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LACUNA COIL – MOTIONLESS IN WHITE – DEVILMENT

Ort: Köln - Essigfabrik

Datum: 13.11.2014

Derzeit touren die italienischen Gothic Metaller von LACUNA COIL gemeinsam mit ihren amerikanischen Kollegen von MOTIONLESS IN WHITE und den Dark Metallern von DEVILMENT rund um CRADLE OF FILTH-Frontmann Dani Filth durch Europa. Am Donnerstag machten sie dabei auch in der Essigfabrik in Köln halt. Ein interessantes Line-Up mit Bands, die stilistisch sehr unterschiedlich sind, aber alle für ihre guten Live-Shows bekannt sind.

DEVILMENT eröffneten den Abend mit einem kurzen Set. Die Zweitband von Dani Filth, die pünktlich zu Halloween gerade ihr erstes Album veröffentlicht hat, wählte als Opener die Single „Even your blood group rejects me“ und rockte die Halle gleich recht ordentlich. Der riffbetonte Metal der sechsköpfigen Band, die Filth selbst in Interviews ganz unbescheiden mit RAMMSTEIN oder ROB ZOMBIE vergleicht, macht live durchaus Spaß, auch wenn das Publikum anfangs etwas verhalten war. Spätestens bei den beiden letzten Songs „The Great and Secret Show“ und dem großartigen Livestück „Stake in my heart“ wird sich so mancher allerdings gewünscht haben, dass die Band noch für ein, zwei Titel mehr auf der Bühne geblieben wäre. Ein guter Einstieg in einen guten Abend.

Setlist DEVILMENT
Even your blood group rejects me
Mother Kali
Sanity hits a perfect zero
The great & secret show
The stake in my heart

Nach einer kurzen Umbauphase verschlug es dann MOTIONLESS IN WHITE auf die Bühne. Die Band, offenkundig in bester Spiellaune, startete mit „Reincarnate“ in ihre Show startete und hatte mit Stücken wie „Abigail“, „Puppets 3“ und „Generation Lost“ zu jeder Zeit die überschaubar gefüllte Essigfabrik im Griff. Musikalisch zwischen Gothic Metal und Metalcore angesiedelt, hatten MOTIONLESS IN WHITE auch viele ihrer eigenen Fans mitgebracht – obwohl sie nicht Headliner der Show waren, wurde beinahe jeder Song von den textsicheren ersten Reihen mitgesungen. Sänger Chris Motionless bezeichnete den Auftritt gegen Ende denn auch als „unexpectedly awesome“. Und das stimmt durchaus – den Amerikanern ist es gelungen, live auch Metalcore-Skeptiker wie mich zu überzeugen und das Publikum ordentlich zum Rocken zu bringen.

LACUNA COIL, die Headliner des Abends, ließen sich ein wenig Zeit, um auf die Bühne zu kommen. Aber das hat sich bei den Bühnenprofis wie immer gelohnt – die Show der Italiener, besonders die der beiden Sänger Cristina Scabbia (die im zerrissenen, blutig-weißen Kleid im Zombie-Look unterwegs war) und Andrea Ferro, hat das Publikum trotz kleinerer Probleme mit der Akustik mächtig ins Schwitzen gebracht. Das Konzert der Gothic Metaller begann mit „Trip the darkness“, und bot eine gute Auswahl aus dem Backkatalog der Band. „Heaven’s a lie“, „Spellbound“ und „Die & rise“ gehörten zu den unbestrittenen Highlights des Abends, die Band wirkte sympathisch wann immer sie mit dem Publikum agierte und war auch sonst richtig gut drauf.

Den (vorläufigen) Schlusspunkt des Abends setzte das Cover des DEPECHE MODE-Klassikers „Enjoy the silence“, das LACUNA COIL ausgewählt hatte, „damit auch Fans, die nicht für uns hier sind was zum Mitsingen haben“, wie die Frontfrau augenzwinkernd erklärte. Im Anschluss verließ die Band die Bühne, wurde aber durch die lautstarke Forderung nach einer Zugabe gleich wieder hervor gelockt. „Nothing stands in our way“, ein grandioser Song vom aktuellen Album „Broken Crown Halo“ der live ziemlich gut rüberkommt, wurde als erste Zugabe gespielt, bevor LACUNA COIL die Zuschauer mit „Our truth“ in die Nacht entließ.

Setlist LACUNA COIL (Ohne Gewähr)

Trip the darkness
Spellbound
Intoxicated
Die & Rise
Heaven’s a lie
Kill the light (???)
Victims
I don’t believe in tomorrow
Cybersleep (???)
To the edge
Zombies
Upsidedown
Enjoy the silence

Nothing stands in our way
Our truth

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