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HATESPHERE – THE DYING – ARTAS

Ort: Hamburg - Logo

Datum: 14.04.2009

Ganze 1.5 Jahre ist es schon her, dass HATESPHERE von ihrem charismatischen Fronter Jacob Brehdal Abschied nehmen mussten und so manch einer prophezeite den Abstieg der Band. Doch seit Ende März hat man nun das erste Album mit Neusänger Jonathan „Joller“ Albrechtsen am Start und Fans dürfen die Truppe nun auch schon zum 2. Mal damit auf Tour erleben. Auch wenn hier große Fußstapfen auszufüllen und meine Zweifel sicher nicht klein waren, so kann man vorweg schon sagen, dass die Dänen ihre Fans nicht enttäuschten.

Los ging’s erstmal mit ARTAS, die die kleine anwesende Menge schon so unglaublich in Fahrt brachten, wie man es nur selten bei einem recht unbekannten Opener erlebt. Hochmotiviert, routiniert und dennoch voller Spielfreude gingen die Österreicher zur Sache und entfachten so sogar einen äußerst amüsanten 2-Mann Moshpit. Wer sagt, dass immer nur die Größe zählt? Neben deutschen Texten (mutig) hat man sich sogar an COOLIOs 90er Jahre Superhit „Gangsta’s Paradise“ rangetraut (noch mutiger), schon erstaunlich, dass dieser Song metallisch aufgemotzt so rockt! Erste Sahne!

Obwohl THE DYING musikalisch noch eine Ecke interessanter und variabler rüberkamen, hatten sie ein weniger glückliches Händchen mit der Menge. Auch war am allzu neu aussehenden Master of Puppets-Shirt des Bassisten das junge Alter der Band deutlich erkennbar, doch hatte man eine zündende Mischung aus Old School Thrash Riffs, Melodeath Solos und markantem rauen Gesang dabei, die bei dem ein oder anderen immerhin stetes Kopfnicken auslöste.

Dass HATESPHERE auch mit neuem Sänger rocken würden, hatte ich bestenfalls erwartet und auf jeden Fall gehofft, dass der nun nicht mehr ganz „Neue“ aber abgehen würde wie Schmitz Katze, war doch eine willkommene Überraschung. Mit ähnlich viel Elan und vor allem einem Jacob Bredahl ehrwürdigen Organ füllte Jonathan Albrechtsen seine Rolle und die (wenn auch nicht große) Bühne wirklich vollkommen aus, zog Grimassen wie sein Vorgänger und konnte auch ähnlich charismatisch mit dem Publikum umgehen, das ja „für einen Dienstagabend“ (O-Ton) recht munter war. Daraufhin wurden gleich mal ein paar „Tuesday is weekend“ Sprechchöre laut, was fortan nun das Motto des heutigen Abends werden sollte, denn auch wenn sicher nicht mehr als 80 Nasen (wirklich schade) erschienen waren, verwandelten diese, selbst einige Hemdenträger, den Platz vor der Bühne in ein moshendes Kollektiv. Schön zu sehen, dass die Dänen immer noch mächtig abgehen!

Setlist HATESPHERE
To The Nines
Even If It Kills Me
500 Dead People
Deathtrip
Heaven Is Ready to Fall
Backstabber
Cloaked in Shit
The Slain
The Writings on the Wall
Forever War
The Coming of Chaos
Disbeliever

Sickness Within
Oceans of Blood

Copyright Fotos: Juliane John

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