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NOCTURNAL CULTURE NIGHT 2016

Ort: Deutzen - Kulturpark

Datum: 02.09.2016 - 04.09.2016

Mittlerweile fand das Nocturnal Culture Night Festival, kurz NCN genannt, bereits zum 11. Mal im Kulturpark in Deutzen statt. Mit seinen 2500 Besuchern handelt es sich um ein „kleines“ Festival der Schwarzen Szene, wobei klein ist relativ, wenn man bedenkt, dass auf vier Bühnen 57 Künstler auftraten!

Bei so vielen Künstlern war auch eine weit gefächerte musikalische Bandbreite vertreten. So gab es Electropop von TORUL, klassischen EBM von THE JUGGERNAUTS und eine Mischung aus Postpunk und New Wave von THE EXPLODING BOY. DEATH IN ROME coverte Songs wie „Take On Me“, „Diamonds“ oder „Careless Whisper“, und 7JK kombinierten dagegen Geige und Industrial-/ Electrosound. William Maybelline von LEBANON HANOVER konnte man mit seinem Soloprojekt QUAL erleben und was wäre ein Festival ohne den Dark Rock von UNZUCHT, die ihr neues Album „Neuntöter“ präsentierten!?!

Neben altbekannten Bands gab es auch einige Neuentdeckungen wie ME THE TIGER aus Schweden, die nur so vor Energie strotzten. Gitarrist Tobias zerstörte zu „All We Had“ seine Gitarre, Schlagzeuger Jonas musste zwischen den Songs seine Hände trocken pusten und der schwangeren Sängerin Gabriella flogen die Herzen zu. Lieblich anzusehen auch Frida von RED MECCA und LAURA CARBONE, beide verstanden das Publikum zu begeistern. In die 80er ging es mit THE FROZEN AUTUMN und mit TYING TIFFANY zurück in die Jetzt-Zeit. Eine weitere Frontfrau bzw. Solokünstlerin beim NCN war HANTE., die das musikalische Programm mit ihren Synthie Wave bereicherte. QUELLENTHAL vertonten Gedichte mit Wasserglas und VORTEX schleppten Geweihe, Knochen und anderen Dinge für ihre düsteren Ambient-Soundcollagen auf die Bühne. Die Band HERREN erinnerte an Klein-RAMMSTEIN und hielt für den Gastsänger Martin Soer Texthilfen am Boden bereit.

EISFABRIK holten Schnee und einen Yeti auf die Bühne und GARDEN OF DELIGHT verschwanden im Nebel und Gegenlicht, wie auch SONAR auf der Parkbühne. Der Futurepop von SOLITARY EXPERIMENTS sorgte für eine ausgelassene Stimmung vor der Weidenbühne und mit „Deja Vu“ gab es einen Song für die Mädels. Die alteingesessenen ROTERSAND hatten leider Pech mit der Technik, meisterten dieses aber, und am Ende war es ein gelungener und äußerst sympathischer Auftritt. Die norwegische FormationZEROMANCER erwies sich als ein weiterer Publikumsmagnet. Auch die Auftritte der Urgesteine der Szene wie THE CASSANDRA COMPLEX, THE FAIR SEX oder GARDEN OF DELIGHT, die anlässlich ihres 25 jährigen Jubiläum der Bandgründung beim NCN auftraten, zogen die Massen an.

Optisch belegten die Zombies von MISS CONSTRUCTION die ersten Plätze. Dagegen luden die Lesungen und auch die Auftritte von MORTHOUND und ALEC EMPIRE eher zum Zuhören ein. Leider war die Projektionskunst von Zan Lyons bei ALEC EMPIRE aufgrund der Sonne nicht zu erkennen. Wie ich mir sagen lassen habe, gehört mindestens ein Regentag zum Festival und so ging am letzten Tag zu dem Auftritt von INTENT:OUTTAKE der Regen los, setzte erneut bei L’ÂME IMMORTELLE ein und erreichte bis zu dem Beginn von MEGAHERZ seine finale „Stärke“. Dank der zahlreichen Bäume im Kulturpark gab es aber genügend Schutz vor dem Regen und der Sonne.

Generell hat das NCN mit dieser Location alles richtig gemacht: So gab es genügend Sitzplätze und die bewaldete Anlage lud zum Ausruhen ein. Nachts sorgten Lichtinstallationen in den Bäumen und an den Skulpturen zwar für wenig Licht, dafür aber Atmosphäre. Eine Taschenlampe gehörte zum Standard-Utensil, das man benötigte, um sich seinen Weg über die Baumwurzeln zu bahnen. Das Campinggelände erinnerte an ein sauberes Greencamp ohne Bierpong und Flunkyball, dafür mit einem See in fußläufiger Entfernung und einer Puller-Flat für die Toiletten und Duschen.

Ein umfangreiches Essens-Programm vervollständigte das Angebot. So gab es neben dem klassischen Handbrot Langos, Baumstriezel, Waffeln, Eis, Pulled Pork, Thüringer Würste, Kräppelchen, Fischbrötchen, Gemüsepfannen, asiatische und italienische Nudeln und auch mexikanische Küche. An die Veganer wurde mit Linsencurry, fleischlosem Döner gedacht. Bei den Getränken gab es neben Bier und alkoholfreien Getränken, Whiskey, Cocktails, Absinth und einen Weinstand, der neben Met und Federweißer diverse Geschmacksrichtungen wie Rhabarber und Pflaume anbot. Ein kleiner Coffee-Stand spendet Koffein in rauen Mengen. Außerdem boten Stände Kleidung, Vinyl, CDs und Schnickschnack an. Buchverlage stellten sich vor und am Stand von Die-Schwarze-Famile.net hatte man die Möglichkeit, ein Autogramm von SOLITARY EXPERIMENTS, KLANGSTABIL oder THE FAIR SEX zu ergattern. Der Merchstand bot noch weitere Gelegenheiten, sein Geld los zu werden.

Allen voran traten ASP als Headliner des NCN auf und mit „Und wir tanzten“ und „Schwarzer Schmetterling“ wurde die Besucherzahl bei der Amphibühne in die Höhe getrieben. Das Ganze wurde durch eine fette Lichtshow unterstützt. Weiter getanzt und mitgesungen wurde u.a. auch zu „Ich will brennen“. Am Vortag waren KLANGSTABIL der Headliner und nachdem sich Boris von seinen Schuhen, seinen Socken, seiner Jacke und dem Festivalbändchen befreit hatte, ließ er das Industrial Monster u.a. mit „Schattentanz“ auf die Fans los.

Der Auftritt von DAF auf der Weidenbühne bescherte dem Publikum neben „Verschwende Deine Jugend“ und „Der Mussolini“ auch die eine oder andere Wasserladung. Noch ein letztes Mal konnte man sich zu dem treibenden Sound von FIXMER/MC CARTHY verausgaben und dann hieß es auch schon, die Rückreise anzutreten.

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