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JAMIROQUAI (TOBIT NIGHTCLUBBING FESTIVAL 2008)

Ort: Ahaus - Gelände der Tobit Software AG

Datum: 16.08.2008

Ende der 80er Jahre bewirbt sich ein junger Brite namens Jason Cheetham als Sänger bei den BRAND NEW HEAVIES. Er wird abgelehnt und gründet wenig später seine eigene Band JAMIROQUAI. Knapp 20 Jahre später spielen die BRAND NEW HEAVIES im Vorprogramm von JAMIROQUAI, denn ihnen ist gelungen, wovon viele andere nur träumen können: Der internationale Durchbruch!

Nur ein einziges Konzert spielen JAMIROQUAI 2008 in Deutschland: Sie headlinen das Tobit NightClubbing-Festival im münsterländischen Ahaus und die Fans folgen dem Aufruf ihrer Lieblingsband. Sogar aus Bulgarien reisen sie an, um ihrem Star „Jay Kay“, dem Sänger der Band, ganz nah zu sein. Um 23 Uhr soll es losgehen, aber die wartende Menge muss sich gedulden, denn bei der Anreise der Band kommt es zu einer schier unglaublichen Geschichte: Auf dem Flughafen verirrt sich eine andere Combo in den Flieger, der auf JAMIROQUAI wartet und hebt wenige Minuten später mit den falschen Passagieren an Bord in Richtung Ahaus ab. Als JAMIROQUAI dann am Flughafen vergeblich nach dem Flieger suchen, bricht dort verständlicherweise betriebsame Hektik aus. Zum Glück ist schnell ein Ersatzflieger organisiert und mit einer knappen halben Stunde Verspätung eröffnet die Band ihren Set mit dem äußerst funkigen Stück „The Kids“. Es folgen „High Times“, „Space Cowboy“, „Little L“ und „Travelling Without Moving“. Bei diesem Titel holt Jay Kay einige der Damen, die sich seit dem Beginn des Konzerts in der ersten Reihe die Seele aus dem Leib tanzen, auf die Bühne und bittet sie, sich neben ihm zum Rhythmus der Musik zu bewegen. Dass die Mädels seiner Aufforderung sofort nachkommen – und während des gesamten Stücks mit breitestem Lächeln neben ihrem Star tanzen – sei hier nur am Rande erwähnt… Es folgen „Black Capricorn Day“, „Cosmic Girl“, „Seven Days In Sunny June“, „Alright“, „Love Foolosophy“ und – ganz zum Schluss als Zugabe – natürlich DER Jamiroquai-Kracher schlechthin: „Deeper Underground“. Nach den letzten Takten bestätigt ein Blick ins Publikum, dass die Besucher ihren Spaß hatten, denn die Menge strahlt im Kollektiv. Besser hätte es nicht laufen können. Sehr schade, dass dies das letzte Tobit NightClubbing gewesen sein soll! Aber aus gut informierten Kreisen vernimmt man schon, dass Tobit für die Zukunft etwas „ganz Großes“ plane – ob dies aber wieder mit Musik zu tun haben wird, ist mehr als zweifelhaft. Harren wir der Dinge, die da sicherlich kommen werden…

Copyright Fotos: Torsten Dickmann

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