Konzert Filter

HURRICANE 2007 – TAG 3

Ort: Scheeßel - Eichenring

Datum: 24.06.2007

Nach einer kurzen, aber erstaunlich warmen Nacht weckte mich tatsächlich die Sonne! Sollte der Regen womöglich der Vergangenheit angehören? Es schien fast so, aber sicherheitshalber habe ich doch gleich mal das Zelt abgebaut, wer wusste schon, ob ich es später noch trocken ins Auto bekäme. Sogar richtig heißes Wasser und keine Schlangen bei den Duschen – der Tag fing wirklich verheißungsvoll an, da konnte es auch auf dem eigentlichen Festivalgelände nur positiv weitergehen, also auf ins Getümmel!

Meine erste musikalische Begegnung des Tages sollte mich mal wieder nach Skandinavien führen, genauer gesagt nach Schweden. Von dort kamen SUGARPLUM FAIRY, die im schönsten Sonnenschein auf der Green Stage aufspielten. Zwar hatte der Wind mit dem Backdrop leichtes Spiel, aber man konnte herrlich entspannt in dem spärlich verbliebenden Gras liegen. Allerdings ist die Musik der fünf Jungspunde nicht unbedingt dazu angetan, faul rumzuliegen, vielmehr geht der rockige Sound ziemlich schnell in die Beine und zwingt zu rhythmischen Bewegungen. Unüberhörbar bedient sich das Quintett bei Vorbildern wie den BEATLES oder OASIS, kopiert jedoch nicht plump, sondern bringt das Ganze in ein frisches, zeitgemäßes Gewand, auch wenn hier und da die Sixties durchklingen, wie beispielsweise bei „It Takes Time, It Takes Two“, das von ihrer zweiten Langrille „First Round, First Minute“ stammte. Vom gleichen Silberling waren auch „“Don’t Wake Us Up“ und „She“, die mit treibenden Gitarren gefielen, während die neue Singleauskopplung „Let Me Try“ später am Abend sicher für ein Feuerzeug-Meer gesorgt hätte – eine schöne Ballade mit starker Gitarren-Fraktion. Auch vom Erstling „Young & Armed“ hatten die Norén-Brüder Victor und Carl, die sich den Gesang teilen, und ihre Mitstreiter David Hebert (Bass/Keyboard), Kristian Gidlund (Drums) sowie Jonas Carlson (Lead Guitar) einige Tracks mitgebracht. Mit „Morning Miss Lisa“ wurde es wieder ein wenig retro, bevor sich Carl zu einer Akustikversion des OASIS-Burners „Wonderwall“ in die Menge begab und die Anwesenden singen ließ. Das ruhige, ebenfalls akustisch vorgetragene „Sweet Jackie“ war dem Hurricane-Publikum gewidmet, dann teilten uns SUGARPLUM FAIRY ihre Abneigung gegen Rechte mit und warfen ein „Laut gegen Nazis“-T-Shirt in die Menge. Übrigens stand das gesamte Festival unter diesem begrüßenswerten Motto. Das leicht hillbillymäßige „Sail Beyond Doubt“ beendete den erfrischenden Auftritt der Schweden, die gern noch etwas länger hätten spielen dürfen. Wer jetzt überlegt, den Namen Norén schon mal in einem anderen Zusammenhang gehört zu haben, liegt nicht falsch. Carl und Victor haben noch einen großen Bruder. Der heißt Gustav und spielt bei MANDO DIAO, eine wahrlich musikalische Familie die Noréns…

