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MEGAHERZ – ERDLING – HELL-O-MATIC

Ort: Berlin - C-Club

Datum: 25.01.2016

MEGAHERZ durchfurchen Deutschland auf ihrer Erdwärts Tour – am 25.01.2016 war Berlin an der Reihe. Doch bevor die Hauptstädter von den Herzen emotional durchpflügt wurden, begann der Abend auf einer unterirdisch dunklen Bühne mit dem Auftritt von HELL-O-MATIC. So räkelte sich Sänger TvdS (Thomas van de Scheck) im Halbdunkel an seinem Metallkettenmikrofonständer oder streckte kniend der ersten Reihe leidend einen Arm entgegen. Im nächsten Moment griff er zur Gitarre oder wirbelte auf der viel zu kleinen Bühne in großen Posen zu „Welcome To My World“ umher. Das Quintett aus Fulda präsentierte in knapp 20 Minuten ihren Rock’n Roll-Metal-Mix, den die Band selbst als Scary Metal bezeichnet, und verschwand dann genauso plötzlich, wie sie die Bühne betreten hatte.

Erdnah und erneut mit spartanischem Bühnenlicht ging es mit ERDLING weiter, die vor drei Tagen ihr Debütalbum „Aus den Tiefen“ veröffentlicht hatten. Mit dem gleichnamigen Titel eröffneten sie ihren ca. 30 minütigen Auftritt, bei dem sie fast ihr komplettes Album präsentierten. Zum Trio geschrumpft (Bassist Marco fiel krankheitsbedingt aus), wirkte die Bühne auf einmal um einiges größer, und Gitarrist Neno nutze den Platz aus, um hin und wieder Sprünge zu vollführen. Der Dark Rock der Band kam bei den Berlinern gut an, dennoch ließen sie sich zu dem Song „Blitz und Donner“ nicht überreden, den C-Club in Schutt und Asche zu legen. Immerhin sangen sie mit und vielleicht werden die Fans im März beim Out Of Line Weekender das Astra Kulturhaus zerlegen.

Setlist ERDLING
Aus den Tiefen
Du bist Soldat
Stimme der Wahrheit
Mehr
Schattenland
Im Horizont
Dickicht
Firmament
Blitz und Donner

Nun gab es einen umfangreichen Bühnenumbau, wie es sich für einen Headliner gehört. Leider hatte die Besucheranzahl, wie beim Headliner Auftritt sonst oft üblich, nicht mehr zugenommen. Mit „Zombieland“ vom gleichnamigen Album wurde die Erdwärts Tour eröffnet, und die Stimmung im C-Club ging nicht abwärts, sondern mit „Fanatisch“ immer weiter aufwärts. Energiegeladen sah man Lex sich mit seinem Baseballschläger die Bühne entlang kämpfen. Endlich wurde die Bühne nicht mehr von Dunkelheit verschlungen, sondern gab die Sicht auf die Musiker und ihre Mimik und Gestik frei. Das fette farbige Bühnenlicht mit Gegenlichtspots verstärkte die Stimmung, so war die gesamte Stage zu „Herzblut“ und „Lieblingsfeind“ in Rot getaucht. Nicht nur Lex, der von rechts nach links die Bühne entlang stampfte, auch X-Ti und Christoph auf ihren Podesten agierten nicht nur untereinander sondern auch mit den Fans. Von Seiten des Publikums wurde fleißig bei dem Song „5.März“ mitgesungen und mit Rhythmusklatschen stiegen sie mit den ersten Takten von „Roter Mond“ ein. Neben dem Bühnenlicht wurde die Show durch Projektionen unterstützt, so lief zu „Einsam“ die passende Videoeinspielung im Hintergrund.

Aber auch ruhige Momente hatte die Show, so stand Alexander kurz darauf zu „Augenblick“ alleine auf der Bühne, wurde nur vom Klaviersound begleitet und die Fans sangen leise vor sich mit. Mit einem Handkuss von Lex zum Publikum endet der Song und kontrastreich ging es mit dem energievollem „Gegen den Wind“ weiter und vor der Bühne war wieder mehr Bewegung zu sehen. Mit dem neu interpretierten „Jordan“ ging es nun dem Ende des Abends entgegen. Natürlich holten MEGAHERZ noch einmal zu einem großen Nachschlag aus und gaben vier weitere Songs als Zugabe zum Besten. Mit dem bekannten Rausschmeißer „Miststück“ endete der Erdwärts Abend. Augustiner oder Berliner Pilsner, über Geschmack lässt sich nicht streiten. Für mich sind MEGAHERZ live sehens- und erlebenswert. Energiegeladen hart präsentieren sich die Münchner – selbst das UNHEILIG- lastige „Für Immer“ verliert in der Liveversion seinen Schmalz.

Setlist MEGAHERZ
Zombieland
Fanatisch
Prellbock
Dein Herz schlägt
Wer hat Angst vorm schwarzen Mann
Herzblut
Lieblingsfeind
5.März
Roter Mond
Einsam
Schwarzer Engel
Augenblick (Piano Version)
Gegen den Wind
Ist das verrückt?
Heuchler
Jordan

Jagdzeit
Himmelsstürmer
Für Immer
Miststück

Copyright Fotos: Sandra Dürkop

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