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HURRICANE 2009 – TAG 3

Ort: Scheeßel - Eichenring

Datum: 21.06.2009

Die Nacht war wieder kurz, dummerweise auch regnerisch und endete mit den Sauggeräuschen des Güllefasses, das die nahen Dixis leerte. Dafür schien beim Aufstehen aber immerhin die Sonne, so dass auch sämtliches Campingequipment trocken in den Kofferraum verfrachtet werden konnte, bevor sich pünktlich zum Start des Bühnenprogramms wieder die himmlischen Schleusen öffneten.

Diesmal aber so richtig, weshalb ich mir die Australier ESKIMO JOE und EVERLAUNCH aus dem benachbarten Rotenburg aus dem Pressezelt angehört habe. Letztere sind übrigens kurzfristig für die verhinderten FLORENCE AND THE MACHINE eingesprungen und waren ebenso wie ihre Vorgänger nett anzuhören. Beide gehörten in das weite Indie-Feld, während THE LIVING END down under eine große Nummer im Punkabilly-Bereich sind. Ihr fünftes Studioalbum „White Noise“ ist just vor einer Woche auch hierzulande erschienen und konnte mich bereits für die Mucke der Aussies begeistern. Live bewies das Trio am Eichenring, dass sie aus gutem Grund in der Heimat ganz oben mitspielen. Dass THE LIVING END aus dem Rockabilly kommen, zeigte sich schon bei der Wahl des rhythmusangebenden Saiteninstrumentes. Scott Owen spielte nämlich einen Kontrabass – und zeigte im Laufe des Gigs übrigens auch seinen muskelbepackten Oberkörper, den er wahrscheinlich nicht nur vom Bass spielen hat. Was die Jungs zweifelsfrei haben, ist jede Menge Power, die sie in ihre Musik gesteckt haben, denn gleich mit „Raise The Alarm“ vom aktuellen Silberling rockten THE LIVING END wie der Teufel. An diesem Umstand sollte sich in den kommenden 40 Minuten auch gar nichts mehr ändern. „Sum of Us“ ließ es anfangs etwas ruhiger angehen – schließlich war es ja auch noch früh am Tag, aber schon mit „Second Solution“ aus den Anfangstagen der Band Mitte der Neunziger ging wieder amtlich die Post ab. Das Publikum war sogar schon bereit für Singspielchen, für die Scott sein Instrument beiseite stellte und sich in den Graben begab, bevor zu „How Do We Know“ LED-ZEPPELIN-mäßige Gitarren erklangen, die wenig später Bluegrass-Färbung annahmen. Derweil leerte Sänger und Gitarrist Chris Cheney schnell eine Flasche Bier, um zunächst Aufstellung auf dem Scotts Kontrabass zu nehmen und schließlich auch noch der Bass Drum von Andy Strachan einen Besuch abzustatten. Die Jungs müssen beim Aufstehen in eine Steckdose gepackt haben, derart elektrisiert wie sie auf der Bühne agierten…

An gleicher Stelle sollte es eine halbe Stunde später nicht weniger knackig weitergehen. Urheber waren vier Jungspunde aus New Brunswick/ New Jersey, die bereits im letzten Jahr bei uns von sich reden machten. Zunächst fiel mir positiv auf, dass Fronter Brian Fallon sich von seinem Bart getrennt hat; seine Coolness ist ihm dabei jedoch nicht abhanden gekommen. Es wurde mit den deutschen Mädels geflirtet, was das Zeug hielt, und natürlich ist da so eine Reibeisenstimme wie der Herr sie hat, klar von Vorteil. Mr. Fallon wusste sein Organ auch in Kombination mit seinen Kollegen an den Instrumenten gekonnt einzusetzen, wodurch dem Eichenring eine weitere knappe dreiviertel Stunde Alternative-Punk-Rock der krachenden Sorte geboten wurde, wobei THE GASLIGHT ANTHEM, die seit vier Jahren im Geschäft sind und ihre beiden Platten „Sink Or Swim (2007) und „The 59 Sound (2008) in nur einer bzw. fünf Wochen aufgenommen haben, unüberhörbar auch BRUCE-SPRINGSTEEN-Fans sind. „Miles Davis & The Cool“ ließ es ausnahmsweise mal etwas gemächlicher angehen, im Übrigen hatte das Quartett eindeutig Hummeln im Hintern, was sich 1:1 auf den Sound übertrug. Sehr authentisch und hörenswert, wobei gerade der Ausputzer „The Backseat“ Spaß machte.

