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INSOMNIUM – FLESHGOD APOCALYPSE – STAM1NA

Ort: Bochum – Matrix

Datum: 02.11.2014

Die Finnen von INSOMNIUM und STAM1NA zusammen auf Tour mit den italienischen Symphonic Death Metallern FLESHGOD APOCALYPSE – das verspricht auch an einem Sonntagabend ein großer Gig zu werden. Den Abend eröffnen die Jungs von STAM1NA. Hier „nur“ der Opener, während in Finnland die Rollen vertauscht sind, dort sind sie eine deutlich größere Nummer. Pünktlich um 20 Uhr verdunkelt sich die Tube der Matrix und das Intro erklingt. Die Finnen starten direkt vom ersten Song voll durch und gehen mit einer Spielfreude ans Werk, das man fast glauben könnte, der Headliner steht auf der Bühne. DAS können die Jungs auf jeden Fall. Die Texte der Songs sind komplett auf Finnisch, was zumindest bei mir immer wieder zu einem ungewollten Lachen führt, da ich die Aussprache einfach nicht gewohnt bin. Doch auch mit der deutschen Sprache wissen STAM1NA zu überzeugen, zumindest werfen sie dem Publikum immer wieder Textfetzen entgegen, egal ob diese verstanden werden oder nicht. Nach viel zu kurzen 30 Minuten klingt leider schon der letzte Song an. Eigentlich schade – da wären noch ein oder zwei Titel drin gewesen!

Mit im Bunde sind außerdem die Symphonic Death Metaller FLESHGOD APOCALYPSE aus Italien, die zuletzt mit KATAKLYSM Anfang 2014 auf Deutschland-Tour waren. Mit ihrem technischen Metal, der durch opernartige Gesangslinien und Klavierlinien begleitet wird, generiert die Band eine einzigartige Atmosphäre. Die Herren und Sängerin Veronica Bordacchini schaffen es mit ihren harten aber gleichzeitig melodischen Songs, das Publikum an die Wand zu blasten. Die Band punktet weiterhin mit ihren Outfits und dazu passenden Instrumenten, so dass die Combo wie ein etwas angestaubtes Klassik-Sextett durchgehen könnte. 45 Minuten Spielzeit wissen sie gekonnt zu füllen und werden auch vollkommen zu Recht vom Publikum aufgefordert, noch eine Zugabe zu spielen, was leider wohl zeitlich nicht drin war.

Eine kurze Umbaupause später ist es dann auch schon soweit – INSOMNIUM betreten die Bühne. Genauer gesagt zunächst Schlagzeuger Markus Hirvonen der „The Primeval Dark“, den Opener der neuen Scheibe „Schadows of a Dying Sun“, lostrommelt, bevor auch der Rest der Band dann die Bühne betritt und anschließend nahtlos mit „While We Sleep“ weiter macht. Man muss INSOMNIUM einfach neidlos attestieren, dass die Herrschaften nicht nur auf Platte fantastisch klingen sondern auch live und zumindest mich immer wieder überzeugen können. Grandiose Melodielinien gepaart mit den Synthie-Elementen vom Band, das ergibt einfach eine überragende Klangkulisse. Nach „Revelation“, ebenfalls von der aktuellen Langrille, gehen die Finnen 10 Jahre zurück in der Zeit zu ihrer zweiten Scheibe „Since The Day It All Came Down“. Mit „Daughter Of The Moon“ haben sie weiteren starken Song ausgesucht, mit welchem sie dem Publikum mächtig einheizen. Obwohl die Halle anfänglich überschaubar gefüllt schien, steigen die Temperaturen in den ersten Reihen nun doch deutlich an, was sicherlich auch an den zahlreichen moshenden Leuten und der eindrucksvollen Lichtshow gelegen haben dürfte. Die Nordländer springen im Laufe des Konzerts munter von Platte zu Platte und greifen dabei zielsicher die Knaller heraus. Mit „Ephemeral“ und „Promethean Song“ geben sie zwei weitere Kracher von der aktuellen Scheibe zum Besten, um dann die Bühne, zumindest kurzfristig, zu verlassen.

Nach lautstarken Zugaberufen kommen die Herren noch einmal für vier weitere Stücke nach oben. Mit „The Gale“ und „Mortal Share“ gibt es die ersten beiden Songs von „Above The Weeping World“ auf die Ohren, gefolgt von „Unsung“. Ausklingen lassen INSOMNIUM den Abend schließlich mit „Weighed Down With Sorrow“, das einem phänomenalen Set noch einmal den Ritterschlag verpasst. Wer jetzt der Meinung ist, dass der Autor vielleicht etwas übertreibt, dem sei gesagt, dass dies durchaus der Fall sein könnte. Nichts desto trotz sind INSOMNIUM für mich eine grandiose Liveband, die Mal um Mal zu überzeugen weiß. Ich persönlich freue mich jedenfalls schon jetzt auf die nächste Show. Wer noch die Chance hat, die Finnen auf Tour zu sehen, sollte sich dies nicht entgehen lassen! Und wer weiß – vielleicht kann der ein oder andere bislang Ungläubige ja danach die Faszination für diese Band teilen.

Setlist INSOMNIUM
The Primeval Dark
While We Sleep
Revelation
Daughter of the Moon
Only One Who Waits
The Harrowing Years
Weather the Storm
The Elder
Last Statement
Ephemeral
The Promethean Song

The Gale
Mortal Share
Unsung
Weighed Down With Sorrow

Copyright Fotos: Oliver Janka

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