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JIMMY EAT WORLD – SPARKADIA

Ort: Bielefeld - Ringlokschuppen

Datum: 02.02.2008

In der gut gefüllten großen Halle des Bielefelder Ringlokschuppens tummelte sich am Samstagabend ein bunt gemischtes Publikum. JIMMY EAT WORLD gaben eines ihrer wenigen Deutschlandkonzerte. Als Vorband spielten die Australier SPARKADIA auf. Mit leicht progressiven Ansätzen und einem ungewöhnlich guten Schlagzeuger machten sie ihre Sache richtig gut. Auch wenn die drei Herren und eine Dame eher etwas verhalten und schüchtern agierten, boten sie musikalisch doch eine interessante Mischung.

Der Hauptact, der nur wenig später die Bühne enterte, zog dann wie erwartet mehrere Generationen in seinen Bann. Die früheren Mitbegründer des Emorocks zeigten Teenies wie Mittdreißigern, dass sie auch nach 14 Jahren Bandgeschichte noch immer zusammen rocken können. Auffällig war aber vor allem die deutliche Weiterentwicklung der vier Musiker. Neben alten Hits wie „Blister“, „Work“ oder „Pain“ begeisterten sie ihr Publikum nämlich mit akustischen Perlen ihres aktuellen Albums. Manch ein Fan mag wohl beim erstmaligen Hören von „Chase this light“ schockiert gewesen sein, denn so poppig klangen JEW“ noch nie, doch live ließen sie sich davon nichts anmerken. Visuell wurden die eher introvertiert wirkenden Musiker durch ein so spektakuläres wie stimmiges Lichtkonzept sowie einen imposanten glitzernden Vorhang in ihrem Rücken stark aufgewertet. Und als Frontmann Jim Adkins dann schließlich mutig zur Akustikgitarre griff, fand er damit unter den Zuschauern einiges an Zustimmung. Beim nachdenklich melancholischen „Carry You“ und dem peppigeren „Dizzy“ präsentierte er die neuen Facetten der Band. Bei dem elektrisch verstärkten „Pain“ dagegen ließen es Adkins und seine drei Mittstreiter wieder richtig krachen, so dass nicht nur lautstark mitgesungen und geklatscht wurde, sondern manch mutiger Fan sogar und stagedivte in der ausgelassenen Menge baden durfte.

Zwischen hymnisch, melancholisch, kraftvoll und poppig verspielt bewegten sich die merklich gereiften JIMMY EAT WORLD an diesem Abend in Bielefeld. Eingängige Riffs und Rhythmen setzten sich in den Köpfen der Zuhörer fest und bewegten die Masse. Nur vielleicht hätte ihnen ein klein wenig mehr zur Schau gestellte Spielfreude gut getan, denn an der fehlte es den vier Amerikanern doch etwas. Ansonsten boten die Herren aber einen rundum gelungenen Rockabend.

Setlist JIMMY EAT WORLD (ohne Gewähr)
Big Casino
Sweetness
Work
Always be
For me this is Heaven
Disintegration
Get it faster
Futures
Blister
Carry you
Let it happen
23

Your House
Hear you me
Dizzy
Pain
The Middle

Copyright Fotos: Jörg Rambow

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