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NEGATIVE

Ort: Herford - X

Datum: 09.10.2010

NEGATIVE tourten mal wieder durch Deutschland und wir vom Terrorverlag waren natürlich auch mit dabei. Und diesmal mussten wir gar nicht weit fahren, quasi direkt nebenan im Herforder X machten die jungen Finnen Station. Als wir kurz vor 20 Uhr dort eintrafen, wurden gerade die Lichter gedimmt und NEGATIVE enterten zu einem Instrumental-Intro die Stage. Nanu, keine Vorband? Damit erklärte sich gleich der Umstand, dass wir im Vorfeld nicht herausgefunden hatten, wer den Support machen sollte. Nun gut, also ging es gleich mit „Won´t let go“ in die Vollen. Und die knapp 200 Anwesenden – zumeist, wie eigentlich nicht anders zu erwarten, Mädchen unter 20 – bedauerten offensichtlich nicht den fehlenden Opener.

Mit im Gepäck hatte das Quintett ihre im Sommer erschienene neueste CD „Neon“ – deren Cover mich an HIMs „Join me“ erinnert, aber die Ähnlichkeit ist wohl auch nicht ganz unbeabsichtigt. „Neon“ ist schon das fünfte Album, schlägt aber auch nicht wirklich aus der Art. Dem geneigten Hörer wird düsterer Pop-Glam-Rock mit einem Touch Melancholie geboten und ähnlich verhält es sich mit der Live-Performance von NEGATIVE. Dabei flirtete vor allem Jonne, der Frontmann, immer wieder gern mit dem Publikum, welches ihm natürlich quasi aus der Hand fraß und sich auch absolut textsicher zeigte. Neben bekannten Songs wie „The moment of our love“ und „In my heaven“ gab es dann natürlich auch neues Material auf die Ohren, etwa „No one can save me tonight“, „Blood on blood“ oder „Since you’ve been gone“. Und gerade letzteres hatte ordentlich Speed und schlug eine etwas härtere Gangart ein, auch wenn Jonne Aaron Liimatainen (Leadsänger), Larry Love (Gitarre), Antti Anatomy (Bass), Mr. Snack/ Nakki (Keyboard) and Jay Slammer (Schlagzeug) live sowieso ein bisschen mehr auf die Tube drückten. Danach war erstmal eine kurze Pause angesagt. Alle bis auf Larry Love und Mr. Snack verließen die Bühne und man konnte kurz bei Larrys Solo verschnaufen und eine Runde chillen, bevor Jonne danach wieder das Zepter übernahm und bewaffnet mit einer Akustikgitarre auf der Bildfläche erschien. Nun war er allein und während er die nächsten beiden Songs performte, erzählte er einiges über die Entstehungsgeschichte derselbigen und gab einige Anekdoten des Tourgeschehens zum Besten. Während Jonne den dritten Titel ohne Verstärker anstimmte, kamen dann die anderen wieder dazu und mit „Planet of the sun“ beendeten sie gemeinsam das reguläre Set. Natürlich ließen sich die finnischen Mädchenlieblinge nicht lumpen und kamen noch einmal zurück für eine Zugabe. Last but not least verteilten die Jungs noch ein paar Rosen unter der anwesenden Weiblichkeit.

Fast zwei Stunden launiger, romantischer, finnischer Glamrock mit Musikern, die AEROSMITH und GUN’S’ROSES in ihrer Jugend wohl genauso inhaliert hatten wie ich, ging zu Ende und wir sind gern auch das nächste Mal wieder mit von der Partie!

Setlist (ohne Gewähr)
Won’t Let Go
The Moment Of Our Love
Giving Up
No One Can Save Me Tonight
Blood On Blood
My My/Hey Hey (Out Of The Blue)
Motherfucker (Just Like You)
After All
In My Heaven
Since You’ve Been Gone
Never-ending Parade
Fucking Worthless
Jealous Sky
End Of The Line
Planet Of The Sun

Frozen To Loose It All
Love That I Lost
Sinner’s Night/ Misty Morning

Copyright Fotos: Jörg Rambow

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