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EISHEILIGE NACHT 2013

Ort: Bielefeld - Ringlokschuppen

Datum: 26.12.2013

Die Eisheiligen Nächte fanden 2013 bereits in der fünften Auflage statt und sind somit zu einem festen Konzert-Termin am Jahresende geworden. So erschienen auch dieses Jahr wieder viele Anhänger von SUBWAY TO SALLY, die diese Tour abermals auf die Beine gestellt und mit LORDI, KORPIKLAANI sowie LORD OF THE LOST ein sehr abwechslungsreiches Line Up dabei hatten. Zu Beginn kam Eric auf die Bühne, er begrüßte das Publikum und freute sich über das zahlreiche Erscheinen bei der von den Sallys selbst ins Leben gerufenen Veranstaltung. Auch die Bandankündigungen übernahm Herr Fish an diesem Abend. Und startete dann auch gleich mit der Ansage zum Opener, bei dem man bitteschön sogleich mitgehen solle. Unter großem Beifall kündigte Eric LORD OF THE LOST an.

Die Fünf Hamburger gaben von Anfang an richtig Gas, und das Publikum ging auch sofort mit. Was nicht zuletzt am ausdrucksstarken Fronter Chris Harms lag, der die Anwesenden ohne große Mühe animieren konnte. Die Band gab in der guten halben Stunde Spielzeit ihre bekanntesten Songs zum Besten, wie etwa „Black Lolita“, „Sex on Legs“ oder mit „Die tomorrow“ den Titeltrack des gleichnamigen Albums. Die Jungs zeigten einmal mehr mit ihrer Spielfreude, dass man von ihnen noch einiges erwarten kann. Zum Abschluss performten LOTL mit dem Song „Credo“ noch die eigene Hymne, bei der das Publikum auch kräftig mitsang. Die Band verabschiedete sich danach mit der Ankündigung, dass man sie nach dem Konzert noch am Merch Stand auf ein Bierchen antreffen könne. Bei dieser Gelegenheit konnte ich noch mit Chris über das vergangene Jahr, die erste US- Tour und die „Into the fire“-Gastspielreise 2014 sprechen (siehe das Kurzinterview am Ende).

Nach einer recht langen Umbaupause kam Eric erneut auf die Bühne, um die nächste Formation des Abends anzukündigen. Die finnischen Monster Rocker LORDI. Diese machten vor allem eins klar: Monster Rock ist LAUT. Das Set der Nordländer um Fronter Mr. Lordi himself war gut gemischt. Neben bekannten Klassikern wie „Devil is a Loser“ oder „Hardrock Hallelujah“ gab es auch neue Stücke auf die Ohren. Die Highlights sind aber nach wie vor Kostüme und Bühnenshow der Truppe. Ob mit Säge und Kunstblut oder mit einem Rauchwerfer – unterhaltsam ist das Ganze allemal. Ein besonderes Highlight war der Titel „Blood Red Sandman“, der im Zuge der Eisheiligen Nacht in „Blood Red Santa“ umbenannt wurde und zu welchem Lordi als Santa verkleidet die Bühne betrat und einige Shirts undCcaps der Band ins Auditorium warf. Nach etwa einer dreiviertel Stunde verabschiedeten sich die Monster mit „Would you love a Monsterman“ von den Besuchern.

Die ebenfalls aus Finnland stammenden KORPIKLAANI waren als nächstes an der Reihe. Die Herren konnten ja bekanntlich mit ihrer Mischung aus Folk und Metal in den letzten Jahren immer größere Erfolge feiern. Dementsprechend konnte der Mix aus Fidel und harten Gitarren, den die Kollegen um Fronter Jonne Järvelä präsentierten, dem Publikum richtig einheizen. Gerade die folkloristischen Elemente finden schnell den Weg ins Ohr und laden zum Mittanzen ein. 75 Minuten durften die „Trolle“ für den Headliner aufwärmen, lyrisch beschäftigte man sich mit der Natur wie auch mit leckeren Getränken, so dass Songs à la „Vodka“ oder „Beer Beer“ natürlich nicht fehlen durften.

