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GENTLEMAN – CHRISTOPHER MARTIN – JAHCOUSTIX

Ort: Münster - Skaters Palace

Datum: 15.12.2010

Während außerhalb der Sputnikhalle die Temperaturen in der Münster Nacht am letzten Mittwoch in den zweistelligen Minusbereich vordrangen, sorgte innerhalb der Location GENTLEMAN unterstützt und supportet von JAHCOUSTIX und CHRISTOPHER MARTIN für sommerliches Feeling und brachte etwas Sonnenschein in die Seelen der kältegeplagten Fans.

Pünktlich um 20 Uhr betrat zunächst ein wie immer von einem Ohr zum anderen strahlender JAHCOUSTIX mit seiner Akustikgitarre bewaffnet die Bühne, um die Zuschauer im dicht gefüllten Club langsam in Stimmung zu bringen. Es ist immer ein Phänomen bei Reggae-Konzerten. Ab der ersten Minute ist das Publikum schon bei den Vorbands dabei, während diese bei anderen Genres oft das Problem haben, ignoriert zu werden. Dies sollte auch an diesem Abend und bei JAHCOUSTIX nicht anders sein und so gab es ab dem ersten Song großen Applaus. Der 32jährige ist ja auch schon lange kein Unbekannter mehr in der Szene und konnte schon bei unzähligen Festivals oder als Support bei vielen internationalen Künstlern auf sich aufmerksam machen. Sein ruhiger Roots Reggae funktionierte auch an diesem Abend und so freute sich das Publikum über den netten Konzertauftakt und JAHCOUSTIX bedankte sich für die positiven Vibes mit einem Stück seines im nächsten Jahr erscheinenden neuen Albums, musste die Bühne dann aber noch 20 Minuten bereits für den nächsten Artist räumen.

Für diesen betrat dann schonmal THE EVOLUTION die Bühne und spielte in den kommenden 20 Minuten als Backing Band für Christopher Martin. In diesem Falle handelte es sich natürlich nicht um den gleichnamigen Frontmann von COLDPLAY, sondern um einen hoffnungsvollen Newcomer aus Jamaika, der das Publikum mit gefühlvollem Roots Reggae unterhielt. Seine wiederholten Aussagen, wie schön die Frauen in Münster seien, trugen sicherlich dazu bei, einen positiven Eindruck (zumindest beim weiblichen Publikum, welches aber in den ersten Reihen dicht gedrängt stand) zu hinterlassen und so bekam auch CHRISTOPHER MARTIN stets großen Applaus.

Im direkten Anschluss begann dann THE EVOLUTION mit dem Intro von GENTLEMAN und bei den ersten bekannten Tönen wurde der vormals laute Applaus ganz plötzlich ohrenbetäubend und unter großem Jubel rannte dann um 20.45 Uhr Tilmann Otto alias GENTLEMAN auf die Bühne. Mit Songs wie „Good old days“ und „Different places“, die lautstark mitgesungen wurden, begann GENTLEMAN das Konzert mit sicheren Hits, gab jedoch dann gleich Stücke seines aktuellen Albums „Diversity“ zum besten. An diesem Abend funktionierte fast alles, ab der ersten Minuten war das Publikum dabei und voller Euphorie. Nach „Intoxication“ folgte mit „Superior“ ein weiterer Höhepunkt, der gleich noch einmal gesteigert werden konnte, als GENTLEMAN CHRISTOPHER MARTIN zurück auf die Bühne holte und energiegeladen die Single „To the top“ performte. Dabei sangen beide zusammen gegen Ende in einem improvisierten Part zur Melodie „Sweet Dreams“ und als dann im folgenden Herr Martin das Publikum aufforderte, den Refrain noch einmal zu singen, wurde dem natürlich Folge geleistet. „Leider“ wieder „Sweet Dreams“, was zu Lachern bei GENTLEMAN und Co führte, und man bat nochmals das Publikum um den Refrain von „To the top“. Auch dieser Wunsch wurde prompt und gern befolgt.

Danach durfte CHRISTOPHER MARTIN noch einmal einen Roots Reggae Song allein performen und im Anschluss gab es ein Roots Reggae Medley von ihm, GENTLEMAN, den Background Sängerinnen TAMIKA und MAMADEE, bei dem die voherige hohe Geschwindigkeit der Songs gedrosselt wurde. Das Tempo steigerte sich dann aber wieder rasant, als GENTLEMAN mit „Runaway“ und „Leave us alone“ sein reguläres Set beendete. Doch „Leave us alone“ war scheinbar noch nicht deutlich genug, sondern machte bei den anwesenden Fans nur noch Lust auf mehr Reggae Music und so wurden Band und GENTLEMAN mit lautstarken Zugaberufen zurück auf die Bühne beordert. Der nun folgenden Zugabenteil hielt neben großartigen Songs noch ein paar weitere Überraschungen bereit. So gab es (für mich das erste Mal bei einem Reggaekonzert) ein Schlagzeugsolo, das in den Song „Dem gone“ überführte. Anschliessend durfte auch JAHCOUSTIX noch einmal zurückkehren und mit GENTLEMAN zusammen performen.

Schließlich gab es noch einen ganz besonderen Gast auf der Bühne, die GENTLEMAN offensichtlich an diesem Abend gerne teilte: Skateboard-Unternehmer Titus Dittmann stellte kurz sein Skate Aid Projekt vor und dankte dem Künstler für seine Unterstützung. Abschluss des Konzertes war dann ein von GENTLEMAN vorgetragener, nur mit dem Keyboard begleiteter ruhiger Song, der das Publikum nach nicht ganz 2 Stunden wieder zurück in die Kälte entliess.

Copyright Fotos: Karsten Rzehak

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