Ob JULIETTE LEWIS aus ähnlich künstlerisch ambitionierten Verhältnissen stammt, weiß ich nicht. Mir ist nur bekannt, dass sie ebenso wie ihre Eltern Scientologin ist und zu den wenigen Schauspielerinnen (u.a. „Natural Born Killers“, „From Dusk Till Dawn“, „Kap der Angst“) gehört, die auch singen können. 2003 gründete sie ihr Band THE LICKS und hat es inzwischen auf drei Veröffentlichungen gebracht, von denen sie einiges auf dem Zettel hatte, neben drei noch unveröffentlichten Songs, die das zappelige Energiebündel ebenfalls in petto hatte. Angetan mit einem Indianer-Federschmuck, wie sie ihn auch auf dem Cover ihres letzten Albums „Four From The Floor“ trägt, kam die Dame auf die Blue Stage und rockte gleich ganz Scheeßel in Grund und Boden. Entweder war sie über irgendwas sehr sauer oder Miss Lewis verfügt über ziemlich viel aggressives Potenzial. Auf jeden Fall wirkte sie zeitweilig doch sehr angestrengt, vielleicht ist es aber auch nur Teil der Show. Wie dem auch sei, erstens muss sie ein unglaublich gutes Stretching-Program absolvieren, so weit, wie sie sich nach hinten verbiegen kann und zweitens hat sie einfach fetten Garagenrock meets Punk dargeboten. Egal, ob es sich um aktuelle Stücke wie Hot Kiss“, „Sticky Honey“, Purgatory Blues“ oder „Bullshit King“ handelte oder ein älterer Song angestimmt wurde: Hier gab’s durchgehend volle Breitseite und Juliette schonte weder sich noch andere. Da musste zwischenzeitlich auch die Kopfbedeckung dran glauben oder das T-Shirt fallen (sie hatte aber noch was drunter!). Zusammenfassend kann ich nur sagen: Wirbelwind trifft auf Hurricane!

Nicht minder energiegeladen ging es bei PORCUPINE TREE zur Sache, denen ich noch ein halbes Stündchen lauschen durfte, wovon allein die ersten zehn Minuten einer verkürzten Version von „Anesthetize“ gehörten. Auf dem 2007er-Album „Fear of A Blank Planet“ hat der Track sogar noch acht Minuten mehr, in Prog Rock-Gefilden nicht unbedingt ungewöhnlich. Wer auf psychedelisch angehauchten Spacerock mit einer gehörigen Portion Metal steht, kommt an PORCUPINE TREE nicht vorbei und das, was Mastermind Steve Wilson und seine drei Mitstreiter Richard Barbieri (Ex-JAPAN, Keys), Colin Edwin (Bass) und Gavin Harrison am Schlagzeug ablieferten, war allererster Güte. Sphärische Klänge, gekoppelt mit fetten Gitarrenriffs und Drumstakkati krochen direkt ins Hirn und weckten ein sehr, sehr großes Verlangen nach mehr, doch mussten die Engländer leider die Green Stage für die KINGS OF LEON räumen, die als nächste gelistet waren.

Bei den vier Burschen aus Tennessee handelt es sich im die drei Followill-Brüder Caleb, Nathan und Jared und ihren Cousin Matthew Followill. Solltet Ihr Euch jetzt über die Ansammlung biblischer Namen wundern, so sei Euch gesagt, dass Vater Leon Wanderprediger der Pentecostal Church war (bis sich herausstellte, dass er im Beisein von Gemeindemitgliedern immer häufiger die Robe ablegte und im Adamskostüm eine ganz andere Lehre predigte). Ständig unterwegs und nur selten lang genug in einer Stadt, um Freunde zu finden, ist man auf die Familie angewiesen und macht erste musikalische Gehversuche im Kirchenorchester. Doch mit Ende von Papas Prediger-Dasein war auch die Zeit für musikalische teuflische Versuchungen gekommen und der Rock ’N’ Roll nahm Einzug im Leben der jungen Followills, die einen Crashkurs durch die Musikgeschichte der letzten Jahrzehnte absolvierten und eine Band gründeten: Die KINGS OF LEON waren geboren und von nun an war Oldschool Rock bei den Jungs angesagt. Entsprechend ging’s auch rund am Eichenring. Von der ersten Minute an wurde auf der Bühne ohne Rücksicht auf Verluste gerockt, so dass sich auch das umfangreiche Auditorium kaum widersetzen konnte und ebenfalls alles gab. Natürlich hatten die Jesus-Lookalikes einiges von ihrem aktuellen Werk „Because of The Time“ im Anschlag. Sei es das fette „My Party“ mit seiner irgendwie zarten Unternote, das rhythmusbetonte „On Call“ oder das etwas sperrige „Mc Fearless“, stets gaben die Langäxte volle Breitseite, sorgten die Drums für einen ordentlichen Drive und trieb Calebs kratzige Stimme immerwiederkehrende wohlige Schauer über den Rücken. Die Damen in den vorderen Reihen werden bei dem geballten Testosteron in front eh keine Chance mehr gehabt haben und sind dem Quartett inzwischen hoffnungslos verfallen.

