Outcry
Wait for Sleep
Far from Heaven
Drum Solo
On the Backs of Angels
War inside my head
The test that stumped them all
The Spirit carries on
Breaking all Illusions

As I am

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