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KATAKLYSM – KRISIUN – FLESHGOD APOCALPYSE

Ort: Essen - Turock

Datum: 11.01.2014

KATAKLYSM, KRISIUN und FLESHGOD APOCALYPSE – Death Metal pur, das ist doch ein guter Konzertstart ins neue Jahr. Diese Gedanken hatte wohl nicht nur ich, denn die Show im Essener Turock war bereits im Vorfeld ausverkauft. Einige versuchten trotzdem ihr Glück, an Karten zu kommen, wobei nur wenige erfolgreich gewesen sein dürften.

Konzertbeginn war mit 19:30 Uhr angesetzt gewesen, allerdings wurden die Türen erst kurz vor Beginn geöffnet, so dass sich der eigentliche Beginn auf 20 Uhr verschob, was aber nur für ein volleres Haus zu Beginn der ersten Band sorgte. FLESHGOD APOCALYPSE gaben sich als Opener an diesem Abend die Ehre. Das italienische Quintett hatte sich weibliche Unterstützung mitgebracht, um die Opernparts zu übernehmen. Der Name der Band tauchte schon auf diversen Festival-Billings für 2014 auf, aber live hatte ich die Herrschaften bislang nicht gesehen. Ein Grund mehr also, sich das ganze aus nächster Nähe anzuschauen – wobei der fehlende Fotograben im Turock auch ein guter Grund ist. Also ran an die Bühne während die letzten Töne des Intros verklingen. FLESHGOD APOCALYPSE starteten direkt durch und präsentierten dem Publikum Songs vom Mitte 2013 erschienen Album „Labyrinth“. Ihre Mischung aus Symphonic und technischem Death Metal kam erstaunlich gut an und in den ersten Reihen schüttelte man fleißig die Haare. Leider war die Bühne sehr eng, so dass die Stage Performance nicht so üppig ausfiel, was aber der Stimmung wahrlich keinen Abbruch tat. Nach einer guten dreiviertel Stunde verließen die Herrschaften die Bühne, um kurz darauf wieder zurück zu kommen. Leider gab es die Zugabe, die sich einige Fans vielleicht erhofft hatten, nicht, sondern es wurden Bilder vor der Menge geschossen und Hände geschüttelt, bevor es dann an den Umbau für die nächste Band ging.

KRISIUN aus Brasilien hatten auf der Bühne im Gegensatz zu FLESHGOD APOCALYPSE deutlich mehr Platz, da sich statt sechs nun nur mehr drei Musiker die Fläche teilen mussten. Entsprechend fix ging auch der Umbau und bereits 20 Minuten später gab das Trio um Sänger und Bassisten Alex Camargo im Turock Gas. Extremer Death Metal stand auf dem Speiseplan und der wurde auch heiß serviert. Mit „Ominous“ von der 2004er EP „Bloodshed“ gaben die Brasilianer die Marschrichtung an und schlachteten sich konsequent durch die Reihen. Das Publikum quittierte das ganze freudig, wobei es in den Reihen hinter mir ganz gut zur Sache ging. Der Moshpit (wenn er denn noch so genannt werden durfte) glich eher einer Nahkampfarena. Nicht jedermanns Sache, da augenscheinlich nur einige wenige ihren Spaß hatten. Die Stimmung war trotzdem am Kochen und Alex feuerte die Menge immer weiter an. Song um Song fegte über das Publikum hinweg und nach über 50 Minuten Vollgas verabschiedeten sich die Herren mit dem VENOM-Cover „Black Metal“ in den wohlverdienten Feierabend.

Setlist KRISIUN
Ominous
Ravager
The Will to Potency
Combustion Inferno
Descending Abomination
Vengeance’s Revelation
Slain Fate
Blood of Lions
Black Metal

Während der Umbaupause wurde die Bühne fix auf links gedreht. Das Drumset musste weichen, schließlich war die Schießbude von Oli Beaudoin bereits im hinteren Bereich der Bühne aufgebaut. Auch Gitarren und Bassboxen wurden verrückt, um mehr Platz für die doch sehr aktiven Herrschaften von KATAKLYSM zu schaffen. Links und rechts neben dem Drumset gab es zwei Treppen und ein kleiner Tritt wurde auch noch direkt zentral vor den Monitorboxen aufgebaut. Nach einer halben Stunde erklangen die Töne des Intros und unter lautstarkem Applaus und Geschrei enterte das Quartett aus Kanada schließlich die Bühne, um mit „Let Them Burn“ vom Album „In the Arms of Devastation“ einzusteigen. Wie bei einem Headliner nicht anders zu erwarten, brauchte das Publikum keine Aufwärmphase. Alle gingen direkt voll mit und verwandelten die ersten Reihen in ein Meer aus fliegenden Haaren. Die Mannen um Frontmann und Sänger Maurizio Iacono waren aber auch aus einem bestimmten Grund auf Tour. Sie waren gekommen, ihr aktuelles Studioalbum „Waiting for the End to Come“ zu präsentieren. Und so gab es „Like Animals“ direkt gefolgt von „As I Slither“ auf die Glocke. Letzteres entfachte einen extremen Moshpit und Maurizio zeigte sich sehr zufrieden mit den Fans. Laut eigener Aussage hätten sich KATAKLYSM aufgrund der ausverkauften Show mehrfach im Vorfeld überlegt, in eine größere Halle umzuziehen. Das wurde aber letztlich verworfen, weil die Jungs die sympathische Atmosphäre und die Nähe zu den Besuchern im Turock so zu schätzen wissen. Und das waren nicht nur leere Worte! Immer wieder klatschten die Jungs die Zuschauer nach den Songs ab und Bassist Stephane Barbe verteilte fleißig Wasser und Bier an die ersten Reihen. An dieser Stelle muss natürlich auch das grandiose Schlagzeug Solo von Oli Beaudoin erwähnt werden, mit dem er „Blood on the Swans“ einleitete. Der Herr ist erst seit letztem Jahr zur Band gestoßen, verrichtete aber an diesem Abend einen sensationellen Job. So ballerten sich KATAKLYSM durch einen Abend gefüllt mit „Northern Hyperblast“ und feuerten mit „In Shadows and Dust“ als letztem Titel vor der Zugabe einen weiteren ihrer zahlreichen bekannten Songs in die Menge. Nach einer kurzen Unterbrechung gab es dann noch „Crippled & Broken“ als Zugabe und für den Nachhauseweg schließlich „The Road to Devastation“.

Ich weiß nicht, wie oft ich KATAKLYSM nun schon live gesehen habe, aber die Jungs schaffen es einfach immer wieder, mich von den Socken zu hauen! Dieser Gig wird mir aber definitiv in Erinnerung bleiben. Einfach eine grandiose Vorstellung der Herrschaften aus Kanada. Da die aktuelle Tour 2014 erst seit ein paar Shows läuft, kann ich jedem nur empfehlen, sich dieses Package nicht entgehen zu lassen!

Setlist KATAKLYSM
Let Them Burn
Push the Venom
Like Angels Weeping (The Dark)
Like Animals
As I Slither
At the Edge of the World
Taking the World by Storm
Blood on the Swans
Fire
Blood in Heaven
Kill The Elite
Prevail
Iron Will
Elevate
In Shadows And Dust

Crippled & Broken
The Road to Devastation

Copyright Fotos: Oliver Janka

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