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HELLCITY PUNKS – OVER BODY FREE

Ort: Hamburg - Headcrash

Datum: 08.04.2009

Gerade erst haben sie ihre Debüt-EP veröffentlicht, schon hatte man in Deutschland das Vergnügen, die Finnen HELLCITY PUNKS auf ihrer ersten Minitour außerhalb der Heimat zu erleben. Eine flotte Sache, wo man doch sonst manchmal bis zu 3 Alben abwarten darf, bis man so einige Bands aus dem hohen Norden mal hierzulande zu Gesicht bekommt. Natürlich durfte man bei einem solchen Gig noch keine allzu große Gefolgschaft erwarten (wohl schon gar nicht unter der Woche im ohnehin übersättigten Hamburg), und so hatten sich nur wenige Nasen im Headcrash nahe der Reeperbahn eingefunden, doch positiv gedacht wird man in ein paar Jahren zurückschauen, wenn die Band zu bekannter Größe herangewachsen ist, und sagen: „Ja, damals als sie noch im Headcrash gespielt haben…“

OVER BODY FREE als Opener zu bezeichnen, ist vielleicht ein bisschen zu viel des Guten, denn mit gerade einmal 5 Songs bot man doch nur einen kleinen Einblick in das sowieso recht vielseitige Bandrepertoire. Ein bisschen Metal, ein bisschen „etwas von allem“ würde ich es mal nennen, insgesamt sicher ne Spur zu derb für den durchschnittlichen Glam/ Punk- Fan, wie auch Sänger Henbag angekündigte „Jetzt gibt’s erstmal was Hartes auf die Ohren“. Die Zukunft wird zeigen, wo die Deutschen ihre Nische finden werden.

…damals im Headcrash also, als die Truppe eine Bandprobe mit Publikum abhielt, damals waren wir schon dabei. In der Tat haben manch komfortablere Proberäume sicher eine ähnliche Größe (und bessere Beleuchtung), doch davon ließen sich die 5 Finnen nicht beirren und rockten mit dem Opener ihrer EP „My Show“ munter drauf los. Sänger Janze gab sich ganz als „erfahrener Rockstar“ und auch Drummer Dennis wusste, wie man hinterm Kit Aufmerksamkeit erregt und ließ sogar nach etwa der Hälfte des Sets die Hüllen fallen, um seinen trainierten Oberkörper zu präsentieren. Da die Band mit nur einer 5 Song EP relativ wenig Material hat, wurden neben älteren Demostücken (?) natürlich noch einige Coversongs gespielt, so z.B „Fight for Your Right“, der seine Wirkung nicht verfehlte. Mit 13 Songs bot man den Fans so einiges und machte das Beste aus der Situation. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Finnen in Zukunft eine gebührliche Fangemeinde zusammenspielen können.

Copyright Fotos: Juliane John

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