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FLYING COLORS – BEARDFISH

Ort: Köln - Gloria-Theater

Datum: 17.09.2012

Die Idee, als neugegründete Band mit dem Debutalbum gleich auf eine Tour durch Nordamerika und Europa zu gehen, ist auf den ersten Blick ungewöhnlich. Wenn man allerdings bedenkt, dass die einzelnen Musiker in eben jener Band schon lange im Geschäft sind, wirkt es fast schon normal. Von dem Punkt, große Hallen oder gar Stadien zu füllen, sind FLYING COLORS allerdings noch weit entfernt. Stattdessen wird in kleineren Clubs, oder, wie in diesem Fall, in einem umgebauten Kinosaal gespielt.

Als Support-Act hatte man die schwedischen Prog-Rocker BEARDFISH ins Vorprogramm genommen. Die vier Jungs standen pünktlich um 20 Uhr auf der Bühne. und spielten fast eine Stunde lang Songs aus ihrem Repertoire. Nach dem Opener („And the Stone said If I could speak“) folgte eine kurze Ansprache, bevor es mit älteren Stücken weiterging. Den Schlusspunkt bildete „Voluntary Slavery” vom aktuellen Album “The Void”. Stilistisch passten die Skandinavier gut zum Hauptact und bildeten einen guten Auftakt, der Appetit auf mehr machte. Man konnte merken, dass das Publikum Blut geleckt hatte.

Setlist BEARDFISH

And the Stone said „If I could speak“
The Hunter
Destined Solitaire
Awaken the Sleeping
Voluntary Slavery

Es folgte eine Umbaupause, bis um 21:20 Uhr das Licht zum zweiten Mal gedimmt wurde. Angeführt von einem frenetisch begrüßten Mike Portnoy betraten die FLYING COLORS die Bühne und spielten wie schon auf dem Album als Opener „Blue Ocean“. Nach dem zweiten Song („Shoulda Coulda Woulda“) folgte eine Ansprache, die für einige Lacher sorgte. Beim Reden wechselten sich Casey McPherson und Mike ab. Letzterer deutete an, dass es mit nur einem Album schwierig werden könnte: „Wir können die Songs auch zweimal spielen.“ Je weiter der Abend fortschritt, desto deutlicher wurde es, dass dies nicht nötig ist. Zum einen wollte das Publikum manchmal minutenlang nicht aufhören, zu klatschen. Außerdem hatte die Band eine Reihe von Coversongs im Gepäck. Einen solchen spielte Casey nach einem weiterem Song aus dem Album – „Can’t find a Way“ von ENDOCHINE. Die nächsten Titel waren geprägt von fließenden Übergängen. Zunächst ein weiterer Song aus dem Album, dessen Outro gleichzeitig die ersten Takte von „Odyssey“ waren. Nach „Forver in a Daze“ blieb Casey alleine auf der Bühne zurück. Nur von einer akustischen Gitarre begleitet spielte er „Hallelujah”. Nun folgten erneut zwei Album-Stücke. Neal Morse verkündete anschließend, dass Mike den nächsten Song singen werde. Dieser war eine Nummer von DREAM THEATER – „Repentance“. Mit „June“ wurde der nächste Song von SPOCK’S BEARD gecovert. Mike verließ dafür seinen Platz am Schlagzeug und gemeinsam mit Casey an der Gitarre und Neal mit einer Mundharmonika sangen und spielten sie zu dritt.

Schließlich verließ die Band die Bühne. Wenig später kehrten alle zurück, um als finalen Track „Infinity Fire“ zu spielen, ein guter Schlusspunkt nach etwas mehr als zwei Stunden Spielzeit. FLYING COLORS und BEARDFISH lieferten mit diesem Abend den Beweis, dass es nicht immer eine große Kulisse braucht, um für eine gute Atmosphäre zu sorgen…

Setlist FLYING COLORS
Blue Ocean
Shoulda Coulda Woulda
Love is what I’m waiting for
Can’t find a Way
The Storm
Odyssey
Forever in a Daze
Hallelujah
Better than walking away
Kayla
Fool in my Heart
Repentance
June
All falls down
Everything changes

Infinite Fire

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