Über einen ebenfalls recht charismatischen Sänger verfügen die EDITORS mit ihrem Tom Smith. Das Quartett Smith (Gesang & Gitarre), Chris Urbanowicz (Gitarre), Russell Leetch (Bass) und Ed Lay (Schlagzeug) hat sich an der Staffordshire Universität im Kurs „Music Technology” kennen gelernt und verfügt über ein abgeschlossenes Musikstudium. Mit den EDITORS kam einmal mehr Indie auf die Blue Stage, diesmal mit unüberhörbaren Anleihen bei ECHO & THE BUNNYMEN und JOY DIVISION, deren Sänger Ian Curtis die Vorlage für Toms Bariton gewesen sein könnte. Der legte mit „Bones“ der 2007er VÖ „An End Has A Start“ auch gleich stimmgewaltig los, während er gemeinsam mit seinen Kollegen für treibende Beats sorgte. Daneben gab es auch ruhige Nummern wie „Smokers Outside The Hospital Doors“ und auch ein E-Piano kam hier und da zum Einsatz, das auch bei flotten Stücken wie „The Racing Rats“ gute Dienste tat. Obgleich mit elektronischen Einsprengseln versehen, setzten die EDITORS auf versierte Gitarrenarbeit, den Rest erledigte die mitreißende Gesangsleistung von Mr. Smith und es ward eine grandiose Darbietung.

Als heimlicher Headliner der Hurricanes wurden im Vorfeld PLACEBO gehandelt, inzwischen bereits alte Bekannte in Scheeßel. Offensichtlich wollten ziemlich viele nach ganz weit vorn, denn schon sehr früh gab es keine Chance mehr, in den vorderen Wellenbrecher-Bereich zu kommen. Dank der großen Leinwände war aber auch weiter hinten eine gute Sicht garantiert und außerdem war dort auch mehr Platz zum Tanzen und dazu sollte es noch reichlich Gelegenheit geben. Während im Hintergrund der Green Stage ein großes Backdrop mit zwei spiegelgleichen Babyköpfen erstrahlte, zog vorn Mr. Brian Molko alle Aufmerksamkeit auf sich. Angetan mit einer schwarzen, eng anliegenden Lederjacke im Military-Look, schwarzer Kurzhaarfrisur und ausreichend Augen-Make Up sorgte er ab der ersten Minute für gute Stimmung und wurde dabei von Stefan Olsdal (Bass) und Steve Hewitt (Drums) bestens unterstützt. Den Anfang machte „Infra-red“, vom letztjährigen „Meds“, das nach „Because I Want You“ als Single ebenfalls folgte. Das waren schon mal drei echte Knaller, die zum Tanze aufforderten, bevor uns der androgyne Brian auf deutsch begrüßte und mitteilte, das alles geil sei. Mit „Drag“ schloss sich noch ein typischer Gitarren-Song der Briten an, deren Charakter gerade mit dem speziellen Gitarrenspiel in Verbindung steht. Die Saiteninstrumente werden bei PLACEBO nämlich einen Halbtonschritt höher gestimmt als sonst üblich, um so an Brians hohe Stimmlage heranzukommen. Anders als es der folgende Titel „Song To Say Goodbye“ vermuten ließ, war es natürlich keineswegs schon an der Zeit, Abschied zu nehmen, stattdessen war wieder rhythmische Bewegung angezeigt, erst recht als mit „Every Me Every You“ eine wahre PLACEBO-Hymne erklang, die mit viel Applaus belohnt wurde. Mit „Special Needs“ von der 2003er „Sleeping With Ghosts“ wurden ruhigere Fahrwasser erreicht, gleiches galt für das aktuelle „One of A Kind“, bevor „Bionic“ wieder Platz für jaulende Saiten ließ. Von „Black Market Music“ hatten PLACEBO das hypnotische „Taste In Men“ und „Special K“ mitgebracht. Letzteres feierten die Fans abermals frenetisch ab, wenn überhaupt möglich, wurde dies noch von den Reaktionen zu „The Bitter End“ getoppt. Das stilistisch ungleich getragenere KATE BUSH-Cover „Running Up That Hill“ mit Brian am Piano und einem langen Instrumentalteil war ein ebenso großes Highlight der brillanten Show. Zu guter Letzt suchte der charismatische Sänger noch ein wenig Fannähe und trieb sich zu „20 Years“ im Graben rum, dann war leider schon Schluss, dabei war es erst 20.55 Uhr, für einen Song hätten die Briten also durchaus noch Zeit gehabt und ihr Publikum war ihrer definitiv noch nicht überdrüssig. Einmal mehr haben PLACEBO eindrucksvoll bewiesen, dass sie zu den Großen zählen!

