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EISBRECHER – LORD OF THE LOST

Ort: Hannover - Capitol

Datum: 19.02.2012

Sonntag, 19. Februar 2012. Mindestens 100m war die Schlange vor dem Capitol Hannover lang – die ersten Fans standen schon um 15 Uhr vor der Halle und warteten auf ihre „Stars“. Nachdem die Türen endlich offen waren, waren innerhalb der ersten 30 Minuten die besten Plätze weg und die Leute drängten sich dicht aneinander, um den besten Blick auf die Bühne zu erhaschen. Als der Raum brechend voll und die Luft geladen von Vorfreude auf einen großartigen Abend war, wurden LORD OF THE LOST als Vorband angesagt. Alexx und Martin (MONO INC.) stellten sich auf die Bühne und lobten diese „großartige Newcomer Band, die binnen einen Jahres bedeutende Fortschritte und große Erfolge gefeiert habe“. Ganz professionell heizten sie der Menge ein. Songs wie „Poker Face“ von LADY GAGA und der obligatorische freie Oberkörper ließen die Frauen schwärmen. Außerdem wurde ein gemeinsamer Song von Vorband und Hauptact präsentiert, der den perfekten Übergang zum „großen“ EISBRECHER bildete.

Diese legten dann mit „Exzess Express“ vom neuen Album heftigst los. Das Konzert begann mit vollem Karacho und die Menge kriegte sich nicht mehr ein. Das Getöse nach dem ersten Titel verhinderte fast den Fortgang des Konzerts. Man hätte die Band eh kaum hören können. „Vielleicht geht hier heute noch was?“, fragte Alexx geduldig, nachdem die Frauen immer noch nicht aufhören wollten zu kreischen. Dann grinste er die Männer im Publikum an und meinte: „ Das ist der Grund, warum wir Rockstars geworden sind… der Sex.“ Neben altbekannten Clubhits wie „Antikörper“, „Vergiss mein nicht“, „Willkommen im Nichts“, „Heilig“, „Leider“,“ This is Deutsch“, „Schwarze Witwe“ oder natürlich „Miststück“ wurden natürlich auch einige Tracks vom neuen Album „Die Hölle muss warten“ (Platz 3 in den Charts) gespielt: Das bereits angesprochene „Exzess Express“, “Abgrund“, „Herz aus Eis“, „Prototyp“, „Verrückt“. Stilecht wurden alte Metallfässer auf die Bühne gerollt und für musikalische Höchstleistungen zweckentfremdet. Brachiale NDH, ganz im Sinne von EISBRECHER. Zudem gab es den einen oder anderen kleinen Exkurs. Es erklangen Jodelmusik und alte Schlager (wie z.B. „Tränen lügen nicht“, mit Akustikgitarre und Mundharmonika als Einstimmung für den darauffolgenden Hit „This is Deutsch“). Gütig wie Herr Wesselsky nun mal ist, teilte er die Mundharmonika mit dem Publikum und macht so einen Konzertbesucher besonders glücklich. Desweiteren spielte er, was sollte man auch sonst erwarten, den Charmeur und beglückte die Damen der ersten Reihe mit roten Rosen. Nach einem Kuss auf die Wange, ganz wie Don Juan, hätte sich der gute Fronter doch fast auf die Dame seiner Wahl gestürzt, konnte sich allerdings noch zurückhalten und sich am Geländer abstützen. Aber auch für die Männer gab es was Feines: Jack Daniels aus der Flasche für die versammelte Mannschaft. Der letzte Schluck ging gütiger Weise an das Team, so hatten alle was davon. Damit versprach sich Alexx dauerhafte Gesundheit. Wohl bekomm‘s! (Den Absolut Wodka lassen wir mal außen vor…). Den einen oder anderen Ausschnitt der Performance findet man wie üblich bei YouTube.

Zum Abschluss gab es dann das große Finale: Der Titelsong der neuen Scheibe wurde gespielt und blieb den treuen Fans auf dem Weg nach hause definitiv noch im Ohr. Kurzum ein souveräner Auftritt zwischen hart und zart.

Copyright Fotos: Can Genc

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