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OZZY OSBOURNE – BLACK LABEL SOCIETY

Ort: Oberhausen - König-Pilsener-Arena

Datum: 13.06.2011

Als Ozzy letztes Jahr einige Shows aus gesundheitlichen Gründen absagen musste, versprach er umgehend, dass diese bald nachgeholt würden. Ein „Prince of Darkness“ hält Wort und so schlug die Rock-Legende am Pfingst-Montag in Oberhausen auf und brachte gleich Intimus Zakk Wylde mit seiner BLACK LABEL SOCIETY mit!

Und die rockte auch schon deftig mit „Crazy Horse“ los, als der Terrorverleger um 19:30 die Halle enterte! Und schon gleich von Beginn an wurde deutlich, wer bei dieser Show der Chef im Ring ist. Front-Hüne und Band-Chef Zakk Wylde dominerte das Geschehen, rockte das Haus, frickelte auf seiner Axt, röhrte satt die Texte ins Mikro und trommelte sich nach den Songs wie ein Gorilla übermütig auf die Brust. Seine Band sorgte dabei für das druckvolle Fundament, was einen fetten Gesamtsound ergab, der in Lautstärke sogar noch den Ozzy-Pegel toppen sollte. Die Menge liess sich nicht lange bitten und rockte ordentlicht mit. Kein Wunder, auch wenn man Schwermetall-Walzen der Marke „Funeral Bell“, „Concrete Jungle“ oder „Suicide Messiah“ zuvor nicht kannte, lassen einen diese donnernen Riffwalzen kaum eine andere Wahl, als zumindest kräftig mitzunicken! Und was ein richtiger Gitarrero ist, der zeigt auch, was er hat und kann! So wichste sich Mr. Wylde nach „Fire it up“ auf seinem Instrument mal so richtig einen ab, was einerseits mehr als beeindruckend zu bestaunen, andererseits nach einigen Minuten Fidelei dann auch wirklich genug war! Dann doch lieber noch eine Rock-Granate mehr in das mit über 50 Minuten eh schon üppige Set schmeissen! Auf jeden Fall ein satter Einstieg in diesen Abend!

Setlist BLACK LABEL SOCIETY
Crazy Horse
Funeral Bell
Parade of the Dead
Bleed for me
Overlord
Fire it up
Godspeed Hell Bound
Concrete Jungle
Suicide Messiah
Stillborn

Pünktlich um 21 Uhr enterte der Oz dann die Bühne, welche an sich sehr unspektakulär gehalten war. Keine Videowall, kein Backdrop, keine besondere Deko! Eine Reihe Boxen, ein nicht mehr ganz vollständiger Lichtschlauch am Bühnenrand, thats it! Aber das braucht der Prince of Darkness auch nicht zwingend, denn alleine mit seinem Backkatalog an Songs, sowie den wie immer hochkarätigen Musikern an seiner Seite ist quasi schon eine satte Rock N’Roll-Show garantiert. Und gleich mit „I don’t know“ hatte OZZY seine Fans bei der Stange, sangen die doch lautstark jedes Wort mit! Tatsächlich scheint die Tour zum aktuellen Album „Scream“ eher eine Gastspielreise zum Re-Release seiner ersten Alben „Blizzard of Oz“ und „Diary of a Madman“ zu sein, denn mit dem Opener, dem folgenden „Suicide Solution“ sowie „Flying High again“, „Mr.Crowley“, „Goodbye to Romance“ und natürlich „Crazy Train“ bestand schon fast das halbe Set aus Songs von diesen Scheiben! Aufgepeppt mit weiteren Klassikern wie „Shot in the Dark“ oder „Bark at the Moon“ machte dies aber weder den Fans noch Ozzy selbst was aus und so konnte die Party steigen. Es ist zwar fast ein wenig zum Fremdschämen, wenn man sieht, wie tatterig und unbeholfen Mr. Osbourne da über die Bühne wuselt… andererseits freut es spürbar jeden, zu sehen, was für einen Heidenspass diese Rocklegende dabei hat, die Fans anzufeuern und eben diese in den ersten Reihen und ganz besonders die Security im Fotograben mit einer Feuerwehrspritze ordentlich einzuseifen! Dazu darf das obligatorische Einweichen per Wassereimer natürlich genauso wenig fehlen, wie die Tasse Tee, welche alle paar Minuten aufgefrischt wurde. Und wenn dann noch „Iron Man“ angestimmt wird, steht natürlich jede Halle Kopf. Und eines ist auch wieder unbestritten: Wenn OZZY die besten Musiker haben will, dann bekommt er sie auch. So hatte er nach u.a. Rhandy Rhoads und Zakk Wylde dieses Mal Gitarren-Virtuose Gus G. (FIREWIND, NIGHTRAGE, DREAM EVIL) an seiner Seite und damit wieder mal einen guten Fang gemacht! Der Grieche ist ein wahrer Meister seines Fachs und überzeugte auch dieses Mal durch Spielfreude und beeindruckende Technik! Aber auch der Nachfolger von Mike Bordin (FAITH NO MORE) an den Drums namens Tommy Clufetos (ALICE COOPER, ROB ZOMBIE) ist alles andere als ein Anfänger an seinem Instrument!

Auch ist OZZY stimmlich derzeit wirklich voll auf der Höhe, so dass die erste Zugabe „Mama, I’m coming home“ ein wahres Fest wurde, und das abschließende „Paranoid“ rundete die 90Minuten-Show mehr als optimal ab! Dennoch ist es wahrlich schade, dass nicht ein Song vom starken aktuellen Album „Scream“ in der Setlist zu finden war, glorreiche Klassiker hin oder her! Trotzdem war der Madman wiedermal die Reise wert und man darf sich schon jetzt aufs diesjährige Wacken freuen!!

Setlist OZZY OSBOURNE
I don’t know
Suicide Solution
Mr. Crowley
Goodbye to Romance
Bark at the Moon
Road to Nowhere
Flying High Again
Shot in the Dark
Rat Salad
Iron Man
Fairies wear Boots
I don’t want to change the World
Crazy Train

Mama, I’m coming Home
Paranoid

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