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GHOST BRIGADE – BLACK TRAIN

Ort: Osnabrück - Bastard Club

Datum: 12.08.2009

Nachdem die junge Osnabrücker Formation BLACK TRAIN im vergangenen Jahr immer mal wieder auf heimischen Bühnen zu besichtigen war, stand sie an diesem Abend ein weiteres Mal im Bastard Club auf dem Programm. Und zwar auf der kleinen Bühne oben bei der Theke. Pünktlich um 21h ging es los, und zu diesem Zeitpunkt hatte sich nur eine Hand voll Zuhörer eingefunden. BLACK TRAIN ließen sich dadurch aber nicht irritieren und nahmen es mit Humor, ebenso wie die tropischen Temperaturen. Allein schon stilistisch passten sie zwar nicht ganz zum Headliner, aber nicht zuletzt durch ihre wirklich nette und lustige Art sorgten BLACK TRAIN dafür, dass die halbe Stunde Spielzeit doch recht unterhaltsam wurde. Großen Wiedererkennungwert bietet die rau-heisere Stimme von Fronter Dennis, für mich insgesamt jedoch eine Spur zu viel Gitarren-Gefrickel und etwas zu eintönig, aber was nicht ist, kann ja noch werden!
 
Setlist BLACK TRAIN
Justice Jack
The Disappointment
The Thorn in your Eye
Last Long Seconds
Schizophrenic Suicide
The Beast Inside
Fear Colliding
 
Um Punkt 22h legten dann auch schon die hoch gelobten GHOST BRIGADE los, die es auf ihrer Tour zum Release des neuen Albums „Isolation Songs“ quasi als Warm Up fürs Summer Breeze – wie man sieht – in den Bastard Club führte. Ungleich andere Bedingungen, aber man will ja nicht gleich übermütig werden. Die zu bespielende Bühne war für GHOST BRIGADE dann auch nicht nur aufgrund ihres Präsenz und ihres packenden Sets zu klein, sondern allein schon die Anzahl der Bandmitglieder – sechs – sprengte den Rahmen, so dass der Keyboarder diskret neben dem kleinen Podest, direkt vor der Theke, zwischen geparkt werden musste. Hatte schon irgendwas von Wohnzimmer-Atmosphäre, und ich bin mir recht sicher, dass GHOST BRIGADE im nächsten Jahr nur noch in Ausnahmefällen so nah zu beäugen sein werden. Auch als Konzertbesucher stand man nun doch ein wenig ölsardinig im Raum und musste sich mitunter schon gut recken und strecken, um die klitzekleinen Finnen sehen zu können. In Fronter Manne erkannte ich derweil frühe Züge eines KEITH CAPUTO, denn auch Ersterer verbrachte einen Großteil des Sets in seiner eigenen Welt, mit geschlossenen Augen und einem ganz eigenen Repertoire an Bewegungen – wenngleich noch deutlich subtiler als beim Exzentriker Keith, der im Übrigen diesen Spätsommer wieder auf deutschen Bühnen zu belauschen sein wird. Das, was besagter Manne da dann so von sich gab, kam jedenfalls wunderbar authentisch rüber und ich muss sagen, dass ich lange nicht mehr derart angetan von einem Konzert war! Zwischendurch verließ er dann auch die Bühne und ließ den Rest der Band musizierender Weise zurück, um sich dann nach geraumer Zeit wieder dazu zu gesellen. Einzig die etwas unterkühlte Art der Band könnte man als Manko auslegen, denn ein wenig mehr Freude über die deutlich positive Resonanz des Publikums hätte es dann schon sein dürfen. Im Komplettzustand drängten sich GHOST BRIGADE dann auch schon bereits nach 45 Minuten Spielzeit durch die Zuschauer in Richtung Backstage, ließen dann aber nicht lange auf sich warten, um noch etwas nach zu legen. Viel mehr war den Konzertbesuchern dann aber doch nicht vergönnt, so dass man im Endeffekt auf eine – eindeutig zu kurze – Spielzeit von rund einer Stunde kommt. Das oben bereits angesprochene neue Album gab es dabei fast komplett zu hören und ich kann jeder Freundin und jedem Freund von atmosphärisch düsteren Klängen der härteren Fraktion mit melodischen sowie aufbrausenden Parts nur nahe legen, da mal rein zu hören!

Setlist GHOST BRIGADE
Hold on Thin Line
Secrets of the Earth
Suffocated
Into the Black Light
Autoemotive
(Instrumental)
Architect of New Beginnings
Lost in a Loop
A Storm Inside
My Heart is a Tomb

Copyright Fotos: Karsten Rzehak

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