Konzert Filter

MUSTASCH

Ort: Bielefeld - Forum

Datum: 05.09.2008

Von der ersten Band, die bereits zockte, während ich durch den spärlich gefüllten Saal schlenderte, hab ich bereits glatt den Namen wieder vergessen (ANA hießen sie, die Redaktion…) Dabei waren die Jungs gar nicht mal so schlecht und sogar noch Längen interessanter und passender als die nachfolgenden SPORT. Trotzdem konnte der Fronter die Gäste nur zögerlich nach vorne locken und mehr wie dicken Applaus konnte die leicht Neumetallische Performance nicht hervorrufen. Danach traten dann die Hamburger Jungs mit dem selten dämlichen Bandnamen SPORT an. Bereits seit 1996 aktiv, versprühte man trotz just veröffentlichtem 3.Album gerade mal Schülerbandniveau in meinen Metaller Ohren. Der Indie Rock mit deutschen Texten wurde zwar handwerklich passabel vorgetragen, interessierte aber so gut wie niemanden wirklich im Saal und so spielte die Combo eine knappe Dreiviertelstunde am reservierten, teils genervten Publikum vorbei. Mehr wie Höflichkeitsapplaus war heute nicht zu ernten, da man im Vorprogramm von MUSTASCH mal völlig fehl am Platze war musikalisch (das ist aber das Konzept der Visions Parties, drei unterschiedliche Musikrichtungen unter einen Hut zu bringen, die Red.)

Dann war endlich Zeit für schwedischen Schweinerock! Und die Herren um den witzigen Frontdevil Ralf Gyllenhammar zeigten gleich von Beginn an, wer hier Scheff im Hause war am heutigen Abend. Der extrem metallische Stoner Rock wurde vom nun vollzählig versammelten Publikum im gut gefüllten Forum gierig aufgesogen. Ein wenig mit den dänischen Kollegen von VOLBEAT lässt sich die Truppe ja schon vergleichen, wobei die geilen Vocals von Ralf eher an Meister DANZIG zu besten Zeiten oder an einen frühen Ian Astbury (THE CULT) erinnern! Durch etliche Ansagen und Witzchen auf Deutsch stellte er auch sofort einen Draht zu den zappelnden Leibern vor der Bühne her. 1A-Entertainer der Mann, der allerdings auch eine klasse Mannschaft an seiner Seite hat, die Soundtechnisch mal nix anbrennen lässt. Neben neuen Ohrwürmern vom aktuellen Hammeralbum „Latest Version of the Truth“, von dem unter anderem der Überflieger „Double Nature“ und „Falling Down“ energisch runtergebraten wurden, gab es auch Schmankerl der älteren Scheiben zu bewundern. Neben „Ratsafari“ vom gleichnamigen 2003er-Werk ertönten zum Beispiel „Down in Black“ oder „Nailed to Pain“. Zum guten Schluss entließ einen „Black City“ nach leider nur einer guten Stunde Spielzeit in die anschließende Party.

MUSTASCH zählen mit VOLBEAT zu den Bands der Stunde, die dem harten Genre mit neuen Impulsen frisches Leben einhauchen und somit ihre eigene Nische geschaffen haben! Grandioser Gig!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu MUSTASCH auf terrorverlag.com