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FALLAWAY – QUEEN MOM

Ort: Rheda-Wiedenbrück - Kolibri

Datum: 02.09.2005

FALLAWAY – Nachdem es um die in Rheda-Wiedenbrück recht bekannte Band in letzter Zeit eher ruhig geworden ist, entschieden sich die 5, mal wieder Live in ihrer Heimatstadt aufzutreten. Aber faul waren die Jungs auf keinen Fall, begann mit diesem Konzert schließlich eine kleine, selbst geplante Tour durch Ostwestfalen-Lippe, auf der sie ihre neue, selbst aufgenommene EP verkaufen wollen. Im Dezember soll dann auch schon direkt ein neues (eigentlich erstes) Album rauskommen, Arbeit haben die 5 also wohl genug;)

Der Auftritt sollte dieses Mal im Kolibri stattfinden, einer Kneipe, in der es meines Wissens vorher noch nie ein Konzert gab, aber das muss ja nichts schlechtes heißen. Allerdings sah der Laden auf meinen ersten Blick doch recht klein aus, sollte das Konzert ähnlich voll werden wie die letzten. Als Supportband hatten sich FALLAWAY QUEEN MOM gesichert, die ihrer eigenen Meinung nach eher im Grunge-Bereich einzuordnen sind. Der Name kam mir irgendwie bekannt vor, der Sänger erklärte mir dann aber, dass es noch eine zweite Band mit gleichem Namen gäbe, die auch schon mal im Roadhouse aufgetreten ist (daher kannte ich sie auch;)) Die Mitglieder von QUEEN MOM legten auch gleich los, und heizten den Zuschauern ein. Allerdings war die Location wirklich nicht auf 250 und mehr Leute ausgelegt, so dass es extrem heiß war (erinnerte mich direkt an mein SOULFLY-Konzert, bei dem ich fast umgekippt wäre). Trotz der widrigen Umstände machten QUEEN MOM einen wirklich guten Job und legten einen ebensolchen Auftritt hin. Die „Mischung“ der einzelnen Bandmitglieder gefiel mir – das passte wirklich zusammen. Der Gesang war stimmlich in Ordnung und fügte sich nahtlos in die schönen gitarrenlastigen Melodien ein. Die Jungs hatten wohl auch einige Fans mitgebracht, so sah man eine junge Dame, die sich in ein selbstgemaltes QUEEN MOM Banner eingewickelt hatte. Nach einer guten Dreiviertel-Stunde hörten die Jungs dann auf und machten die Bühne für den lokalen Headliner des Abends frei. Die Verschnaufpause konnte auch jeder wirklich gut gebrauchen, sodass die meisten doch kurz auf die Straße gingen um Luft zu holen.

Dann kamen FALLAWAY – die gleich mit ihrem gewohnt guten Emo-Mix begannen. Der Besetzung (Gesang, Schlagzeug, Gitarre, Bass und ein DJ) sah man gleich an, dass sie ein eingespieltes Team sind, spielen sie doch schon seit ihrer Gründung 2001 zusammen und sind mittlerweile wirklich perfekt auf einander abgestimmt. Sogleich fingen auch ein paar Jugendliche an sich in den ersten Reihen zu bewegen und einen kleinen Pit zu initiieren, wofür sie bei den heißen Temperaturen echt Respekt verdient hatten;) Neben bekannten „Hits“ wie „Smell of Changes“, einem Titel, der damals mit Hilfe von Claus Grabke professionell im Studio aufgenommen wurde (Anmerkung für Unwissende: Sänger/ Gitarrist der ALTERNATIVE ALLSTARS), spielten sie auch viele neue Songs, die in letzter Zeit entstanden sind. Man merkte den 5 Jungs an, dass sich ihr Songwriting im Vergleich zu den Anfangstagen wirklich verbessert hat. Die Songs klingen viel runder und aus einem Guss, obwohl man auch den früheren Kompositionen einiges abgewinnen kann, sind diese doch etwas aggressiver und gradliniger. Aber jede Band entwickelt sich eben weiter, und langsam aber sicher haben FALLAWAY ihren Rhythmus gefunden. Mal mit ruhigen melodischen Parts und dann wieder mit klaren Shouts nehmen sie das Publikum mit auf eine Reise durch verschiedene musikalische Stilrichtungen.

Der Sound gefiel mir außerordentlich gut für diesen kleinen Club und die beschränkten Möglichkeiten. Der Mischer verstand eindeutig was von seinem Handwerk. Nach einer guten Stunde war der Auftritt dann leider schon vorbei, aber gelohnt hatte er sich auf jeden Fall. Lediglich die Location war für die vielen Leute zu klein gewählt, so dass keine wirklich gute Atmosphäre vor der kleinen Bühne aufkam und viele Leute sich eher draußen aufhielten, da es drinnen fast unerträglich warm war. Dafür kam es dann immerhin noch zu amüsanten Scharmützeln mit den staatlichen Ordnungskräften…

Copyright Fotos: Jürgen Wolharn

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