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HURRICANE 2014 – TAG 3

Ort: Scheeßel – Eichenring

Datum: 22.06.2014

Sonntag! Und endlich verdiente der Wochenausklang seinen Namen auch! Tatsächlich hatte die Sonne endlich den Weg nach Scheeßel gefunden und der Finaltag des diesjährigen HURRICANEs konnte bei bestem Festivalwetter genossen werden. Musikalisch war auch an Tag 3 für jeden etwas dabei und ganz offensichtlich waren die zahlreichen Festivaljünger des Feierns auch noch nicht müde. Selten habe ich sonntags so viele vergleichsweise frisch wirkende Besucher zur nachmittäglichen Stunde gesehen, wahrscheinlich eine positive Begleiterscheinung des eher durchschnittlichen Wetters.

YOUNG REBEL SET

Wenn man wie die Herrschaften des YOUNG REBEL SETs im Nordosten Englands zuhause ist, nimmt man das momentan doch recht maue deutsche Sommerwetter vermutlich gar nicht weiter wahr, letztlich war der Sechser von äußeren Einflüssen zur besten Kaffeezeit im Zelt aber auch völlig unbenommen. Die Hütte war auch ohne dass es draußen Bindfäden geregnet hätte ziemlich voll und so konnte eine 45-minütige Folkrock-Party vom Feinsten beginnen. Seitdem THEES UHLMANN die Truppe beim Grand Hotel van Cleef unter seine Fittiche genommen hat, sind inzwischen vier Jahre vergangen. Zwei Alben haben die Briten seitdem rausgebracht und sich insbesondere live eine solide Fanbase erspielt, die auch heuer wieder voll auf ihre Kosten kam. Ein erster Höhepunkt war dabei das grandiose „Lion’s Mouth“, dem sich definitiv niemand entziehen konnte und überhaupt machte das Auditorium nicht den Eindruck, als steckten ihm schon zwei Festivaltage in den Knochen. Sänger Matty Chipchase trug hingegen auch indoor eine Sonnenbrille – nun, die Engländer sind durchaus bekannt dafür, dass sie gern einen heben und vermutlich haben YOUNG REBEL SET auch ausgiebig gefeiert und so eine Stimme will ja schließlich auch geölt sein. Wenn Mattys Ansagen manchmal auch etwas schwer zu verstehen waren, sein „Prost“ kam deutlich und wohl akzentuiert rüber. Daraufhin ging „If I Was“ langsam, aber gewaltig ins Bein und wurde kräftig beklatscht, bevor sich „Measure of A Man“ zackig anschloss und den gut gelaunten Folkrock-Ausflug beendete. Fürs Band-Album wurde noch schnell ein Foto vom Publikum geschossen, dann konnten die Jungs sich auch schon ein Feierabend-Bierchen genehmigen.

PASSENGER

Eigentlich erstaunlich, dass ein Typ mit Wandergitarre so viele Leute anzieht, aber die Rede ist ja auch von PASSENGER, der sich auf der Blue Stage über ein wirklich volles Haus freuen konnte. Einziger Wermutstropfen war, dass zeitgleich die Alternative-Rocker von MIDLAKE auf der roten Bühne irgendwie ein bisschen lauter waren als der 30-jährige Mike Rosenberg – besser bekannt als PASSENGER. Davon ließ sich der Whiskeytrinker jedoch nicht beirren und verschaffte dem HURRICANE einige melancholische Momente, die mit „Fairytales & Firesides“ begannen. Dem letztjährigen Top-10-Album „All The Little Things“, das im letzten Jahr erschienen ist, entstammte „Life’s For The Living“, während es sich bei „The Sound of Silence“ um ein SIMON&GARFUNKEL-Cover handelte. Dabei bewies die Crowd, dass sie sogar einfach nur still zuhören kann, was Mike in dieser ausgeprägten Form wohl noch nicht erlebt hatte. Dafür durfte das Auditorium zum folgenden „I Hate“ richtig Lärm machen, indem sie seiner Aufzählung von Dingen, die er hasst, lautstark zustimmten. Darunter waren übrigens auch die HURRICANE-Dixie-Klos, die wahrlich keine besonders spaßige Angelegenheit sind (und von denen es neben 850 wassergespülten Toiletten auf dem Gelände übrigens 800 Stück gab + 532 Duschen, die allerdings offenkundig nicht jeder genutzt hat). Für mich war mit „Patient Love“ dann auch schon der letzte Song gekommen, denn es zog mich zurück zur White Stage, wo ein weiteres GHvC-Member aufzuspielen gedachte.