Langsam wurde es für mich Zeit, an der Blue Stage nach dem Rechten zu sehen, wo BRAND NEW sich startklar machten, um das Festivalvolk mit Indie-Rock zu beschallen. Inzwischen wurde das weite Grün vor der Bühne auch von zahlreichen sitzenden und liegenden Leuten belagert, da der anfängliche Regen einer einigermaßen konstanten Sonne gewichen war und das nass-kalte Wetter vom Vortag durch für unsere Verhältnisse ganz angenehme Außenbedingungen abgelöst wurde. Wenn man Sänger und Gitarrist Jesse Lacey glauben darf, können wir froh sein, in Deutschland überhaupt so eine hoch entwickelte Festival-Kultur zu haben. Amerika sei im Vergleich ziemlich langweilig, was ich mir allerdings gut vorstellen kann. BRAND NEW taten indes alles, um ihr Heimatland in einem guten Licht dastehen zu lassen und hauten angefangen bei ihrem ersten Song, der bereits zehn Jahre auf dem Buckel hat, bis hin zu Nummern ihres letzten Longplayers „The Devil And God Are Racing In Me“ und sogar einem bisher unveröffentlichten Stück, Rock erster Güte raus. Überwiegend wurde druckvoll nach vorn gespielt, manchmal gaben sich die Langäxte etwas filigraner, gelegentlich wurde es auch psychedelisch, um dann wieder brachial in die Vollen zu gehen, was den Zuschauern Abwechslung und gute Laune bescherte.

Neben KATY PERRY und DUFFY zählte noch LILY ALLEN zu den „Paradiesvögeln“ des Hurricanes, weil gemeinhin „zu poppig“. Dabei steht LILY ALLENs Biografie in Sachen Drogen und Schulverweise denen eines hartgesottenen Rock ’N’ Rollers vermutlich in nichts nach. Immerhin war die 24-jährige Londonerin, die neben ihrer Musik auch noch eine Talkshow im britischen Fernsehen macht, auch die einzige Künstlerin, die während ihres gesamten Auftritts eine Kippe in Händen hielt (zumindest so weit ich das auf die Entfernung jeweils erkennen konnte). Für den ausklingenden Sonntag Nachmittag bot Miss Allen definitiv eine nette Untermalung. „I Could Say“ war eine schöne Ballade im Midtempo, während „Littlest Things“ als kleine Pianoperle daherkam. Groovig ging’s beim akustischen „He Wasn’t There“ zur Sache. Außerdem präsentierte sie ihre Version der KAISER-CHIEFS-Song „Oh My God“, wobei sie auch bei ihren eigenen Tracks gern ein paar Elektrospielereien einbaute und sich offensichtlich selbst nicht zu ernst nahm. Fehlen durften selbstverständlich nicht ihre großen Radiohits. Zunächst sei hier „Smile“ vom Debüt „Allright, Still“ genannt, mit dem der brünetten Sängerin vor drei Jahren der Durchbruch gelang, gefolgt von ihrem zweiten Erfolg „The Fear“, der auf der aktuellen Langrille „It’s Not Me, It’s You“ erschienen ist und dem Beweis, dass man „Fuck You“ auch freundlich sagen kann. Zumindest bei LILY ALLEN klingt das mit Piano-Begleitung nach heiler Welt und absoluter Tanzbarkeit. Bis ganz zum Schluss hatte sich die Britin ein besonders heikles Thema aufgehoben, mit dem sie sich besonders an die weiblichen Hurricane-Besucher wandte. Was tun, wenn der Typ ein echter Traummann ist, aber ganz einfach einen zu kleinen Penis hat? „It’s Not Fair“ trällerte uns deshalb die gute Lily ganz unschuldig entgegen und mir fiel während der Electro-Disco-Variante der gelungenen Nummer wieder ein, dass es ähnliche Probleme doch auch schon am Freitag zu erörtern gab…

