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MOONSPELL – SEPTICFLESH

Ort: Hamburg - Knust

Datum: 17.03.2015

Sehr entspannt saßen die Hamburger vor dem Knust oder standen in kleinen Grüppchen in der lauen Abendluft und warteten auf den Beginn des Einlasses. Auf dem Aufsteller vor dem Knust las man in „Denglish“: MOONSPELL and Freunde. Hinter Freunde verbarg sich die Band SEPTICFLESH (ehedem mit leicht anderer Schreibweise SEPTIC FLESH), die zu Recht nicht als Support bezeichnet werden kann. Die Griechen sind wahrlich keine Unbekannten und haben gerade ihr neuntes Album mit dem Titel „Titan“ herausgebracht. Heute Abend boten sie auch nicht nur die 5-6 Songs, die einem Opener normalerweise zugedacht werden, sondern ein fettes Set querfeldein durch ihren musikalischen Symphonic Death Metal-Garten. Die kleine Bühne war bis in den letzten Winkel mit Bannern des neuen Albums bestückt, und ein wummernder Bass erfüllte das kleine Knust, bis nach längerer Zeit die Band mit dem Song „War In Heaven“ die Bühne enterte. Zeitgleich starteten die Anwesenden mit Headbangen – auch die Dreads von Christos folgen nur so umher. Im Anschluss hauten die Griechen „Communion“ raus und zu „The Great Mass Of Death“ stimmten die Fans „Hey“-Chöre an, und Fäuste wurden im Takt emporgestreckt. Unter Basswummern und frenetischem Klatschen gab es „Pyramid God“, wobei Auf -Drei angezählt das Headbangen erneut losging. Die Hamburger waren begeistert und gut aufgewärmt.

Setlist SEPTICFLESH (ohne Gewähr)
War In Heaven
Communion
Order Of Dracul
The Great Mass Of Death
Pyramid God
Titan
Prototype
The Vampire From Nazareth
Lovecraft’s Death
Anubis
Prometheus

Gut eingestimmt verging auch die weitere Wartezeit. Während das Schlagzeug mit einem Kuhschädel bestückt wurde, den riesige Hörner zierten, hörte man aus dem Off das One -Two -Three von Fernando für den Mikrofoncheck. Pedros Keyboard wurde enthüllt und erinnerte entfernt an eine Orgel. Das überdimensionierte Banner des neuen MOONSPELL-Albums „Extinct“ war nur zu 1/3 zu sehen, davor türmte sich das Drumset auf. Nach dem ausschweifenden Intro begannen die Portugiesen mit „Breathe“ den heutigen Abend und wurden mit Teufelshörnern von den Hamburgern begrüßt. Der Abend stand im Zeichen eben jener, so gab es gefühlt zu jedem Titel die Aufforderung dazu. Den Höhepunkt erreichte diese Aktion passenderweise bei „Mephisto“, wobei die Bühne in rotes Licht gehüllt war. Hinzu kam Fernandos diabolischer Blick, dessen Eindruck durch das Licht von unten verstärkt wurde. MOONSPELL brachten neben extra Licht auch Nebelfontänen mit, welche das Knust im Laufe des Abends in einen vernebelten Laden verwandelten. Dank der gestiegenen Temperaturen hielt sich der Nebel auch besonders lange und schwebte über den Anwesenden. Dem schönen milden Wetter zum Trotz ließen es MOONSPELL zu „Future Is Dark“ auf der Bühne schneien. Den Song hatte Mr. Ribeiro seinem Sohn gewidmet.

Heute dankte er besonders den deutschen Fans für ihre Treue und den Support, so haben MOONSPELL in ihren 23 Jahren am häufigsten hierzulande gespielt. Als Dank gab es vom Album „Irreligious“ aus dem Jahre 1996 den Track „Herr Spiegelmann“. Über die Jahre hat jeder Sänger seine Wiedererkennungsposen entwickelt. So durften bei Fernando neben dem bösen Blick, die ausladenden Armgesten und die ausgestreckte Zunge nicht fehlen. Sein Mikrofonständer auf seine beiden Beine gestützt verharrte er in dieser Pose. Zu „Funeral Bloom“ sah man ihn mal beten, mal sich die Augen zuhaltend. Den Song „Opium“ begrüßten die Fans mit Fäusten, und Jubel ertönte zu den ersten Takten von „Vampiria“, während Fernando das Mikro im Mund nahm und schwer atmete. Als der Song an Fahrt aufnahm, stiet die Meute in ein kollektives Headbangen ein und auch die hintersten Reihen wippten zumindest mit dem Kopf. Beschwingt und Mit-im-Taktklatschen ging es mit „Ataegina“ weiter und der kraftvolle eingängige Song „Alma Mater“ beendet den Auftritt. Mit Wolfsgeheul wurde der letzte Zugabensong des Abends angekündigt und das anwesende Rudel heulte mit. Zu dem Song stand Fernando nicht nur hinter dem Mikro, sondern griff sich Drumsticks und schlug auf die Becken.

Publikumsnah verabschiedete sich die Band mit Handschlag von ihren Fans und wechselte ein paar Worte, bis die Portugiesen nach kurzer Verbeugung von der Bühne verschwanden.

Setlist MOONSPELL
Breathe
Extinct
Opium
Awake
Last Of Us
Medusalem
Funeral Bloom
Malignia
Herr Spiegelmann
Future Is Dark
Mephisto
Vampiria
Ataegina
Alma Mater

Wolfshade
Full Moon Madness

Copyright Fotos: Sandra Dürkop

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