MARCUS WIEBUSCH

Label-Kollege THEES UHLMANN hat es vorgemacht, jetzt ist auch der Grand-Hotel-van-Cleef-Mitbegründer und KETTCAR-Frontmann MARCUS WIEBUSCH solo unterwegs. Wobei das mit dem „solo“ nicht zu wörtlich zu nehmen war, denn der Mann stand alles andere als allein auf der Bühne. Neben den üblichen Verdächtigen an den Fellen, Saiten und Tasten leistete sich Wiebusch auch eine dreiköpfige Bläsersektion, die dem Sound den letzten Schliff gab. Wie gewohnt, griff der Hauptprotagonist auch beim eröffnenden „Springen“ in die Saiten, ehe er für „Jede Zeit hat ihre Pest“ erstmals beim Hurricane ohne Gitarre auf der Stage stand. Ein offensichtlich etwas ungewohntes Gefühl für den Musiker, dem in dem Zusammenhang jedoch aufgegangen ist, dass die Bouncing-Gesten der Rapper und Hip-Hopper vermutlich einfach daher rühren, dass sie nicht wissen, was sie mit der freien Hand sonst machen sollen. Marcus’ Bewegungsabläufe bei dieser knackigen Nummer über Oberflächlichkeit und Hipstertum wirkten durchaus natürlich und insbesondere die Tuba verlieh der Musik eine ganz eigene Note. „Nur einmal rächen“ hieß es im Folgenden – verbunden mit dem Ratschlag, sich schon heute mit dem Schul-Nerd gut zu stellen, weil man ja nie wissen kann, was mal aus ihm wird, ehe MARCUS WIEBUSCH mit „Das Böse besiegen (der Exorzismus des David R.)“ beschwingt gegen übertriebenes Selbstmitleid ansang. „Was wir tun werden“ sorgte für ein Stakkato-Massenklatschen, während beim coolen „Haters Gonna Hate“ Querflöte, Tuba und Trompete die Tanzeinlagen des Fronters begleiteten. Mit „nur“ einer Platte (immerhin hat es „Konfetti“ bis auf #9 gebracht) ist es unter Umständen schwierig, ein komplettes Konzert zu bestreiten, deshalb trifft es sich gut, wenn man noch auf weitere Songs aus eigener Feder zurückgreifen kann. Der 45-jährige nannte die „das Peter-Fox-Prinzip“ und performte den KETTCAR-Song „Balkon gegenüber“ nicht nur mit Gebläse, sondern auch einer neuen Strophe, die endlich auch dem Typen von gegenüber die Chance gab, seine Sicht der Dinge zu schildern. Belohnt wurde dies mit tosendem Beifall, worauf das Lied des Solo-Albums auf dem Programm stand, über das am meisten geredet wurde: „Der Tag wird kommen“ über einen homosexuellen Fußballprofi. Eine sehr eindringliche Nummer, zu der in den vorderen Reihen eine Regenbogenfahne geschwenkt wurde. Wollen wir hoffen, dass irgendwann tatsächlich der Zeitpunkt gekommen ist, an dem sich niemand mehr um die sexuellen Präferenzen von irgendwem Gedanken macht! Eine tolle Dreiviertelstunde – ich hätte gern noch mehr gehört, aber eine Zugabe war leider nicht vorgesehen. Also kehrte ich zur Blue Stage zurück.

Setlist MARCUS WIEBUSCH
Springen
Off
Jede Zeit hat ihre Pest
Nur einmal rächen
Das Böse besiegen (der Exorzismus des David R.)
Was wir tun werden
Haters Gonna Hate
Balkon gegenüber (KETTCAR)
Der Tag wird kommen

BONAPARTE

Hier wurde von Tobias Jundt und seinem Projekt BONAPARTE „Visual Trash Punk“ serviert, der bei den zahlreichen Zuschauern bestens ankam. „Anti Anti“ ging mit leicht abgehackten Beats ins Bein und in diesem Sinne machten die Beteiligten auch weiter. Es ging energiegeladen zur Sache und auf der Bühne wurde nicht nur musiziert, sondern auch getanzt. Dafür war eigens Personal abgestellt, das die Zuschauerschaft zur Bewegung animierte, leider konnte ich von meinem vergleichsweise weit entfernten Standort jedoch keine Einzelheiten ausmachen, allerdings war mein Besuch bei BONAPARTE eh nur eine kleine Stippvisite, denn meine Aufmerksamkeit galt in erster Linie FRANZ FERDINAND, die alsbald die Hauptbühne rockten.

