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OPERATION CLEANSWEEP – ANENZEPHALIA – INADE – GERECHTIGKEITS LIGA

Ort: Leipzig WGT Anker

Datum: 11.05.2008

Die Hälfte des Festivals ist schon wieder um. Junge wie die Zeit vergeht. Nach einem kurzen Besuch auf der agra und dem Heidnischen Dorf ging es dann gen Abend in den Anker ans andere Ende der Stadt. Die erste Band JOB KARMA haben wir leider verpasst.

So fing das Konzert für uns mit der bereits 1981 gegründeten GERECHTIGKEITS LIGA aus Deutschland an. Ich habe das Ein-Mann-Projekt von Till Brüggemann bereits 2004 auf dem Ironflame-Festival Statement 1961 in Berlin gesehen, das erste Konzert seit 20 Jahren. Damals stand er noch alleine auf der Bühne und die Show bzw. auch die Musik war nicht so überzeugend. In den vergangenen Jahren hat sich jedoch viel getan. Brüggemann hat sich noch den Berliner DJ und Produzenten Ragnar und eine weitere Person für den Auftritt ins Boot geholt. Die Show begann erst relativ ruhig mit einigen Ambient-Stücken und wurde mit der Zeit immer industrieller und schließlich gab es auch einige rhythmische „Tanzhits“ zu hören. Dafür verwendeten GERECHTIGSKEITS LIGA diverse selbstgebaute „Musikinstrumente“ und zwei Trommeln. Alles in allem ein sehr cooler Auftritt.

Nachdem Knut Enderlein von dem Leipziger Dark-Ambient-Projekt INADE vergangenes Jahr noch alleine mit seinem Solo-Projekt FJERNLYS auftrat, ist er dieses Jahr wieder mit seinem Kollegen René Lehmann als INADE auf der Bühne. Unmittelbar vor Beginn des Konzertes hat sich die Software des Notebooks verabschiedet. Was aber für Profis wie den Lokis kein Problem war, und der Zuschauer somit unbeeindruckt davon herrlichen Dark Ambient-Sound genießen konnte, beide Künstler dabei an den Reglern und Lehmann teilweise auch am Mikrophon.

Über ANENZEPHALIA, eines der ersten Projekte auf dem Tesco-Label, braucht man eigentlich nicht viel sagen. Für das Konzert im Anker hat sich B. Moloch wieder Wilhelm Herich, den Frontmann von GENOCIDE ORGAN als Unterstützung dazugeholt. Das Konzert hat recht ruhig und leise angefangen, bis dann nach dem ersten Track aus dem Publikum „Lauter!“ gerufen wurde. Als hätten ANENZEPHALIA nur darauf gewartet, schoss es mich auch schon von der Box weg, an der ich gerade lehnte und es rumpelte richtig los. Sehr fein und wohl strukturierte aggressive Power Electronik, die im Publikum keinen unberührt ließ. Das Konzert besaß einen, für ANENZEPHALIA, ungewöhnlich hohen Anteil „Gesangt“, von B. Moloch aber auch von Herich. Zum letzten Track „Final Pulse“ von der „New World Disorder“-12“ mischte sich Ersterer noch mit ins Publikum.

Besonders gespannt war ich auf die letzte Formation des Abends, OPERATION CLEANSWEEP, ein weiterer Top-Act des deutschen Power Electronics. Konzerte sind sehr rar und über die Männer hinter diesem ebenfalls auf Tesco beheimateten Projekt ist so gut wie nichts bekannt. Auf der Bühne standen dann schließlich zwei Herren und lieferten sehr krachige und treibende Klänge allerfeinster Bauart, ebenfalls mit viel aggressiven Lyrics.

Copyright Fotos: Kai-Uve Altermann

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