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IRFAN

Ort: Leipzig WGT Centraltheater

Datum: 28.05.2012

Das Tempo und die Feierei der vergangenen Tage hatte Spuren hinterlassen. Deswegen gingen wir es heute etwas ruhiger an, um dann in der Abschlussnacht noch mal richtig durchstarten zu können. Der obligatorische Besuch auf dem Heidnischen Dort zog sich heute etwas länger. Da noch ein Happen essen, was trinken, Freunde treffen, eine Bekannter hat noch bei Bruder Ignatius geheiratet (Ein-Tages-Ehe) und so sind wir erst 21 Uhr wieder Richtung Innenstadt aufgebrochen. Heute geht es noch mal ins Centraltheater zu IRFAN. Wie wir erwartet hatten, war frühes Erscheinen hilfreich. Denn es standen schon einige Leute vor dem Haus. Allerdings hatte die Band vorher auch überzogen und so war noch kein Einlass. Irgendwann ging es dann los und schließlich haben auch noch alle Platz gefunden, und wir hatten schöne Plätze ziemlich weit vorne.

Dann endlich IRFAN. Und ich musste von der ersten bis zur letzten Minute an DEAD CAN DANCE denken. Die Ähnlichkeit ist nicht zu überhören. Nur dass IRFAN aus Bulgarien stammen. Der Name bedeutet soviel wie Gnosis, also religiöses Geheimwissen. IRFAN haben bisher zwei Alben auf dem französischen Label Prikosnovénie herausgebracht. Und genau da gehören sie hin. Heavenly Voices, Neoklassik und Ethereal wie zu besten DEAD CAN DANCE-Zeiten. Himmlisch, mystisch und bezaubernd. Aber IRFAN kopieren nicht, sie haben trotzdem ihren eigenen Stil. Und die fünf Musiker strahlen eine Freude beim Musizieren aus, die direkt ansteckend ist. Hier merkt man, dass sie ihre Musik leben. Und die zahlreichen, historischen Instrumente und die glasklaren Stimmen zeugen auch von großem Talent. Und sei es der Parallelen nicht schon genug, folgt in der Zugabe auch noch eine Cover-Version von DEAD CAN DANCE.

Durch die Verspätung haben wir es nicht mehr zu LEGION geschafft. Aber auch so hatten wir einen schönen konzertanten Ausklang. Wir sind aber trotzdem noch in den Volkspalast gefahren, wo Ex-Eis & Licht-Betreiber Stephan Pockrandt aufgelegt hat. Und das sehr gelungen. Ein Hit nach dem anderen wurde gespielt und man hatte kaum Zeit, mal die Bar zu besuchen. Und angenehm voll war es auch. So haben wir da noch eine ganze Weile verbracht, bis wir irgendwann zu traditionellen „Blauen Stunde“ gefahren sind und erst bei strahlendem Sonnenschein nach Hause sind.

Jetzt ist wieder alles vorbei. Kein Konzert mehr, nicht mal ein lausige Party. Und das After-WGT-Burnout setzt ein. Aber in einem Jahr ist es wieder soweit. Das 22. WGT vom 17. – 20. Mai 2013 wird schon voller Freude erwartet. Und bis dahin gibt es ja auch noch das eine oder andere Konzert oder Festival.

Copyright Fotos: Kai-Uve Altermann

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