Zweifellos gehören die DROPKICK MURPHYS zu den gutgelaunten Vertretern ihrer Zunft, die jedes Konzert als große Party betrachten. Mit Rücksicht auf das um 22.00 Uhr beginnende PEARL JAM-Konzert hatte man die Bostoner um eine Viertelstunde vorverlegt, damit die Fans beider Kapellen (bzw. auch die DEICHKIND-Jünger im Zelt) voll auf ihre Kosten kommen konnten. Für mich waren so noch mal 45 Minuten Punk, Irish Folk, Rock und Hardcore drin, ein Mix, der Scheeßel ausgelassen pogen ließ. Mal erklangen Dudelsack und Tin Whistle in eher traditioneller Weise, dann wurde wieder schnell und heftig gerockt. Auf der Blue Stage ging er derart zur Sache, das die Kameras bisweilen Schwierigkeiten hatten, den jeweiligen Sänger Al Barr respektive Ken Casey einzufangen. Das Letzte, was ich von der munteren Truppe mitbekommen habe, war „The Wild Rover“, uns Deutschen besser unter dem Titel „An der Nordseeküste“ von KLAUS & KLAUS bekannt. Schunkelqualitäten hatte die MURPHYS-Interpretation jedoch weniger, dafür dürfte sich vor der Stage ein riesiger Mosh Pit gebildet haben, in dem der Teufel los war, immerhin wurde auch recht weit hinten noch ausgelassen getanzt. Wie es schien war der St. Patrick’s Day in diesem Jahr am 24. Juni, zumindest am Rande der Nordheide.

Langsam senkte sich die Dämmerung über den Eichenring und eine vorletzte Völkerwanderung setzte ein. PEARL JAM riefen zur Green Stage und viele, viele kamen. Im Vorjahr war die letzte verbliebene große Seattleband bereits auf großer Europa-Tour und erreichte in 23 Konzerten knapp 500.000 Zuschauer, heute sollte der Schnitt noch mal deutlich nach oben gehen, so viele warteten auf die Grunge-Ikonen, die bereits mit ihrem ersten Album „Ten“ (erschienen 1991) unsterblich wurden. Pünktlich um 22.00 Uhr erklang ein Intro nebst diverser Lichtmalereien, die das Bühnenbild (dem Plattencover „Live At Gorge“ nicht unähnlich) imposant in Szene setzten. Was folgte, waren 105 Minuten purer Rock vom allerfeinsten. Egal, ob Songs aus den Anfangstagen oder Stücke des selbstbetitelten 2006er Albums, das Quintett überzeugte bis ins Detail und bewies eindrucksvoll, warum PEARL JAM als eine der besten Live-Bands weltweit gelten. Dies liegt sicher nicht unwesentlich an ihrem Frontmann Eddie Vedder, dessen energiegeladene Stimme seit nunmehr 17 Jahren gefangen nimmt und der beim Hurricane einmal mehr seine beiden Seiten zeigte. Einmal der Vollblutmusiker, der seine Songs zum Leben zu brauchen scheint und dann der eher introvertierte Privatmann, der auf deutsch seinen Fans ein paar Zeilen vorliest, in denen er seine Hochachtung für die dem schlechten Wetter trotzenden Camper ausspricht. Außerdem verausgabte sich der Fronter im wahrsten Sinne bis zum Umfallen. Beim schnellen Run durch den Graben hatte Eddie sich wohl gegen Ende irgendwie am Fuß verletzt und brauchte eine kurze Auszeit auf dem Bühnenboden. Nachdem sich die Band nach einem nicht zu toppenden „Alive“ kurz vor Mitternacht unter tosendem Applaus verabschiedete, wirkte Eddie fast ungläubig, dass dies alles seiner Band PEARL JAM galt. Doch die Altmeister des Grunge hatten sich jedes einzelne Klatschen redlich verdient. Musikalisch kann man Eddie Vedder, Jeff Ament (Bass), Stone Gossard (Gitarre), Mike McCready (Gitarre) und Matt Cameron (Drums – die einzige Position, die seit Gründung der Band 1990 mehrfach neu besetzt werden musste) eh nichts vormachen. Was ne Harke ist, bewiesen sie ihren begeisterten Zuschauen mit Evergreen wie „Corduroy“, „Elderly Woman Behind The Counter In A Small Town“, „Black“, „Jeremy“, „Dissident“, „Rearviewmirror“ oder „World Wide Suicide“ unmissverständlich. Es braucht also keine große Show, ein bisschen Licht reicht, wenn die Kappelle war drauf hat. Vielen Dank PEARL JAM für dieses furiose Finale!

