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GREGORIAN – MASTERS OF CHANT (CHRISTMAS TOUR)

Ort: Bielefeld - Altstädter Nicolaikirche

Datum: 02.12.2007

Natürlich verschließt sich auch der gemeine Terror-Mitarbeiter nicht dem Fest der Liebe, aber der Terrorverlag auf der Gästeliste für die Gregorian – Christmas Tour, das darf einem schon ein Lächeln entlocken. Zudem wurden wir auch noch Zeuge der Deutschlandpremiere dieser Tour, den passenden Rahmen sollte an diesem Abend des ersten Advents die Altstädter Nicolaikirche im Herzen von Bielefeld bieten, um diese Jahreszeit umringt von zahlreichen Weihnachtsmarktbuden. Als Starttermin war 20.30 Uhr angegeben, doch als wir um kurz nach 20.00 Uhr die Kirche betraten, war diese schon bis auf den letzten Platz gefüllt, so dass wir, da es auch keine reservierten Presseplätze gab, mit Klappstühlen im hinteren Eck der Kirche vorlieb nehmen mussten. Die Sicht war entsprechend eingeschränkt, doch dieses Schicksal teilten wir mit noch etlichen Zuhörern, die nicht mehr im Mittelschiff oder auf der Empore Platz gefunden hatten und für diesen Abend einige Euros hinblättern mussten. An die 1000 Menschen mochten versammelt sein, ein derartig volles Haus hat der Pfarrer vermutlich ansonsten nur an Heiligabend.

Punkt 20.30 Uhr gingen dann alle Lichter aus und Amelia Brightman (richtig, die Schwester von Sarah) eröffnete den Abend mit Schuberts „Ave Maria“, in dessen Mitte nun 8 in violette Samtgewänder gekleidete „Mönche“ von hinten die Kirche betraten und den Gesang aufnahmen. Begleitet wurden sie von Jan Eric Kohrs an Orgel und Keys und Gunther Laudahn an der Gitarre (beide auch als Produzenten des Sakral-Pops tätig). Dem Motto des Abends getreu folgte nun zuerst ein Block von Weihnachtsliedern, darunter natürlich unvermeidbar „Silent night“, aber auch „Child is born“ – für uns mit Michael Holms „Tränen lügen nicht“ ja gänzlich anders belegt. Dabei wechselten die Mönche bei stimmungsvollem Licht gerne mal ihre Positionen und nahmen erneut Amelia in ihre Mitte, die in elegantem Abendkleid und mit engelsgleicher Stimme weiblichen Liebreiz versprühte. „Child in a manger“, das wir dank Cat Stevens als „Morning has broken“ kennen, beendete vorerst die Weihnachtssektion und zu „Greensleeves“ und in entsprechend grünes Licht getaucht wandten sich die Gregorians nun weltlicheren Klänge zu. Hier fand nun jede im Publikum vertretende Generation ein Cover seiner Heroen, sei es „Crying in the rain“ von den EVERLY BROTHERS für die Altvorderen, „Mad world“ von TEARS FOR FEARS für die Terrorfraktion oder „Angel“ von ROBBIE WILLIAMS für die Jugend. Eigenkompositionen wie „Circles“, Kuttenwechsel von violett auf weiß, ein reines Vokalstück und die abermalige Unterstützung durch Amelia lockerten das insgesamt 90-minütige Set auf, das am Ende mit stehenden Ovationen bedacht wurde. Als Zugabe schloss sich der Kreis mit einem weiteren Weihnachtsklassiker: John Lennons „Happy christmas“ entließ die Zuschauer mit warmen Herzen in die stürmische Nacht.

Setlist
Ave Maria
Silent night
Child is born
Sweeter the bells
Bleak midwinter
Peace on earth
Child in a manger

Greensleeves
Miracle of Love
Circles
Mad world

Crying in the Rain
Sacrifice

Moment of Piece
Angels
Fix you

Chant

Hymn

Happy Christmas

Copyright Fotos: Karsten Thurau

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