FRANZ FFERDINAND

Alte und immer wieder gern gesehene Gäste beim HURRICANE sind FRANZ FERDINAND aus Schottland. Im vergangenen Jahr haben sie sich nach vierjähriger Studioabstinenz mit ihrem vierten Album „Right Thoughts, Right Words, Right Action“ zurückgemeldet und konnten damit sogleich an die Erfolge der vorherigen Longplayer anschließen. Die Menschenmassen auf dem Infield ließen ebenfalls keinen Zweifel daran, dass Alex Kapranos (Lead-Gesang & Rhytmusgitarre), Nicolas McCarthy (Lead-Gitarre, Keyboard & Background-Gesang), Paul Thomson (Drums & Background-Gesang) und Rob Hardy (Bass) von den Fans dringend erwartet wurden. Es folgte in den kommenden 70 Minuten ein vergnügliches Wiedersehen mit den Hits der 2001 in Glasgow gegründeten Brit-Pop-/New-Wave-/Post-Punk-Kapelle und auch Songs der aktuellen Langrille standen auf dem Programm. Der ungewöhnlichste Beitrag war dabei zweifellos „Erdbeermund“, den man hierzulande insbesondere in der Version von IN EXTREMO kennt. Grundlage ist jedoch ein Gedicht von Paul Zech, das bereits um 1930 veröffentlicht wurde und verschiedene Musiker zu einer Vertonung angeregt hat. Bei FRANZ FERDINAND ist die flirrende Elektro-Nummer die B-Seite der aktuellen Single „Fresh Strawberries“ und natürlich wurde der Track auf Deutsch (und mit süßem Akzent) gesungen. Zuvor hatte der Vierer sein Publikum mit „Right Action“ und typischen FF-Sounds begrüßt und mit „The Dark of The Matinée“ zeitloses Material aus der Plattenkiste gekramt. Der Track des 2004er Debüts „Franz Ferdinand“ brachte reichlich Bewegung in den Eichenring und auch „No You Girls“ („Tonight: Franz Ferdinand“ – 2009) mit Nick an den Tasten hatte ordentlich Groove. Es folgte Hit auf Hit und die tanzende Meute wirbelte abermals gehörig Staub auf, sodass die Stage manchmal regelrecht im Dunst lag. Cool grummelte „Ulysses“ aus den Boxen und nachdem sich das Quartett mit „Goodbye Lovers & Friends“ bereits quasi verabschiedet hatte, besann man sich glücklicherweise eines Besseren und legte mit „Jacqueline“ und „This Fire“ noch mal hochkarätig nach. Immer wieder gern, meine Herren!

Setlist FRANZ FERDINAND
Right Action
The Dark of The Matinée
No You Girls
Evil Eye
Do You Want To
The Fallen
Walk Away
Stand On The Horizon
Erdbeermund
Can’t Stop Feeling
Auf Achse
Michael
Take Me Out
Love Illumination
Ulysses
Goodbye Lovers & Friends
Jacqueline
This Fire

ED SHEERAN

Die blaue Bühne war erneut fest in Singer-/Songwriter-Hand, denn der rothaarige ED SHEERAN hatte sich seine Akustikklampfe geschnappt und damit die Massen in seinen Bann gezogen. Just an diesem Freitag war das zweite Album „X“ erschienen und ich bin mir sicher, dass der 23-jährige Chartstürmer auch seinen Hit „I See Fire“ (der Titeltrack aus dem Film „Der Hobbit – Smaugs Einöde“) auf die Setlist geschrieben hat. Ich sollte es nicht mehr persönlich erleben, denn mein Augenmerk galt zum letzten Mal für dieses Jahr der Main Stage. Nachdem die Akklamationen für den ebenfalls rothaarigen Mann der Graben-Security verklungen war, verabschiedete ich mich deshalb von ED SHEERAN und seinen schmachtenden Lagerfeuer-Liedchen und ließ mir noch einmal die Ohren frei pusten.