Hinter mir lagen drei Tage mit viel guter Musik, kurzen Nächten, viel Regen und Schlamm aber genauso vielen positiven Eindrücken, die keinen Zweifel daran lassen, dass ich auch im nächsten Jahr wieder dabei sein werde, wenn Scheeßels 13.000 Einwohner Besuch von gut 50.000 Irren bekommen.

Für die Zahlen-Junkies unter Euch habe ich zu guter Letzt auch noch ein paar statistische Werte:

Das Hurricane hatte eine Ausdehnung von insgesamt 140 ha, davon waren 50 ha fürs Parken bestimmt, 20 ha gehörten den Wohnmobilen, 60 ha waren Campingplatz und das eigentliche Veranstaltungsgelände hatte eine Größe von 8 ha.

23.500 m Zaun wurden aufgestellt, es gab 43 Einlassschleusen, 700 Mobiltoiletten, 470 Bierzeltgarnituren (die zum Leidwesen der Security gern aus dem Bierzelt entführt wurden). Die fleißigen 3.000 Helfer wurden an 8 Tagen mit 15.500 Mahlzeiten versorgt, außerdem gab es 36 Bürocontainer und 90.000 Müllsäcke wurden an die rund 55.000 Besucher verteilt.

Die Polizei konnte keine größeren Zwischenfälle nennen, es gab lediglich acht kleine Autounfälle mit leichtem Blechschaden, mehrere Diebstähle aus Zelten, dank Zivilstreifen konnten aber fünf Täter festgenommen und ein Lager mit Diebesgut ausgehoben werden, weitere Diebstähle blieben danach aus. Außerdem gab es einige Körperverletzungen zu verzeichnen, schwerstes Delikt war jedoch der Raub eines Bändchen.

Auch die Feuerwehr vermeldete eine entspannte Lage. Der Einsatzleiter fragte sich nur, warum immer wieder Dixies in Brand gesteckt werden und war froh, dass aufgrund der nassen Witterung der Müll, den die Leute zum Schluss gern anstecken, wohl nicht brennen würde.

Die Rettungsdienste zählten bis zum Sonntag Nachmittag 1.500 Behandlungen, viele davon waren auf den Regen und den damit verbundenen Matsch zurück zu führen, lediglich 5% mussten ins Krankenhaus abtransportiert werden. Eine gute Quote, da die Sanis üblicherweise mit einem Zehntel rechnen. Es gab keine schweren Verletzungen, was das weitere Verbot des Crowd Surfens rechtfertigen dürfte.

Trotz des durchwachsenen Wetters also ein durchweg gelungene Sache, die nach Wiederholung schreit. Wir sehen uns beim Hurricane 2008!

Copyright Fotos: Günter Distler/ Markus Roy

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu DROPKICK MURPHYS auf terrorverlag.com

Mehr zu EDITORS auf terrorverlag.com

Mehr zu JULIETTE & THE LICKS auf terrorverlag.com

Mehr zu KINGS OF LEON auf terrorverlag.com

Mehr zu PEARL JAM auf terrorverlag.com

Mehr zu PLACEBO auf terrorverlag.com

Mehr zu PORCUPINE TREE auf terrorverlag.com

Mehr zu SUGARPLUM FAIRY auf terrorverlag.com