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GENTLEMAN – MARTIN JONDO – TIGER HIFI

Ort: Bielefeld - Ringlokschuppen

Datum: 27.11.2007

In der deutschen Reggaeszene ist er schon lange eine Ikone und auch im Ausland und auf Jamaika, dem Mutterland des Reggaes, findet er seit Jahren große Anerkennung. Mit seinem neuen Album „Another Intensity“ im Gepäck hat der Ausnahmekünstler GENTLEMAN seine Bielefelder Fans begeistert. Im ausverkauften Ringlokschuppen brachte er die etwa 3000 Zuschauer gemeinsam mit seiner „Far East Band“ in karibische Stimmung.

Mit TIGER HIFI und MARTIN JONDO war bereits das Vorprogramm äußerst hochkarätig. TIGER HIFI mussten leider so früh anfangen, dass viele Konzertbesucher den Auftritt der Band verpassten. Martin Jondo verzauberte das Publikum dann aber mit zahlreichen bekannten Reggaehits. Der Musiker begleitete sich selbst an der Gitarre und sorgte mit wenig Lautstärke für gute Stimmung, die auf den Hauptact vorbereitete.

Auch wenn der Kölner gesundheitlich angeschlagen war, was nicht zu überhören war, gab er doch sein Bestes, um das Publikum nicht zu enttäuschen. Vor allem mit Hilfe der herausragenden zwölfköpfigen Band im Rücken gelang ihm das auch überwiegend. Außer den Soloeinlagen der drei Backgroundsängerinnen, von denen besonders GENTLEMANs Lebensgefährtin Tamika mit dem Lied „Better Love“ für Gänsehautstimmung sorgte, beeindruckte die dreistimmige Bläsersektion der äußerst routinierten „Far East Band“ die Fangemeinde. Posaunen- wie Saxophonsoli fanden genau wie Basseinlagen gebührenden Platz im Programm. GENTLEMAN ließ außer vielen aktuellen Songs des neuen Albums auch einige seiner älteren Reggae-Melodien erklingen. Natürlich fehlten seine bekanntesten Hits wie „Superior“, „Dem Gone“, „Serenity“ oder „Leave Us Alone“ nicht. Etwas enttäuschend war jedoch, dass viele Songs nur ansatzweise und nicht bis zum Ende gespielt wurden. Unermüdlich heizte der insgesamt stimmlich leicht schwächelnde Sänger seine Fans wieder und wieder an und animierte sie zum Mitsingen. Gerade durch seine energiegeladene und ausdauernde Bühnenperformance sowie den sehr engen Kontakt zum Bielefelder Publikum zog der Meister des Roots-Reggae die Anhänger in seinen Bann. Fast ohne Pause lief der Herr auf der Bühne auf und ab, tanzte und stand kaum einmal für mehr als einen Augenblick still. Immer wieder verließ der Reggaemusiker die Bühne, um näher beim Publikum zu sein, Hände zu schütteln und die Stimmung anzuheizen. Die Zuschauer wurden mitgerissen und bildeten eine tanzende Menge, aus der sich Hunderte von jubelnden Händen in die Luft streckten. Kein Wunder also, dass dieser Mann so gefeiert wird. Denn wer trotz Krankheit so eine Show abliefert, ist wahrhaftig ein Ausnahmekünstler.

Copyright Fotos: Karsten Rzehak

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