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JULIETTE & THE LICKS – THE DIRTY NIL – WACO

Ort: Hamburg - Docks

Datum: 27.04.2016

Das Hamburger Schiet-Wetter stand zwischen den Besuchern und dem Konzerterlebnis, so trudelte auch ein Großteil der Fans erst kurz vor knapp, und zwar vor Acht, im Docks ein. Zeitgleich begann auch kurz vor knapp, also Fünf vor Acht, der Auftritt von WACO aus London. Mit breitem britischen Akzent und einer Ladung Humor ging durch ihr 30-minütiges Set bestehend aus den Songs ihres Debütalbum „Sundown“ aus dem Jahre 2015. Jaks rotzige Stimme passte perfekt zu dem Punk/ Rock Sound der Band, auch wenn bei „Jezebels“ der Grat zwischen gewollt oder nicht gekonnt verschwamm. Der Gitarren-Garagen-Sound kam beim Publikum gut an und so wurde zu den einzelnen Songs mitgewippt. Gut kam natürlich auch das Kompliment an die Hamburger, dass es sich aufgrund der vielen lächelnden Gesichter um das hübscheste Publikum handeln würde. Ein kurzes Zuprosten vom Drummer an die Fans und weiter ging es mit „Rotten Tooth“, einem Song, bei dem es mit Sicherheit nicht um Zahnhygiene geht. Sicher kann man jedoch nicht sein. Mit „Dungeness“ und „Agitation“ endete der Gig von WACO.

Setlist WACO
Salem
SE17
Wrangler
Jezebels
Rotten Tooth
Dungeness
Agitation

Kurzerhand gab es mit der kanadischen Band THE DIRTY NIL eine weitere Supportband an diesem Abend. Als Intro wählte die Band einen Hip Hop-Teaser, um dann mit einer Mischung aus Punk, Gitarrengeschrammel und einer Prise Hardcore loszulegen. Ohne große Ansagen, dafür mit großen Posen, gab es die ersten Songs hintereinander weg. Auch THE DIRTY NIL passten stilistischen in den heutigen Abend und dementsprechend positiv war die Publikumsresonanz zu den Songs „Fuckin‘ Up Young“, „Friends In The Sky“ oder „Wrestle You To Hüsker Dü“. Konsequent zeigte sich der Sänger und Gitarrist Luke, der bis zum Ende der Show mit Kaugummi im Mund sang und die Bühne rockte. Wer Lust auf den dreckigen Sound der Kanadier bekommen hat, der kann THE DIRTY NIL bald auf ihrer Tour erleben.

Waren die Vorbands rotzig/ sperrig, ging es nun mit JULIETTE AND THE LICKS mit weniger Punk, dafür mit noch mehr Energie und straightem Rock los. Kleidertechnisch prallte eine goldene Hüfthose auf rote Schuhe kombiniert mit einem St Pauli-Shirt. So wirbelte Juliette über die Bühne, und schleuderte ihr weißes Mikrofonkabel, als sei es ein Springseil. Nicht nur die Kleidung auch Juliette an sich, mit ihrem Stars & Stripes Mikro, war eine Augenweide. So glich sie einem Energiebündel getrieben vom Sound der Band. Mal sprang sie, dann kniete sie, zeigte ihre Muskeln, streckte die Zunge heraus und wirbelte ihre Haare durch die Luft. Mit der Frage „Are you ready?“ ging die Show zu „Mind Full Of Daggers“ los und die Fans waren bereit. Aufgrund der großen Nachfrage wurde der Auftritt von JULIETTE AND THE LICKS vom Gruenspan bereits ins Docks verlegt und auch hier reichte der Platz kaum aus, so blieb den Fans nichts anderes übrig, als auf der Stelle zu tanzten bzw. zu hüpften. Immer wieder gab es Freudenpfiffe und Jubel, wenn ein neuer Song angestimmt wurde, um dann durch Mitklatschen und Mithüpfen der Fans begleitet zu werden. „Got Love To Kill“ widmete die Dame den Ladies, die mit den Fellas ein Wechselspiel von Ohh und Uh Chöre anstimmten. Ruhiger wurde es zu „ This Is Now“, bei dem Juliette, nur begleitet von Todd, sang bis zum Ende hin die Band mit einstieg.

Ein weiteres Highlight an diesem Abend war der Coversong „Proud Mary“, der erst langsam begann und nach einer halbe Ewigkeit schnell, laut, dreckig und rau endete. Mit einem Dank an die Fans dafür, dass sie ihr eine Zukunft geben würden, endete das Set mit „Get Up“. Im Anschluss widmete Juliette die erste Zugaben „You Really Got Me“ der Frau , die im Pit einen Schlag abbekommen hatte. Mit dem finalen Highlight „You’re Speaking My Languages“, einer Verbeugung und diversen Handküssen endete ein rundum gelungener Abend.

Setlist JULIETTE AND THE LICKS
Intro
Mind Full Of Daggers
Sticky Honey
Any Way You Want
Purgatory Blues
Killer
Got Love To Kill
This Is Now
Hot Kiss
Proud Mary (Cover CREEDENCE CLEARWATER)
Get Up

You Really Got Me (Cover THE KINKS)
You’re Speaking My Languages

Copyright Fotos: Sandra Dürkop

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