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FAUN – TROBAR DE MORTE

Ort: Bochum - Matrix

Datum: 07.11.2011

Eden-Tour 2011

Die Chronologie: Zu Konzertbeginn wurden die Räume zwar geöffnet, jedoch wurden die Fans zunächst nur bis in die Vorräume gelassen. Die Lautsprecherboxen in den faszinierenden Kellergewölben der Matrix stimmten die Gäste mit mittelalterlichen Klängen und den Möglichkeiten eines Drinks an der Bar auf das bevorstehende musikalische Ereignis ein. Um 20:00 Uhr dann war auch die eigentliche Bühnenhalle mit Gästen gefüllt – Die Musiker der spanischen Formation TROBAR DE MORTE betraten die Bühne und begannen mit ihrem Spiel. TROBAR DE MORTE, das sind Lady Morte (Gesang, Drehleier, Percussions, Lyrics, Keyboards Music Composition) als Frontfrau, Armand (Drum, Darbuka, Bass), Jose Luis Frías (Dudelsack, Flöten), Fernando Cascales (Violine, Bouzouki, Gitarren) und Marta Ponce an der Violine. Die reizende Stimme der Lady zusammen mit Geigen, Drehleier und vielen weiteren Instrumenten zaubern exotische Klänge, mittelalterlich verträumte Melodien und Tanzlieder hervor. Unwillkürlich meint man die Nebel über Avalon ziehen zu spüren, was durch die an Morgana erinnernde Frontfrau noch verstärkt wird. Nach einer Dreiviertelstunde wurden die Spanier dann zur Zugabe auf das Podium geklatscht.

Dann war die Zeit für die FAUNe gekommen. Hinter einem weißen Gardinenvorhang, der die Gäste davon abhielt, den Bühnenumbau mitzubekommen, betraten Fiona, Rairda, Oliver, Rüdiger und Niel die Bühne. Während der ersten beiden Lieder wurden Schattenspiele auf den Gardinenvorhang geworfen. Dafür stand ein entsprechender Projektor an der Rückwand der Bühne und beleuchtete die Musiker von hinten, so dass sich Fabelwesen und Vögel vorne auf der Gardine entlang bewegten. Was natürlich schlecht für die Konzertfotografen war (durch den Vorhang hindurch zu fotografieren lohnte sich nicht), aber umso besser für die Show. Ähnliches kann man auch zu den Nebelschwaden während des weiteren Konzerts sagen. Für „Rosmarin“ wurde dann der Vorhand geliftet und die Fans klatschten von Beginn an den Takt des bekannten FAUN-Titels. Anschließend wird der Bogen von keltischen und bretonischen („Adam Lay Ybounden“, Ynis Avalach“) über nordischen ( „Arcadia“, „Iduna“) bis hin zu orientalischen (“Hymn To Pan”, „Pearl“) Klängen gespannt. Dabei sind Lieder wie „Alba“ gut geeignet, die Gäste in Trance zu versetzen. Dennoch gab es auch Tanzlieder wie „Rhiannon“, ein Spring- und Schreitanz aus dem 12. Jahrhundert, allerdings hielt sich das Springen und Schreien der Gäste in Grenzen. Dieses Konzert an einem Montagabend war eher etwas für stille Genießer, die an ihre Partnerin/ ihren Partner gelehnt lieber sanft mitschaukelten. Die letzte Zugabe dann wurde erneut hinter dem Gardinenvorhang gespielt, womit die Show passend abgerundet wurde.

Eine phantastische Show, die für anderthalb Stunden den Alltag an einem Montagabend vergessen ließ. Trotz des für ein Konzert ungewöhnlichen Wochentages war die Kellerhalle gefüllt mit einem sehr gemischten Publikum aus allen Altersklassen, was nur für die Band spricht. Naturliebhaber und Freunde der Folklore sollten sich diese Konzerte nicht entgehen lassen und sollten unbedingt eines mit der spanischen Supportband besuchen; können aber auch auf die im Frühjahr startende Akustik-Tour gespannt sein.

Setlist FAUN
Lvpercalia
Zeitgeist
Rosmarin
Da Que Deus
Adam Lay Ybounden
Alba
Pearl
Arcadia
Iyansa
Iduna
Ynis Avalach
Rhiannon
Tinta

Wind & Geige
Hymn To Pan

Golden Apples

Copyright Fotos: Regina Knut

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