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FIDDLER’S GREEN

Ort: Essen - Turock

Datum: 15.01.2009

Eine Woche nach dem Verkaufsstart ihres neuen Albums „Sports Day At Killaloe“ und der damit verbundenen diesjährigen Konzerttour hatte ich am 15. Januar Gelegenheit, die Musiker auf und hinter der Bühne im Essener Turock zu erleben. Es war bereits die vierte Show innerhalb der ersten Woche und die Musiker wirkten noch lange nicht ausgepowert. Zwar etwas angeschlagen von der Erkältungswelle, aber das wurde im laufenden Betrieb kuriert, wie sie mir gestanden. Anzusehen war es ihnen nicht, schon gar nicht auf der Bühne. Ein volles Programm mit vielen Specials stand auf der musikalischen Speisekarten. Dabei performten die sechs Musiker einen Großteil der Songs von der aktuellen CD. Die Ausstattung der Bühne mit Pokal und anderen sportlichen Utensilien entsprach dem selbst gewähltem Thema der aktuellen Scheibe. Der Auftakt wurde ganz im Dunkeln vollzogen, blaues Licht und Nebelschwaden umtanzten das Schlagzeug, bevor der sportliche Wettkampf lautstark per Megafon vom „Gehörnten“ ausgerufen wurde.

Während das Flutlicht von der rückwärtigen Bühnenwand auf die Zuschauer hinab leuchtete, enterte die kleine Mannschaft die Arena. Im Gegenlicht konnten die Zuschauer nur die Silhouetten der Musiker erkennen. Noch während die Gäste in das blendende Flutlicht blinzelten, nahmen die Musiker ihre Instrumente auf und der Tanz begann. Wie bei FIDDLER’S GREEN und ihrem Speedfolk nicht anders zu erwarten in rasantem Tempo. Die Zuschauer und Fans wurden sofort mitgerissen. Es gab auf den Plätzen kein Halten mehr. Die Arme flogen in die Höhe, in ständigem Auf und Ab bewegten sich die Körper. Die Klassiker der Band wurden mitgesungen, oft war selbst bei den brandneuen Songs der Refrain bekannt. Die Show lief ohne Pause. Die schnellen, gelegentlich an Punk erinnernden Folksongs wurden immer wieder von Balladen unterbrochen. Dabei wurden die Gäste während der Show nicht außen vor gelassen. Bei manchem Stück holten sich die Musiker Verstärkung auf die Bühne. Fans übten sich im Stage diven, um von den Zuschauern hoch über dem Kopf durch den Saal jongliert zu werden. Eine Gruppe von T-Shirt-Trägern, mit der markigen Aufschrift „Halts Maul und tanz“ in Anlehnung eines Songtitels in der deutschen Übersetzung, wurde auf die Bühne geholt, um mit FIDDLER’S GREEN gemeinsam zu singen.

Während der ersten Zugabe, die „Albi“, der Leadsänger, mit einer rockigen Ballade bestritt, wurden Feuerzeuge im dunklen Saal in die Luft gehalten und in rhythmischer Bewegung geschwenkt. Nach mehreren Zugaben wurde schließlich der Abschluss gemacht, in dem alle, oder fast alle, Zuschauer auf die Bühne geholt wurden. Es passte schließlich keine Maus mehr dazwischen. Abgeschlossen wurde das feurige Konzert mit einer begeisternden Autogrammstunde, bei der die Fans hautnah an ihre musikalischen Freunde heran kamen, sich mit ihnen fotografieren lassen konnten oder auch mit einem Ale anzustoßen.

Copyright Fotos: Detlef Knut

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