THE BLACK KEYS

Diese Aufgabe übernahmen THE BLACK KEYS mit ihrem ruppigen Blues-Rock, den Dan Auerbach (Gesang & Gitarre) und Patrick Carney (Drums) seit 2001 äußerst erfolgreich unters Volk bringen. Soeben ist die sechste Studio-Full-Length „Turn Blue“ erschienen, die sich auch hierzulande in den Top 10 etablieren konnte und auch wenn die Jungs (die übrigens zusätzliche Live-Unterstützung dabei hatten) kurz vor 21.00 Uhr einen kleinen Besucher-Exodus Richtung FETTES BROT zu verzeichnen hatten, zeugten die stattlichen Reihen vor der Green Stage von großem Interesse an der rauen, manchmal retrospektiven Musik des Duos. Optisch wurde dieser Eindruck durch schwarz-weiße Aufnahmen vom Bühnengeschehen unterstrichen, die sich mit psychedelisch anmutenden Animationen auf den Leinwänden abwechselten. So auch während der Ankündigung aus dem Off, die um 20.00 Uhr die Show eröffnete, bevor „Dead And Gone“ vom 2011er „El Camino“ standesgemäß groovte. Mit „Next Girl“ („Brothers“ – 2010) ging’s direkt ab durch die Blues-Mitte und dank des sehr tanzbaren „Run Right Back“ stand alsbald kein Fuß mehr still. Rauschhaft schloss sich das flotte „It’s Up To You Now“ vom jüngsten Silberling an und mit „Same Old Thing“ (vom 2008er „Attack & Release“) rappelte es amtlich im Karton. Mit einem fluffigen Schlagwerk übernahm „Howlin’ For You“ und nach einen ruhigen Gitarren-Auftakt kam auch „Bullet In the Brain“ wieder in Fahrt. Mit smoothen Krachlatten jammte sich „Ten Cent Pistol“ in Ohr und Bein, bevor das temporeiche „Strange Times“ übernahm und „Gotta Get Away“ Oldschool-Blues vom Feinsten ins Rund schickte. Äußerst treibend vervollständigte „Nova Baby“ die Setlist, auf der auch das knochentrockene „She’s Long Gone“ verzeichnet war. „Tighten Up“ und „Fever“ hätten entspannter nicht sein können und mit „Lonely Boy“ gingen die Amis noch mal richtig steil. Damit nicht genug, setzten „Little Black Submarines“ und „I Got Mine“ dem Ganzen noch die Krone auf, dann war auch dieser Slot nach kurzweiligen 70 Minuten leider schon wieder Geschichte.

Setlist THE BLACK KEYS (ohne Gewähr)
Dead And Gone
Next Girl
Run Right Back
Turn Blue
It’s Up To You Now
Same Old Thing
Howlin’ For You
Money Maker
Bullet In The Brain
Ten Cent Pistol
Strange Times
Gotta Get Away
Nova Baby
She’s Long Gone
Tighten Up
Fever
Lonely Boy
Little Black Submarines
I Got Mine

Besser konnte es heute für mich nicht mehr werden und da man ja bekanntlich aufhören soll, wenn es am schönsten ist, waren die BLACK KEYS auch meine finale Band beim HURRICANE 2014. Auf der Blue Stage begeisterten derweil noch FETTES BROT die Massen, bevor SEEED den endgültigen Schlusspunkt unter das diesjährige Festival in Scheeßel setzen sollten. Ab Montag würde dann wieder langsam Alltag in dem kleinen 13.000-Seelen-Städtchen am Rande der Heide einkehren. Alles in allem war’s wieder eine runde Sache. Polizei, Sanitäter und Feuerwehr berichteten von einem ruhigen Wochenende; das Wetter war zwar nicht hundertprozentig open-air-tauglich, aber für HURRICANE-Verhältnisse gut und dass es am Samstag keine Übertragung des WM-Vorgruppen-Spiels zwischen Deutschland und Ghana gab, kann ich gut nachvollziehen. Immerhin dreht es sich bei diesem Festival in erster Linie um die Musik; deshalb (und natürlich, um jede Menge Spaß) zu haben, fährt man üblicherweise nach Scheeßel und da wäre es den Bands, die mit der Spiel-Übertragung hätten konkurrieren müssen, gegenüber nicht fair gewesen, ihnen den unvermeidlichen Zuschauerschwund zuzumuten. Da stimme ich absolut mit den Veranstaltern überein, die wieder einen bunten und hörenswerten Mix an den Eichenring geholt haben. Neu war in diesem Jahr der Lidl-Supermarkt, der mit seinen normalen Discounterpreisen half, logistische Probleme zu lösen. So konnte man sich im Vorfeld die Schlepperei sparen und direkt vor Ort aus einem breit gefächerten Sortiment auswählen. Die vielen „Lidl RockShop“-Einkaufstüten zeugten davon, dass dieses Angebot mit seinen verbraucherfreundlichen Öffnungszeiten rege genutzt wurde. Ansonsten gilt es wie immer den zahlreichen Menschen zu danken, die das HURRICANE jedes Jahr gelingen lassen: 2.000 Köpfe zählte das Personal inkl. Gastro und Security und weitere 610 Lotsen halfen, Komfort und Qualität des Festivals zu verbessern. Großer Beliebtheit erfreuten sich auch die witzigen Walking Acts, die zum dritten mal in Folge über das Gelände zogen. Und noch ein paar nackte Zahlen zum Schluss: Fläche Zelt- und Parkplätze: 1.772.600 qm, das Infield maß 100.600 qm, insgesamt waren 35,5 km Bauzaun und 2.558 laufende Meter Polizeigitter aufgestellt und 52 km Kabel verlegt worden. In wenigen Tagen wird davon dank der emsigen Profis nicht mehr viel zu sehen sein und schon beginnen wieder die Vorbereitungen für das HURRICANE 2015. In diesem Sinne: Wir sehen uns am Eichenring!

Copyright Fotos: Anna Lena Maring

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