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MACHINE HEAD – CALIBAN – MY CITY BURNING

Ort: Esch-Alzette - Rockhal

Datum: 04.06.2009

Im Dezember 2008 waren SLIPKNOT zusammen mit MACHINE HEAD auf Tour – eigentlich. Denn in Luxemburg mussten MH den Autritt leider absagen, was sicherlich viele Anhänger enttäuschte. Aber sie hatten damals das Versprechen gegeben, diesen Gig nachzuholen und genau das taten sie in Form einer Headliner Show!

Bis knapp eine Woche vor dem angepeilten Gig waren keinerlei Supportbands in Erfahrung zu bringen, so dass beinah schon der Eindruck entstand, die Groove Metaller würden diese Schlacht alleine bestreiten. Dann jedoch wurden CALIBAN dazugepackt und -völlig überraschend, keine 2 Tage davor dann noch MY CITY BURNING aus den Niederlanden.

Die Hardcoreler/ Thrasher hatten denn auch die Ehre, den Abend zu eröffenen und legten Punkt 8 in bester Laune los. Glücklicherweise war der Beginn der Show, der nun eine halbe Stunde vorverlegt worden war, früh genug bekannt gegeben worden, so dass MCB nicht vor einer leeren Halle ranmussten. Allen Befürchtungen zu Trotz, man würde einen schweren Stand haben, aufgrund der kurzfristigen Bekanntgabe ihres Mitwirkens und auch der evt. nicht so großen Bekanntheit, verflüchtigen sich recht schnell. Die Jungs präsentierten Stoff vom aktuellen Album „White Lies – Black Eyes“ und bewiesen, dass man nicht zwingend mit dem Liedmaterial vertraut sein muss, um Mitgröhlen und Abgehen zu können, wenn die Songs nur stimmen. Klasse Einstimmung schon mal. Glücklicherweise hatten MACHINE HEAD höchstpersönlich die Spielzeit der Niederländer von 20 auf 30 Minuten verlängert, denn ersteres wäre lächerlich wenig gewesen.

Das wiederum führt aber auch dazu, dass das Set der nun folgenden CALIBAN von 40 auf 30 Minuten zusammengestrichen wurde. Darüber waren allerdings keinerlei Beschwerden zu vernehmen. Im März waren die Jungs noch mit KREATOR auf Tour und hatten (zumindest beim Gig in Losheim) einen wirklich schweren Stand. Zur Wall Of Death wollte sich kaum eine handvoll Headbanger bewegen lassen, das sah hier in der großen Rockhal doch schon ein wenig anders aus. Die Halle war locker zur Hälfte gefüllt, der hintere Teil (insgesamt fasst sie 6000 Leute) war schwarz abgehangen. Der Fronter erkundigte sich, ob er die Ansagen denn nun auf Deutsch oder Englisch halten solle, entschied sich letzten Endes dann für Deutsch – als dritte Möglichkeit schallten ihm aus dem Publikum einige „Letzeburgisch!“-Rufe entgegen. (gemessen an der großen Anzahl von Franzosen, wäre Englisch letzten Endes vielleicht doch die bessere Wahl gewesen). Nun CALIBAN hängten sich ordentlich rein, wie man das nicht anders kennt, allerdings war trotz allem klar zu erkennen, auf wen die Menge wartete!

Dieses Warten sollte gegen 22 Uhr ein Ende haben. Pünktlich enterten Robb Flynn und seine Mannen die Bühne und hauten gleich mit dem Opener „Imperium“ mächtig rein. Ich fühlte mich im Fotograben zwischen Headbangen und Fotografieren hin und hergerissen. Die Kamera gewann, doch an einigen Stellen konnte ich mir – nebst einigen Kollegen das Hörnerrecken und Mitwippen nicht verkneifen – wie denn auch? Mit „Ten Ton Hammer“ folgt gleich ein weiterer, im wahrsten Sinne des Wortes tonnenschwerer Groove-Hammer. Verdammt ja, das sind MACHINE HEAD wie man sie kennt! Zwischendurch erkundigte sich Robb, woher denn der Großteil des Publikums käme, ein großer Teil aus Luxemburg, locker ebensoviele aus Frankreich und ein etwas kleinerer Teil aus Deutschland. Stolz verkündete man ebenfalls, dass man bereits seit ’95 regelmäßig nach Lux käme und ob den bereits damals jemand im Den Atelier anwesend gewesen wäre – auch hier gabs einige Meldungen – eine treue Fangemeinde also! Quasi als Dankeschön und Entschuldigung für den ausgefallenen Gig im Vorjahr präsentierten sie zwei Songs, die sie – nach eigenen Angaben – noch nicht live gespielt hätten: „Wolves“ und „Blood Of The Zodiac“. Zu „Struck A Nerve“ gab’s eine zünftige Wall of Death und immer wieder wurde die Menge bei verschiedenen Songs aufgefordert: „Please, don’t hesitate to sing along/ go crazy!“. Derlei Aufforderungen waren allerdings nicht von Nöten, das funktionierte alles wie am Schnürchen! Und zwar so gut, dass, als MH gegen 23 Uhr bereits kurz von der Bühne verschwanden sofort lautstarke „Machine Head“-Rufe begannen. Diese ließen sich nicht lange bitten und legten nochmals 20 Minuten lang nach. 80 Minuten MH, viel zu kurz für die meisten Anwesenden – daher kam das Ende dann doch recht abrupt… Aber wie heißt es immer so schön – wenn es am schönsten ist, soll man aufhören.
Vollends überzeugen konnte mich der Gig nicht, da ruhige Songs/ Passagen immer ein wenig die Stimmung „gedämpft“ haben, trotz allem konnte dieser Aufrtitt als Ganzes gesehen wieder mal als dicker Pluspunkt auf dem Konto der Amis verbucht werden.

Setlist MACHINE HEAD
Imperium
Ten Ton Hammer
Wolves
None But My Own
Bulldozer
The Burning Red
Seasons Wither
Blood of the Zodiac
Halo
Struck A Nerve
Descend the Shades of Night
Davidian

Copyright Fotos: Cornelia Wickel

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