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HOLI FESTIVAL OF COLOURS 2014

Ort: Hamburg - Parkplatz Imtech Arena

Datum: 10.05.2014

Musikalisches Line Up: FLATFOOT JONES – BOMBAY BOOGIE SOUNDSYSTEM – AKA AKA – SCHLUCK DEN DRUCK – ESKEI83 – MOGUAI

Das diesjährige Holi Festival of Colours hatte am 10.5.2014 seinen Auftakt in Hamburg und wird noch in weiteren Städten europaweit stattfinden. Hamburg, Berlin und Dortmund sind bereits ausverkauft, was ein beachtlicher Achtungserfolg ist, wenn man bedenkt, dass die Veranstalter das Farbfestival erst zum zweiten Mal organisieren. Den Ursprung hat das Fest im Norden Indiens, um den Frühling zu begrüßen, wobei man sich mit Farbpulvern bewirft. Dabei sind die Unterschiede zwischen den Kasten, den Geschlechtern, dem Alter und dem gesellschaftlichen Status in dieser Zeit aufgehoben.

Der Frühling hatte sich in Hamburg an diesem Tag leider von seiner schlechten Seite gezeigt. Der Regen und die Kälte konnten die Besucher jedoch nicht davon abhalten, gut gelaunt zu tanzen und zu feiern. Frei nach dem aktuellen Festivalmotto „be happy“ füllte sich der Parkplatz zusehends, so dass um 15 Uhr die Fläche vor der Imtech Arena in einem Menschenmeer versank, das dem schlechten Wetter trotzte. Mit Hilfe von reichlich Alkohol und dem indischen Spirit „wir sind alle gleich“ tanzten 20.000 Besucher ausgelassen zu Technobeats und Hip Hop-Sound. In dem Preis von 27,99 waren nicht nur fünf Farbpulverbeutel enthalten, sondern auch musikalisch war ein interessantes Paket mit SCHLUCK DEN DRUCK, ESKEI83 und MOGUAI geschnürt. Außerdem gab es noch eine Local Heroes Stage, für all jene, die eine Auszeit von dem großen Trubel benötigten. Dort traten VIKTOR Czyzewski, MikAH, MARC.WEEKEND, AUDIOEXTREM und RUBEN SKY auf.

Waren die Farbbeutel aufgebraucht, so konnte man auf dem Gelände Nachschub besorgen. Hatte auch das Vorglühen auf dem Weg zum Festivalgelände nicht ausgereicht, so gab es genügend Nachschub an Bier und die Bezahlung erfolgte mit dem Holi Bon. Reichte der Regen nicht aus, um sich von der Farbe zu befreien, so gab es Waschmöglichkeiten. Auch an die Beseitigung der Farbpulververpackungen haben die Veranstalter gedacht und schickten Müllsammler durch die Menge.

Auf der Mainstage brachten BOMBAY BOOGIE SOUNDSYTEM mit ihrem Ravesound die Masse zum tanzen und zählte um 15 Uhr den ersten Countdown zum kollektiven Farbpulver werfen an. Nun folgte zu jeder vollen Stunde ein erneuter Countdown. Zwischen den Countdowns wurde sich warmgetanzt, von Innen mit Bier befeuchtet und wer noch nicht mit Farbe übersät war, der wurde heimlich beworfen.

Erfahrene Holifestivalgänger erkannte man an ihrem Mund-, Augen – und Haarschutz. All jene, die nur an weiße Kleidung gedacht hatten kämpften hin- und wieder mit Farbpulver im Mund und tränenden Sehorganen. Neben einfallsreiche Kopfbedeckungen sah man extreme Sonnenbrillen, Neon und Plastikblümchen allerorts. Eine Gruppe junger Frauen trug weiße Tücher , die wie Saris umwickelt waren. Leider gab es nur Wenige, die das Thema aufgegriffen hatten. Mit Stelzenläufer und einer Tänzerin, die sich ihren Weg durch die Menschenmenge bahnte, wurde ein netter Versuch unternommen, das indischen Flair auf einem Parkplatz heraufzubeschwören. Das scheint aber bei einer Massenveranstaltung ein vergebliches Unterfangen zu sein. Gäbe es Currywurst, so hätte man dieses als eine moderne Hommage an das indische Curry verkaufen können. In Anbetracht an die überproportionale Präsenz von Bier- im Verhältnis zu den Essensständen hatte die Altersbeschränkung von 18 Jahren seine Berechtigung.

Obwohl AKA AKA gerade eine Version des Songs „Just can ‚t get enough“ spielten, verließen einige Besucher auf Grund von Kälte und Regen bereits um 16 Uhr das Gelände. Unablässig strömten noch reinweiß Bekleidete in Richtung Eingang, denn musikalisch gab es u.a. noch MOGUAI. In den öffentlichen Verkehrsmittel wurden die buntgefärbten Gestalten skeptisch bis amüsiert aus dem Augenwinkel beobachtet. Einige rätselten hingegen, ob das Holi Festival of Colours bereits zu Ende sei. Natürlich ging die Veranstaltung noch bis 22 Uhr und dank Alkohol und tollem Lineup tanzen die Hamburger im gefärbten Matschregenwasser happy zu Technobeats. Drücken wir für die anderen Städte die Daumen, dass dort der Frühling bereits angekommen sein wird.

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