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GLASPERLENSPIEL – GARDENIER

Ort: Leipzig - Werk 2, Halle D

Datum: 21.03.2012

Am heutigen Mittwoch warteten ca. 200 Zuschauer, vor allem weibliche im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, auf die Newcomerband GLASPERLENSPIEL. Um 20 Uhr war der Auftritt des Elektropop-Duos im Leipziger Werk II angesetzt. Letztendlich ging es erst eine halbe Stunde später los, und das war auch gut so für uns, denn wir kamen wie immer zu spät.

Der Abend wurde von GARDENIER eingeläutet, zumindest ein Fünftel von ihnen waren anwesend, nämlich Daniel Gardenier und die „schönste Bassistin der Welt“ Yvonne Pauli, so wurde sie uns zumindest von ihrem Bandkollegen während ihres 30-minütigen Konzertes vorstellt. GARDENIER ist eine fünfköpfige Rock-Pop-Band aus Essen. Sie gründeten sich 2010 und 2011 hagelte es nur so von Newcomerauszeichnungen: (Bester Newcomer (1. Platz), Bester Deutscher Song (1. Platz), Bester Pop Sänger (1. Platz), Bester Rock Sänger (1. Platz), Bester Live Act (1. Platz) und Beste Rock Band (2. Platz). 2011 erschien auch ihr erstes Album „Aufab“. GARDENIER bezeichnen sich als eine Band zum „Anfassen“ und Mitmachen. Dabei ist es ihnen wichtig, Geschichten zu erzählen. Diese sind in Texte verpackt, die tief gehen und berühren sollen. Dass sie zum Mitmachen aufrufen, durften wir bei ihrem Auftritt selbst miterleben. Denn wir mussten kräftig mitsingen und mitklatschen. Vor allem bei „Schwindlig“ war unser stimmliches Können gefragt. Zu „Wir sitzen im selben Boot“ gab es ein Publikumsbattle zwischen Männern und Frauen. Die Frauen gewannen den stimmlichen Wettstreit, was wohl einfach daran lag, dass viel mehr weibliche Zuschauer anwesend waren… oder vielleicht lag es doch an ihrem Können? GARDENIER ist es gelungen, den Abend hervorragend einzuleiten und das Publikum von ihrem Können zu überzeugen. Mit „Das Beste“ (kommt zum Schluss) verabschiedeten sich die zwei von uns.

Nach einer kurzen Umbaupause erschienen dann GLASPERLENSPIEL. Wir wurden durch lautes, rhythmisches Trommeln begrüßt. Meine männliche Begleitung war gleich von Carolin Niemczyk, dem weiblichen Part, begeistert. Sie machte aber auch eine gute Figur auf der Bühne. Die Dame trug schwarze, kurze Shorts, mit einer frechen Strumpfhose und einem flippigen schwarz-weißem Shirt. Ihre blonden Haare wippten rhythmisch zur Musik. Daniel Grunenberg dagegen zappelte wild hinter seinem Keyboard herum. Er bewegte sich so schnell, dass mein Fotograf Schwierigkeiten hatte, ihn scharf zu fotografieren. Vor allem die ersten Lieder waren sehr energiegeladen. Wir wurden mit „Beweg dich“ willkommen geheißen. Weiter ging es mit „Magnetisch“, „Traumschiff“, „Alles auf Anfang“ und „Risiko“, bei diesem Lied war wieder das Publikum gefragt und man unterstützte die zwei mit lauten Stimmen und einem „oh ho“. Dieses Lied ist übrigens nicht auf ihrem Debütalbum „Beweg dich mit mir“ zu finden. Caroline und Daniel freuten sich sehr, in Leipzig oder besser in „Leiptzsch“ zu sein, denn das hatten sie am Nachmittag bei einem Interview gelernt und sie gaben sich allergrößte Mühe „Leiptzsch“ richtig auszusprechen, was ihnen auch ganz gut gelang.

Die tanzgeladenen Lieder wurden durch den ruhigen Song „Das Gleiche“ unterbrochen. Caroline forderte zum Kuscheln und Feuerzeuge schwingen auf. Danach ging es aber gleich wieder rockig mit „Tanzen“ sowie der neuen Single „Ich bin ich“ weiter. Kurz vor Schluss spielten sie den bis dato bekanntesten Titel „Echt“. Dieser schaffte es immerhin auf Platz zehn in den deutschen Charts und man erhielt dafür die Goldene Schalplatte. Sie bedankten sich beim Publikum für diese Auszeichnung, denn ohne die Fans hätten sie diesen Preis nicht erhalten. Mit „Freundschaft“ endet das anderthalbstündige Konzert. Natürlich rief das Auditorium nach Zugabe, diese gab es auch prompt. Noch einmal kamen wir in den Genuss von „Echt“, diesmal in einer Remixversion. Hier legte sich Daniel noch mal richtig ins Zeug. Überhaupt hatte man bei ihm die ganze Zeit das Gefühl, dass er alles gibt und es ihm riesigen Spaß macht, auf der Bühne zu stehen und er über den Erfolg der Band total glücklich ist. Caroline und Daniel sowie der Drummer verabschiedeten sich endgültig mit der Ballade „Herzschlag“ vom „Leiptzscher“ Publikum.

Die Band aus Stokach (Baden-Württemberg) überzeugte an diesem Abend mit ihrer frischen und energiegeladenen Show und ihren Stimmen, vor allem Caroline. Daniel muss ein bisschen noch den Sprechgesang üben oder sich auf das Singen spezialisieren. Auch wenn musikalisch noch nicht sehr facettenreich, geben sie ihrer Musik durch die gut verständlichen Texte eine große Vielfalt. GLASPERLENSPIEL könnte man schlussendlich vielleicht als Mischung aus DIE PERLEN und KLEE bezeichnen. Nach Konzertende waren beide Bands beim Merchandise-Stand präsent und bediente die Autogrammwünsche der Fans.

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