Eindeutig war die Körperregion auch bei der nächsten Kapelle schon mal korrekt. Allerdings ging es bei den EAGLES OF DEATH METAL eher um dicke Eier, denn auf solche macht insbesondere Rampensau Jesse „The Devil“ Hughes. Die Show des Sängers und Gitarristen, der EODM 1998 gemeinsam mit QUEENS-OF-THE-STONE-AGE-Sänger Josh Homme gegründet hat, war wieder derart exaltiert, dass sie nur eine humoristische Persiflage auf den klassischen Rock ’N’ Roll-Ethos sein konnte, was aber auch zu einem nicht unerheblichen Teil den Live-Charme der Kapelle ausmacht. Optisch beeindruckte „The Devil“ mit einem imposanten Walross-Bart, Porno-Piloten-Sonnenbrille, schulterlangen Haaren und gekonntem Posing, während musikalisch alles auf Stoner- und Garagenrock geeicht war. Inzwischen ist Josh Homme zwar nicht mehr mit von der Partie, handwerklich lieferten EODM jedoch erneut eine erstklassige Leistung ab, die eben als besonderes I-Tüpfelchen noch eine gnadenlose Macho-Show obendrauf gepackt bekam. Dazu passte die Siebziger-Jahre-Disco-Mucke, die als Intro diente, ganz hervorragend, bevor es dann tatsächlich mit jaulenden Gitarren und „I Only Want You“ vom ersten Studioalbum „Peace, Love, Death Metal“ aus 2004 in die Vollen ging. Fette Bässe bestimmten „I’ve Gotta Feeling“ und bei „Whorehoppin’ (Shit Goddam)“ beschlich mich endgültig das Gefühl, Jesse könnte bei HELGE SCHNEIDER geklaut haben. Seine Art, auf die am nackten Oberkörper eines männlichen Fans niedergeschriebene Aufforderung, selbigen zu küssen, zu reagieren, könnte auch von Helge stammen und irgendwie machte sich mit dem neuen Outfit auch rein optisch eine gewisse Ähnlichkeit breit, die einherging mit einem Prediger-Habitus, das ebenfalls Herr Schneider an den Tag legen könnte – begnadete Musiker sind sie zudem beide, wie der gute Jesse mit dem knackigen „I Want You So Hard (Boy’s Bad Blues)“ eindeutig unter Beweis stellen konnte. Zum guten Schluss verschenkte er noch seine Sonnenbrille und trennte sich von seinem Seventies-T-Shirt und schon war wieder eine Stunde wie im Fluge vergangen.

DISTURBED-Fronter David Draiman schien es hingegen sehr ernst zu meinen mit seiner Böse-Buben-Nummer, aber wahrscheinlich ist auch er privat ein netter Kerl, der zu Hause auch seinen metallischen Kinnschmuck gar nicht trägt und sogar lächeln kann. In jedem Fall sind DISTURBED aus Detroit mit über neun Millionen verkauften Tonträgern eine der erfolgreichsten Metalbands, die es geschafft hat, im Grunde genau einen genialen Akkord zu perfektionieren. Den Rest macht die besagte Bühnenshow, die in Scheeßel dergestalt startete, dass Draiman in Hannibal-Lector-Manier mit Maulkorb und Zwangsjacke auf die Bühne kam, „befreit“ wurde und fortan sein stimmgewaltiges Organ über den Eichenring schallen ließ. Über 75 Minuten wurde konstant und vom Feinsten geknüppelt, wobei natürlich auch eine Wall of Death und Singspielchen nicht fehlen durften. Letztere kamen beim GENESIS-Cover „Land of Confusion“ zum Einsatz, wobei ich mir die DISTURBED-Umsetzung mit noch mehr Schmackes gewünscht hätte. Da war die Adaption des TEARS-FOR-FEARS-Klassikers „Shout“ schon mehr nach meinem Geschmack, was aber auch daran liegen könnte, dass mir hier auch das Original ganz einfach mehr zusagt. Alles in allem kongenialer Alternative-Metal, der kein Bein ruhig stehen ließ und natürlich in DEM Überhit „Down With The Sickness“ vom 2000er Erstling „The Sickness“ mündete. Was noch fehlte, waren die obligatorischen „We are disturbed“-Rufe und Davids Ansage, dass DISTURBED nur der erste Punch gewesen seien, der richtige Knockout käme noch mit den NINE INCH NAILS.

Setlist DISTURBED (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
Voices
Liberate
Just Stop
Meaning of Life
Land of Confusion (GENESIS-Cover)
Stupify
Prayer
Shout 2000 (TEARS FOR FEARS-Cover)
Fear
The Game
Inside The Fire
Indestructible
Ten Thousand Fists
Drum Solo
Down With The Sickness

Vor diesem K.O. unternahm ich noch einen kleinen Abstecher zur Hauptbühne, wo FETTES BROT gerade die Massen unterhielten. Die Textzeile „zusammen durchdrehen“ aus „Schwule Mädchen“ war offensichtlich wörtlich zu nehmen, denn es wurde gewaltig abgefeiert. Die Bühne war komplett mit langen blau/ weiß/ roten Bahnen ausgelegt, so dass König Boris gefahrlos mit nackten Füßen agieren konnte, als die BROTE nach besagtem „Schwule Mädchen“ vom 2001er „Demotape“ den Zugabenblock mit dem FEHLFARBEN-Cover „Es geht voran“ eröffneten. Es folgte noch „Bettina, zieh dir bitte etwas an“ von der aktuellen „Strom und Drang“ (mit Speed und Bläsern aufgemotzt) und natürlich die FETTES-BROT-Hymne „Nordish By Nature“, mit der Dokter Renz, König Boris und Björn Beton 1995 ihren HipHop-Siegeszug angetreten haben. Vorgetragen wurde nicht nur die Album-Version, sondern auch ein Disco-Sound-Ableger und zu guter Letzt eine Variante auf die Melodie von „Männer sind Schweine“, womit das Partyvolk final auf den letzten Act des Wochenendes auf der Green Stage eingestimmt wurde. Farin Urlaub, Bela B. und Rod waren übrigens schon am Samstag nach Scheeßel gekommen, um SOCIAL DISTORTION und FAITH NO MORE zu erleben.

