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MADSEN – MONTREAL

Ort: Hannover – Capitol

Datum: 27.10.2015

MADSEN schreiben wieder Geschichte! Mit ihrem aktuellen Album „Kompass“ sind sie auf gleichnamiger Tour. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, den Tourauftakt in die schönste Stadt Deutschlands zu legen“, erklärte Sebastian Madsen am Dienstagabend von der Bühne „nach Hannover!“ Und für die Entscheidung wird die Band ausgelassen gefeiert und belohnt. Zehn mal seien sie während ihrer bisherigen Karriere in der niedersächsischen Metropole aufgetreten, fünf Konzerte davon spielten sie, wie auch an diesem Abend, im Capitol, erklärt der Sänger und Frontmann von MADSEN.

Schon als die Hamburger Punk-Rock-Band MONTREAL als Vorband von MADSEN die Bühne betrat, hatten die meisten Gäste bereits ihre Plätze eingenommen und diese bis zuletzt versucht zu verteidigen. MONTREAL, die ihre Musik weniger als deutschsprachigen Punk, sondern vielmehr als Unterhaltungsmusik mit E-Gitarre bezeichnen, heizten den rund 1200 Besuchern an diesem Abend schon ordentlich ein. Die Drei supporten MADSEN auf der gesamten Tour durch Deutschland, Österreich und der Schweiz und promoten so ihr aktuelles Album „Sonic Ballroom“.

MADSEN selbst mussten an diesem Abend keinesfalls um die Textsicherheit ihres Publikums bangen. Bereits im August erschien das siebte Studioalbum. Zeit genug also sich vorzubereiten. Und das Publikum hatte seine Hausaufgaben gemacht. Schon beim Ertönen des Intros (der Titel „Kompass“ in der instrumentalen Version) flippt die Menge aus, empfängt die Band mit euphorischem Jubel, grölt jede einzelne Textzeile, nicht nur beim ersten Song „Sirenen“, gekonnt mit und bringt das ausverkaufte Capitol zum Beben. Über 90 Minuten tanzen, hüpfen und applaudieren alle den sechs Musikern zu, die es sich nicht nehmen lassen, den einen und anderen Besucher auf die Bühne zu holen und auch an den Mann bzw. die Frau bringen zu wollen. Sicherlich von Erfolg gekrönt, wenn der zu Vermittelnde im Leopardenkostüm vor ihr steht. Vielleicht kann man aber mit der Vorlage zum Titel „Küss mich“ dennoch in Versuchung kommen…

Sascha Madsen tritt vor, übernimmt jetzt das Mikrophon und Sebastian selbst dessen Platz an den Drums. Der Klassiker aus den 1980er Jahren „Life is life“ von OPUS wird angestimmt und geht über in „Die Perfektion“, ab dessen zweiter Strophe Sebastian den Gesang weiter fortsetzt. Offensichtlich darf jeder der Brüder während eines MADSEN-Konzerts einmal zum Mikro greifen. „Es folgt, kein Mann für eine Nacht“, kündigt Sebastian in diesem Moment Johannes an. Hier ist spätestens klar, dass MADSEN nicht nur jüngeres Publikum anzieht. Denn bei dem ÄRZTE-Cover „Zu Spät“ wird Johannes genauso übertönt, wie zuvor sein Bruder, der ihm anschließend ein Belohnungsbier reicht.

Zum „Nachtbaden“ machen vier Leute aus dem Publikum lautstark auf sich aufmerksam und erklären letztlich, sie bildeten einst eine WG in Hannover und youtubeten vor Jahren eine Version des Songs. Da der Band das Video bekannt ist, ist das Schicksal der Vier für die nächsten Minuten besiegelt: Rauf auf die Bühne und mitsingen! Anschließend noch ein gekonnter Sprung zurück ins Publikum… That`s Rock`n`Roll Spätestens als sich die Band verabschiedet, „wenn wir könnten würden wir noch tausend weitere Lieder spielen für euch… einer geht noch!“, ist auch der Letzte völlig nass und durchgeschwitzt, die Poster wellen sich in ihren Rahmen und alle Fenster und Spiegel sind beschlagen. Dennoch, einer fehlt! „Lass die Musik an“ – Der Abriss der Hannoveraner Location scheint besiegelt.

Nachdem die letzten Akkorde verklungen waren, geht auf der Bühne das Licht an und die Party ist für heute beendet. Wer aber das Feeling dieses Abends noch einmal erleben, nachhören und nachfeiern möchte… gespielt wurden:

Setlist MADSEN
Intro
Sirenen
Ich trink nur eben aus
Geschichte
Goodbye Logik
Mein Herz bleibt hier
Küss mich
Perfektion
Zu Spät
Nochmal
Kompass
Moment
Leichter
Nachtbaden
Leuchttürme
Wo es beginnt
Lass die Musik an

Und wer nicht genug bekommen kann, es gibt noch Konzerte von MADSEN, die noch nicht ausverkauft sind…

Copyright Fotos: Christina Falke

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