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MACHINEMADE GOD – END IS FOREVER – HEADSHOT FAILED DESPERATION – HOW SAD A FATE – FROM DEATH TO ENDLESS

Ort: Falkendom - Bielefeld

Datum: 15.08.2008

Szene-Konzerte halten den Underground am Leben und umso löblicher ist die Tatsache, dass hier und da mehr und mehr solcher kleinen, aber feinen Konzertabende entstehen. Eine neue Konzertreihe namens „Pit be with you“ versucht sich nun im Bielefelder Falkendom zu etablieren und feierte an diesem Freitag ihr Debüt. Doch dies stand zuerst unter keinem guten Stern. So musste der erste Termin aufgrund der gesundheitlichen Probleme des MACHINEMADE GOD-Drummers verlegt werden und dann begann der Abend aufgrund von technischen Schwierigkeiten doch mit so einigen Minuten Verspätung.

Also hieß es nochmal extra Gas geben! Doch so ganz sicher waren sich die bisherigen Anwesenden bei den Paderbornern FROM DEATH TO ENDLESS da scheinbar nicht. Auch wenn die Songs der westfälischen Hardcorer schön nach vorne gehen, wollte sich vor der Bühne noch nicht so viel regen. So wirkten dann die Ansagen zwischen den Songs etwas unsicher und schnell ging’s in den nächsten Song. Die recht klassische Ausrichtung von FROM DEATH TO ENDLESS bot zwar nicht wirklich spannendes und neues, aber genug Potenzial, um live für Stimmung zu sorgen. Dies blieb weitesgehend aus, womit der Band dann doch etwas Unrecht getan wurde. Vielleicht beim nächsten Mal!

HOW SAD A FATE sind in der Region nun wirklich keine Unbekannten mehr. Mit zahlreichen Shows und engagierten Darbietungen konnten sich die Bündener Metaller zu Recht einen guten Namen erspielen. So legte der Fünfer auch gleich motiviert und mit bekannter Spielfreude los und konnte vereinzelte Mähnen auch gleich zum Schütteln und die Beine in Bewegung bringen. Leider waren die Bielefelder heute mal wieder etwas wenig bewegungsfreudig, wie man es ja schon öfters gesehen hat. Doch dies machten HOW SAD A FATE mit Routine und einigen flotten Sprüchen zwischen den Titeln gekonnt wett und konnten nach der Show auch prompt das ein oder andere Shirt loswerden.

Mit HEADSHOT FAILED DESPERATION präsentierte sich zugleich auch der Veranstalter des Abends. So führte Shouter Daniel an diesem Abend Regie und ließ es sich natürlich nicht nehmen, auch gleich mit seiner Band aufzutreten. Und auch wenn die Löhner Deather in diesem Line Up nicht mal seit einem Jahr existieren, bewiesen sie live schon gekonnt, wie eingespielt wie sind. So knallte eine NEAERA-lastige Walze nach der nächsten von der Bühne und besonders Fronter Daniel überzeugte mit zutiefst inbrünstigen Growls wie auch Gitarrist Marco mit feinen Melodien und satten Riffattacken. Auch hier ließ die Reaktion der immerhin fast 200 Leutchens zu wünschen übrig. Und das völlig zu Unrecht, bei solch satter Performance! So ging es über kleinere Mosh-Aktion und die oder andere Pogo-Szene kaum hinaus. Aber die Band begibt sich bald ins neue Studio, um neue Songs einzutrümmern und dann geht es sicherlich auch vor der Bühne mehr zur Sache!

Die Bückeburger Metalcorer END IS FOREVER waren mir bis zu diesem Abend noch kein Begriff, und warum, stellte sich auch recht schnell heraus.Denn irgendwie scheinen sich die drei Herren (Gitarre, Bass, Drums) und die beiden Damen (Gitarre, Vocals) noch nicht so recht entschieden zu haben, was sie eigentlich wollen. Musikalisch deutlich im Hardcore angesiedelt, betitelt man sich in der Info als Metalcore-Band und stellt sich live als Punk vor. So ähnlich wenig einschätzbar fallen auch die Songs dann aus. So wirklich wollen die Arrangements zwischen Core-Wurzeln und eingeschobenen Metal-Parts nicht harmonieren. Daraus folgte, dass sich die eh recht verhaltenen Anwesenden recht schnell in Richtung Theke oder nach draußen zum Rauchen verzogen. Dies störte die Band aber selbst recht wenig, so ging besonders Shouterin Janina gut ab, brachte den einen oder anderen lockeren Spruch und duellierte sich mit Gitarrist Sebastian bei den Vocals. So hatte wenigstens eine Partei seinen Spaß.

Der Unterschied von Vor/ Nachwuchs-Bands zu professionellen Acts wurde nun beim Headliner schnell deutlich. War der Sound bislang zwar brachial, aber doch recht matschig, stöpselten die Ruhrpottler MACHINEMADE GOD ihre Instrumente ein, checkten alles ab und legten mit einem richtigen amtlichen Sound los. Und eine engagierte Band lässt sich auch von etwas trägen Fans nicht beeindrucken. So gab man für 45 Minuten richtig Gas und Sänger Flo hatte immerhin einen Die Hard-Fan immer direkt vor der Nase. Dahinter ging es immerhin ein wenig zur Sache, was allerdings kein Vergleich zu den sonstigen Shows der Metalcorer war. Besonders eindrucksvoll präsentierte sich der junge Mann am Schlagzeug. Musste der erste Termin der Show noch wegen Problemen mit eben dieser Position abgesagt werden, so hatte man heute einen 16-jährigen jungen Mann mit am Start, von dem Shouter Flo vor dem Auftritt nur in höchsten Tönen sprach. Zurecht, denn der Kollege stand seinen routinierten Bandmates in nichts nach, fügte sich ohne Probleme ins Gefüge ein und überzeugte durch eine routinierte und druckvolle Performance. Kein Wunder, dass die Band sich wünscht, dieses Talent fest bei MACHINEMADE GOD aufnehmen zu können. Die neue Personalie hatte allerdings auch zur Folge, dass man im Vorfeld nur ein 45-Minuten Set einproben konnte. Dies störte am Ende allerdings nur wenige, da 1. der Abend durch die Verspätung zu Beginn eh schon recht weit fortgeschritten war und 2. die angetretenen Freunde harte Mucke an diesem Tag eh nicht wirklich auf große Bewegung aus waren.

Im ganzen kann man die erste Ausgabe von „Pit be with you“ als soliden Start bezeichnen, denn sowohl Bands als auch einige Gäste hatten durchaus ihren Spaß und somit dürfte der nächste Abend mit MISERY SPEAKS (u.a., am 29.11.) mit positiver Stimmung angegangen werden!

Copyright Fotos: Michael Werneke

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