Ich hatte allerdings nicht DIE ÄRZTE auf meinem Zettel, sondern kehrte zur zweiten Freiluftbühne zurück, wo Trent Reznor mit seinem Industrial-Rock-Projekt NINE INCH NAILS für die krachende Abschluss-Beschallung sorgte. Im 21. Jahr ihres Bestehens gehört auch die Band aus Cleveland zu den Dinosauriern des Festivals und Reznor wusste mit seinem 90-minütigen Auftritt eindrucksvoll zu unterstreichen, dass NIN zu den Großen zählen. Die Lichttechniker hatten noch mal alle Scheinwerfer, die aufzutreiben waren, auf der blauen Stage aufgebaut und so den passenden optischen Rahmen für das aufziehende Soundgewitter geschaffen, für das es lediglich noch ein bisschen dunkler werden musste. Alles Übrige besorgte Mastermind Trent mit vollem Körpereinsatz selbst, was dazu führte, dass ihm schon nach etwa 20 Minuten der Schweiß in dicken Tropfen von der Nase lief und sein ganzer Körper dampfte. Wer sich zu dem treibenden Industrialklängen nicht bewegte und deshalb fror, war eindeutig selbst Schuld, denn die Musiker auf der Bühne boten nun wirklich die perfekte Vorlage für ein letztes Tänzchen. Überwiegend lieferten NINE INCH NAILS extrem druckvolle Stomper, nur gelegentlich wurde etwas Dampf vom Kessel gelassen. Etwa bei „Echoplex“ und „The Fragile“ und natürlich beim abschließenden Gänsehaut-Lieferanten „Hurt“, welches ein derart perfekter und emotionaler Abschluss für mein diesjähriges Hurricane war, dass DIE ÄRZTE auf meine Anwesenheit verzichten mussten.

Setlist NINE INCH NAILS
Somewhat Damaged
Terrible Lie
Heresy
March of The Pigs
The Frail
Metal (GARY-NUMAN-Cover)
I’m Afraid of Americans (DAVID-BOWIE-Cover)
?
Burn
?
The Fragile
The Downward Spiral
Wish
Survialism
Echoplex
The Hand That Feeds
Head Like A Hole

Hurt

Das war es dann auch schon wieder mit drei Tagen Musik und Party am Eichenring. Veranstalter, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste vermeldeten ein ruhiges, entspanntes Festival ohne besondere Vorkommnisse. Nur zwei Deppen waren am Samstag so schlau, ausgerechnet in Höhe der mobilen Wache über den Zaun zu klettern, was sie nicht in den Genuss eines kostenlosen Festivals, sondern das zum zweifelhaften Vergnügen einer Anzeige brachte. Neben verschiedenen Erweiterungen bei den sanitären Anlagen und den Sitzmöglichkeiten auf dem Festivalgelände kam insbesondere der Getränkeabholmarkt gut an. Immerhin gingen 60.000 Dosen gekühltes Bier über die Ladentheke, außerdem wurden rund 8.000 Liter alkoholfreie Getränke zu günstigen Preisen verkauft, was mithilfe der Pfandregelung dazu beitragen sollte, das Müllproblem in den Griff zu bekommen. 2008 kamen satte 290 Tonnen Abfall zusammen, was ungefähr 290 Autos entspricht und definitiv viel zu viel ist. Das man mit seinen Pfandbechern auch was Sinnvolles anstellen kann, bewies wieder das Viva-con-Agua-Projekt, das mehrere Tausend Becher einsammeln konnte und auf diese Weise eine ebenso große Spendensumme verbuchen.

Auch wenn das Wetter nicht immer mitgespielt hat, können alle Beteiligten auf ein 13. Hurricane zurückblicken, das einmal mehr einen gelungenen Musikmix und die passende Umgebung für eine fast nicht endende Party bot. Ich hab’s leider nicht ein einziges Mal vor die Tent-Stage geschafft – die Auswahl an den großen Bühnen war einfach zu groß. Aber im nächsten Jahr gibt es ja eine neue Chance und wir dürfen gespannt sein, was uns dann beim Hurricane erwartet.

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