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ERIC FISH & FRIENDS – TIMBO UND BAND

Ort: Hamburg - Knust

Datum: 29.04.2013

Am letzten Kaskade-Tourtag stattete der FISH den Fischköppen einen Besuch im Knust ab, welches extra für die Akustiktour mit Bänken bestückt wurde. Da der Besucherandrang größer war als die Sitzplätze, ließen sich die Fans kurzerhand auf dem Fußboden nieder. Pärchen saßen oder lagen Arm in Arm auf dem Boden und bereits jetzt herrschte schon eine beschauliche Atmosphäre. Um diese intime Stimmung zu intensivieren, ließ es sich Eric nicht nehmen und kündigte die Vorband TIMBO UND BAND vor der Bühne aus stehend ohne Mikro an. Bei der Auswahl des Supports legt ERIC FISH darauf wert regionalen Bands oder befreundeten Bands eine Plattform zu geben.

Die junge Band, die noch nie vor so vielen Zuschauern gespielte hatte schlug sich sehr gut und das Publikum klatschte bei den ersten Takten gleich mit. Musikalisch passte die Band in den heutigen Abend der Singer/ Songwriter. Sie schafften die Hamburger sogar zu Mitmachaktionen wie Fingerschippen zu bewegen und einen wechselnden Männer- Frauenchor anzustimmen, wobei hier das erste Mal der Frauenchor lauter war. Am Ende kam sogar ein bisschen Gänsehautfeeling auf, als nur noch das Publikum den Refrain bei „Wie wir da so treiben“ sang und die Bandmitglieder sich am Bühnenrand versammelten und dem Publikum lauschten. TIMBO haben die Gäste gut auf ERIC FISH & FRIENDS mit der folgenden Songauswahl eingestimmt:

Setlist TIMBO UND BAND
Die Haut in der du steckst
Das Lebensfloß
Wenn die Welt zugrunde geht
Daheim
Nichts bleibt wie es war
Ich hab`s in der Hand
Wie wir da so treiben

Nachdem das Glockengeläut verklungen war, ergoss sich ein akustisches Wasserrauschen über das Publikum und bahnte sich seinen Weg direkt durch die Gehörgänge bis hinunter zur Blase. Nach einer gefühlten Ewigkeit betraten die fünf Musiker die Bühne und Eric nahm seinen Platz eingekreist von vier Saiteninstrumenten ein. Der Song „In der Kaskade“ vom neuen Album begann mit Rainers Mundharmonikaspiel. Es ging mit „Anders sein“ und der Aufforderung ans Publikum, energievoll den Refrain zu singen, weiter. Mit einem Pfeifen wurde das Stück „Ich werde verrückt“ angekündigt, kaum zu erwähnen, dass das Publikum aufgefordert wurde, mitzupfeifen, es jedoch nicht ganz so gut umsetzte. Mit Sicherheit haben aber einige dieses Ohrwurmpfeifen mit nach Hause genommen.

Trotz Kerzen und Akustikgitarren war das Konzert fernab vom Lagerfeuerromantikkitsch. Musikalisch überzeugten die Vollblutmusiker auf der gesamten Linie. Während des Konzertes wechselte Eric von einem Saiteninstrument zum nächsten. Gesanglich wurde er von Uwe und Rainer unterstützt. Das Cellospiel und die Klavierpassagen gaben der von Gitarren dominierten Musik eine besondere Note und hielten den Lagerfeuersound in Bann. Neben eigenen Texten vertont ERIC FISH auch Dichtkunst von Günter Kunert („Wie ich ein Fisch wurde“) und am heutigen Abend befand sich Björn-Constantin Klenke unter den Besuchern und er wurde aufgefordert, sogleich aus „Wie weit“ vorzutragen. Die engl. Coverversionen brachten leichtfüßigen Schwung – einige erinnerten an irische Sauflieder und führen zu Johlen und Mitklatschen. Um die Landratten auf ihren Auftritt bei der Metal Cruise einzustimmen, sollten die Zuschauer passend zum Song „Walk on the Ocean“ entgegengesetzt Schunkeln, um eine Wellenbewegung zu simulieren. Die Band hatte an diesem Abend mit einigen Mimositäten zu kämpfen. Erst war es durch den Einsatz des Nebelabzugs zu windig, dann kämpfte Uwe fortlaufend mit dem Monitor und es folgte noch die Bitte, auf das Kamerablitzen zu verzichten. Auch gab es eine Pause, die aber in Anbetracht an das umfangreiche Set angebracht war, hier sei ein Verweis auf das Alter der Musiker unangebracht.

Nach der Pause, als die Band „Traumfänger“ anstimmte, wurde das Knust durch Wunderkerzen, die vom Träumfänger-Fanclub angezündet wurden, erhellt. Um den Abend komplett zu machen durfte „Message in a (whiskey) bottle“ nicht fehlen. Dazu gab es neben der Whiskeyflasche eine einstudierte Choreografie, welche die Fans artig umsetzten und Uwe deswegen ein amüsiertes Lachen entlockt wurde. Zu dem Cover „Hush“ sollte Uwe, der den Song ausgewählt hatte, singen. Er hielt sich dann jedoch im Hintergrund. Dagegen freuten sich die Fans über ihren Refraineinsatz „NaNaNaaNaaa…“ bei diesem Stück umso mehr.
Da der „Indian Song“ noch mehr an Lagerfeuerstimmung erinnerte, nutzte die Band die Stimmung gleich aus, um das Fantreffen am 30.8. in Kirchscheidungen Unstrut anzukündigen. Bei „ The Thamoscher“ musste Eric leider feststellen, dass die Frau aus der Dritten Reihe verschwunden war. Zum Glück blieb die Stimme von Eric bei diesem Song standhaft, wenn auch nur das. Nicht nur die Tiefgarage schloss um 22 Uhr, auch die Verbindungen des öffentlichen Nahverkehrs ließen zu Wünschen übrig. So verließen zum letzten Song „Und ich lerne immer noch“ vorzeitig einige das Knust, um die letzte Bahn zu erwischen, denn man ist nicht mehr der/ die Jüngste.

Setlist ERIC FISH (ohne Gewähr)
Intro
In der Kaskade
Anders sein
Ich werd verrückt
Walk on the ocean
To the last whale
Wie ich ein Fisch wurde
Deine Tage
Farben
Der Schrei
Schuldig
Narren und Tyrannen

Traumfänger
Satt zu Essen
Wie weit
Love is a rose
The Thamoscher
Message in a (Whiskey) bottle
The Lily of the west
Hush
Indian Song
Und ich lerne immer noch

Zugaben…

Copyright Fotos: Sandra Dürkop

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