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PARTY.SAN 2016 – TAG 1

Ort: Schlotheim - Flugplatz Obermehler

Datum: 11.08.2016

Zum 21.ten Mal fand dieses Jahr bereits das Party.San Open Air, mittlerweile ja in Schlotheim auf dem Flugplatz Obermehler beheimatet, statt. An drei Tagen durften sich die Besucher an 50 Bands aus den Bereichen Black, Death und Thrash Metal sowie exquisiten Grindkapellen erfreuen.

Am Donnerstag startete das Festival mit unbeständigem Nieselregen am Nachmittag mit II auf der Hauptbühne. Es ging direkt in die Vollen mit Schwarzmetall aus deutschen Landen und wie üblich war auch bereits bei der ersten Band der Bereich vor der Bühne gut gefüllt. Neben den Fans des Openers waren auch bereits etliche Anhänger der Folgeband am Start. MÖRK GRYNING, welche nach dem Tod des Schlagzeugers (RIP) GATES OF ISHTAR ersetzten, gaben sich nach 15 Jahren wieder die Ehre. Damals spielten die Schweden in Wacken ihren letzten Auftritt, die Reunion erfolgte hingegen auf dem Party.San Open Air. Mit „The Menace“ vom dritten Album „Maelstrom Chaos“ starteten die Herren in Ihr Set und lieferten wirklich eine beeindruckende Show ab. Da störte auch ein gerissener Gurt des Bassisten nicht! GRUESOME aus Florida hatten bei ihrem ersten Deutschlandauftritt keine Mühe zu zeigen, dass sie als DEATH-Coverband durchaus eine ernstzunehmende Alternative zum Original darstellen. Um die Zeit der Umbaupausen zu überbrücken, gibt es seit einigen Jahren die Möglichkeit, sich im Zelt weitere Bands reinzupfeifen. Der Donnerstag stand im Zeichen der „War Anthem Records“-Labelnight, auf der sich interessante Bands die Ehre gaben – so auch GRAVEYARD aus Spanien. Gepflegter Death Metal im Stil von INCANTATION oder CELTIC FROST, bei dem man gut die Haare kreisen lassen konnte.

Auf der Hauptbühne waren als nächstes TRIBULATION aus Schweden an der Reihe. Progressiver Death gepaart mit Black Metal stand auf dem Menü. Neben der Musik gab es auch noch eine sehr interessante Live-Performance zu bestaunen, für die sich hauptsächlich Gitarrist Adam Zaars verantwortlich zeichnete. Ich gebe zu, im ersten Moment dachte ich, dass da eine Frau die Gitarre bedient, das Outfit und die Bewegungen waren wirklich sehr feminin. Definitiv eine Band, die eine hervorragende Show ablieferte. Im Zelt gab es anschließend von LIK aus Schweden einen auf die Mütze. Die Stimmung war grandios und die Herren zettelten mit ihrem Death Metal im Stile von DISMEMBER nicht nur einen Moshpit an. Das Programm sah noch fünf weitere Bands auf der Hauptbühne vor – zweimal Death Metal, zweimal Black Metal im weiteren Sinne und einmal Doom Death. Aber der Reihe nach: Zunächst zelebrierten NECROS CHRISTOS aus Berlin Death Metal, der sich thematisch unter anderem mit Okkultismus befasst und gegen das Christentum richtet. Im Anschluss gab es von ARCTURUS aus Norwegen atmosphärischen, avantgardistisch angehauchten Black Metal auf die Ohren. Die Band vereint zahlreiche bekannte Persönlichkeiten der Szene – so finden sich neben ehemaligen Mitgliedern von ULVER auch Hellhammer am Schlagzeug und ICS Vortex am Gesang wieder.

Während die Klänge hier eher melodischer Natur waren, gab es von MGŁA aus Polen rohen Black auf die 12. Wenngleich mich die Herren von Ihrem Outfit etwas an Kollegen von MIDNIGHT erinnerten, so war es musikalisch doch eher eine andere Baustelle. Hier war es auch vor der Bühne gefühlt das erste Mal an diesem Tag so richtig voll. Und auch bei OBITUARY wurde es nicht wirklich leerer. Obwohl ich Obi gefühlt schon 100-mal gesehen habe, schaffen die Jungs es immer wieder ich zu packen. Songs wie „Intoxicated“, „Slowly We Rot“ oder auch „Centuries of Lies“ vom aktuellen Album sind live einfach eine Macht und laden zum ordentlichen Mitmoshen ein. Stilistisch kam dann doch etwas der Bruch an diesem Tag, denn PARADISE LOST waren sicherlich mit Abstand die „ruhigste“ Kapelle an diesem Abend. Mit „No Hope in Sight“ vom aktuellen Silberling „The Plague Within“ starteten die Herren um Nick Holmes in den Abend, ließen es sich aber auch nicht nehmen ältere Songs, beispielsweise „Hallowed Land“ vom „Draconian Times“ Album, zu spielen.

Alles in allem, wenn man vom Wetter mal absieht, war der Donnerstag ein wirklich gelungener Auftakt des Party.San Open Airs 2016!

Copyright Fotos: Oliver Janka

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