Nach einer letzten Bühnenverschönerung war es dann endlich Zeit für den Headliner: Das Licht ging aus, Kunstschnee wurde versprüht und SUBWAY TO SALLY betraten die Bühne. Nach dem Intro wurde direkt die „Schneekönigin“ zum Besten gegeben. Die Band war in bester Spiellaune und präsentierte neben Klassikern wie „Sieben“, „Kleid aus Rosen“ oder „Die Ratten“ (die natürlich allesamt textsicher vom Publikum begleitet wurden) auch ein neues Stück vom kommenden „Mitgift“-Album namens „Die Schwarze Seide“. Auch Pyroeffekte kamen zum Einsatz, zudem ließ sich Eric zu „Das Schwarze Meer“ titelgemäß vom Publikum crowdsurfend über die Reihen tragen. Nach „Nichts ist für immer“ verschwanden die Deutschen einige Minuten hinter die Bühne. Anstelle von Zugabe-Rufen wurde – wie bei Sally-Konzerten üblich – der Refrain von „Julia und die Räuber“ immer und immer wieder intoniert, was natürlich nicht ungehört bleiben sollte. Doch erst einmal zeigte Gitarrist Ingo, wie gut er sein Instrument beherrscht und performte nur mit Eric an seiner Seite das stimmungsvolle „Maria“. Da kam Gänsehaut-Feeling auf. Nach „Veitstanz“ war dann Schluss mit der ersten Zugabe.

Das Publikum wollte die Band aber nicht von der Bühne lassen, ohne dass das obligatorische „Julia und die Räuber“ nicht doch noch gespielt würde. Mit einem lauten Chor sang man so lange, bis STS ein letztes Mal zurückkehrten und die Eisheilige Nacht mit DEM Klassiker nach gut 90 Minuten beendeten. In dieser Verfassung und mit solchen Line Ups sollte einer sechsten Auflage nichts im Wege stehen…

Setlist SUBWAY TO SALLY (ohne Gewähr)
Schneekönigin
Sieben
Schlagt die Glocken
Das Schwarze Meer
Wo Rosen Blüh’n
Die schwarze Seide
Feuerkind
2000 Meilen unterm Meer
Judaskuss
Feuerland
Die Ratten
Kleid aus Rosen
Nichts Ist Für Immer
Tanz auf dem Vulkan
Maria
Veitstanz
Julia und die Räuber

Copyright Fotos: Jörg Rambow

3 FRAGEN AN CHRIS HARMS (LORD OF THE LOST)

NACH DER EISHEILIGEN NACHT HATTE ICH NOCH KURZ GELEGENHEIT, MIT CHRIS HARMS VON LORD OF THE LOST ÜBER DAS FAST VERGANGENE JAHR ZU SPRECHEN. IM NACHHINEIN SCHEINT MIR DAS 2013 ERFOLGREICHSTE JAHR FÜR LORD OF THE LOST GEWESEN ZU SEIN. KANNST DU MIR DA ZUSTIMMEN? UND WIE LAUTET DEIN FAZIT?
2013 war für LORD OF THE LOST tatsächlich das erfolgreichste Jahr in der Bandgeschichte. Wir durften auf einigen Festivals spielen wie etwa WGT oder M‘era Luna. Und natürlich das “Gothic Meets Classic“-Festival, das schon ein sehr einmaliges Erlebnis war. Wir wollen natürlich wieder dorthin, speziell zu den beiden Erstgenannten, aber das dauert seine Zeit. Und das „Gothic Meets Classic“ war ein außergewöhnliches Erlebnis und eine Ehre für uns, das wir dabei sein durften, ob wir das jemals wiederholen können, sei dahin gestellt. Es wird schwer dieses Jahr zu toppen.
2014 GEHT’S AUF US TOUR. WIE GESPANNT SEID IHR DARAUF?
Die US Tour wird richtig Rock’n’roll, dreckiger Rock’n‘Roll. Das sind kleine Clubs, in denen wir spielen werden, richtig kleine Clubs. So wie wir vor 5 Jahren angefangen haben. Wir sind da nicht die große Nummer und spielen dementsprechend nicht in größeren Locations, wie vielleicht hier. Da heißt es kleine Brötchen backen. Wir sind da mit einer kleinen Crew unterwegs, weniger als hier, hier sind wir ja schon meistens mit 10, 11 Leuten on tour. Das wird dort ganz anders sein. Wir sind gespannt, wie das wird. Und wie wir dort aufgenommen werden. Da lässt sich gar nichts vorhersagen, wie die Tour ankommen wird.
DANACH GEHT’S HIER WEITER MIT DEM NEUEN ALBUM AUF DIE „INTO THE FIRE“- TOUR. KANNST DU DA SCHON WAS ZU SAGEN?
Das wird auch sehr spannend werden, da es das erste Mal sein wird, das wir alleine in so großen Hallen spielen werden. Sonst waren wir ja nie alleine unterwegs. Das wird dann das erste Mal in der 5 jährigen Bandgeschichte sein, in der wir diesen Schritt wagen. Sonst haben wir immer in kleineren Konzertstätten gespielt, aber diesmal werden es vergleichsweise Große sein, wie die Live Music Hall oder die Matrix. Das ist schon mit einem Risiko verbunden, ganz klar. Weil wir ja auch nicht wissen, wie die Tour ankommt. Es sind dann 6 Städte, in denen wir spielen werden. Wir lassen uns einfach mal überraschend und sind sehr gespannt auf das Ergebnis.

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