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PARKWAY DRIVE – ARCHITECTS – THY ART IS MURDER

Ort: Hamburg - Alsterdorfer Sporthalle

Datum: 29.01.2016

Mit PARKWAY DRIVE, den ARCHITECTS und THY ART IS MURDER gab es an diesem Abend ein fettes Line Up in der Hamburger Sporthalle zu sehen und zu erleben. Zeitig pilgerten die Fans vom Lattenkamp in Richtung Sporthalle, und der Strom der Zuhörer wollte nicht abnehmen. Die seitlichen Sitzplätze waren schon längst belegt – etliche setzten sich auf den Boden und warteten auf den Beginn. Die Wartenden glichen einer Sit-In-Party. Seifenblasen stiegen empor, Plastikbecher flogen und junge Männer in Shorts mit Tattoos, Flesh Tunnel und Bandshirts strömten gen Bühne. Im Laufe des Abends tauchten noch zwei Fans in Affenkostümen sowie ein aufblasbares Krokodil in der Menge auf.

Vor unspektakulärem rotem Bühnenlicht legten die Australier von THY ART IS MURDER mit Ersatzsänger Nick Arthur (MOLOTOV SOLUTION) los. Es gab harten Deathcore auf die Ohren, und bereits zum zweiten Song wurde der erste Circle Pit eingeläutet. Bevor „Reign Of Darkness“ ertönte, forderte das Publikum eine „Wall of Death“ und Nick erfüllt den Wunsch natürlich. Die meiste Zeit waren die Zuschauer in Pechschwarz gehüllt, nur ab und an erhellte ein Spot die Menschenmenge, und dann sah man die Fans kollektiv Headbangen. Mit einem Meer aus Pommesgabeln endete der Gig zu dem Titeltrack des Albums „Holy War“.

Während der Umbaupause sangen die Hamburger zu „Chop Suey!“ von SYSTEM OF A DOWN mit und brachten sich in die richtige Stimmung für den folgenden Auftritt der englische Metalcore Institution ARCHITECTS. Die legten auch umgehend mit „Gravedigger“ und „besserem“ Bühnenlicht los. Mittlerweile war die Halle sehr gut gefüllt, und gemeinsam wurde zu dem Metalcore der Band gesprungen und gefeiert. Zu „Castle In The Air“ forderte Sam die Fans zum Crowdsurfen auf, aber der Moshpit tobte dermaßen, dass es etwas dauerte, bis sich die Surfer aus den Massen erhoben. Zu „Naysayer“ purzelten die Surfer dagegen mit den ersten Takten in den Graben. Zwischendrin gab es ein Mitklatschinferno, dann wurde wieder aus vollen Kehlen mitgesungen und mit vollem Einsatz erneut gesprungen. Ein weiterer Circle Pit tobte zu „C.A.N.C.E.R“, und mit einem lauten „Say Never“ des Publikums endete dieser Song. Ein letztes lautes Jubeln brach zu „These Colours Don’t Run“ aus und ohne Zugabe endete der Auftritt. Konnte dieser Publikumseinsatz noch gesteigert werden?

Setlist ARCHITECTS (ohne Gewähr)
Gravedigger
Broken Cross
The Devil Is Near
Dead Man Talking
Colony Collapse
Castles In The Air
Naysayer
C.A.N.C.E.R
These Colours Don’t Run

Anstelle die Umbaupause zum Krafttanken zu nutzen, sangen die Hamburg zu „Final Countdown“, „Don‘t Stop Believin’“ und QUEEN mit, bis das Saallicht verdunkelt wurde. Zugleich tauchte hinter dem IRE-Banner die Silhouette der Band auf, und unter Konfettikanonen wurde die Show mit „Destroyer“ eröffnet. Sofort ging es von Null auf Hundert, und wo man nur hinsah, wurde gesprungen, mitgesungen und geschubst. Vor der Bühne herrschte eine drangvolle Enge – PARKWAY DRIVE wurden zudem am Bass von Andy Marsh (THY ART IS MURDER) unterstützt.

Zu „Karma“ tobte erneut ein Circle Pit, währenddessen schossen Feuerfontänen auf der Bühne empor und sorgten so für noch mehr Wärme in der Sporthalle. Von Beginn an lag eine positive Energie in der Luft, man war eins mit der Band, gemeinsam feierte man am heutigen Abend. Winston erinnerte an einen Dirigenten, der das Publikum durch den Abend führte, so gab er den Takt zum Hüpfen vor und seine kreisende Arme brachten die Menschenmassen beim Circle Pit in Bewegung. Headbangen, Mitsingen Fäuste gen Himmel strecken waren die Verschnaufpausen an diesem Abend.

Zwischendrin bedankte sich der Herr bei seinen Fans und war ob der „Oh“-Chöre zu „Idols and Anchory“ sprachlos, da blieb ihm nur ein Kopfschuss, um seine Gefühle auszudrücken. Erneut unter Feuerfontänen hauten PARKWAY DRIVE „Swing“ als letzten Song vor den Zugaben raus. Wie zum Gebet und mit lodernden Flammen wurde „Crushed“ eröffnet und zu „Home Is For The Heartless“ ergoss sich im Hintergrund ein Silberregen über die Bühne. Das gesamte Set wurde von einem beeindruckenden Bühnenlicht unterstützt, es füllte die Stage und reichte weit bis in das Publikum hinein. Um kurz nach 22.30 endet die Show und zurück blieb ein feuchter warmer Dunstschleier. Verschwitzte und erschöpfte Besucher suchten sich ihren Weg auf den glitschigen Stufen zur Garderobe und in die kühle Nacht. Abschließend kann man nur sagen, ja die Hamburger haben bei PARKWAY DRIVE noch eine Schippe an Action draufgelegt… Hut ab!

Setlist PARKWAY DRIVE (ohne Gewähr)
Destroyer
Dying To Believe
Carrion
Karma
Dark Days
Deliver me
Vice Grip
Idols and Anchors
Dedicated
Wild Eyes
Bottom Feeder
Romance Is Dead
Swing

Crushed
Home Is For The Heartless

Copyright Fotos: Sandra Dürkop

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