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PARTY.SAN 2018 – TAG 2

Ort: Schlotheim - Flugplatz Obermehler

Datum: 10.08.2018

Die erste Band auf dem Party.San am Freitag und Samstag ist nach alter Tradition eine Grindcore Kapelle. Und natürlich bleiben die Veranstalter dem Motto treu, dieses Jahr mit GUINEAPIG als Start in den Freitag. Das Publikum ist entsprechend vorbereitet – im Moshpit werden Klobürsten ge-schwungen und auch die obligatorische Lauchstange ist nebst kostümierten Grindjüngern vertreten. Die Jungs aus Italien machen auf jeden Fall einen anständigen Job und pusten den Fans den Schlaf aus den Augen, getreu dem Motto ‚Ein bisschen Grind muss sein…‘. Das Black Metal nicht immer satanisch sein muss sondern auch durchaus antikapitalistisch zeigen direkt danach THE COMMITTEE. Die multinationale Truppe tritt in schwarzen, uniformähnlichen Klamotten auf, dazu schwarze Masken und ein Rednerpult hinter dem Sänger Igor steht. Eingängige melodische Riffs ein klarer Sound, ein treibendes Schlagzeug und eine grimmige Stimme mit großartigen Songs wie ‚Dead Diplomacy – Weapons of War‘ oder ‚Man of Steel‘. THE COMMITTEE sind meine persönliche Überraschung dieses Party.San’s. Wer die Jungs verpasst hat – unbedingt reinhören! BENIGHTED bringen den Grind nochmal etwas zurück und ballern ordentlich los. Die Herrschaften aus Frankreich haben auch sichtlich Spass auf der Bühne und treiben das Publikum immer weiter voran. Ein wirklich gelungener Gig! Die US-Amerikaner PILLORIAN, aus der Band AGALLOCH hervorgegangen, treten als nächstes mit atmosphärischem Black Metal in den Ring. Frontmann und Mastermind John Haughm und seine Mannen können mich an diesem Nachmittag aber leider nicht so mitreißen. Viel-leicht liegt es an der Sonne, vielleicht an den Soundproblemen? Da ich die Jungs schon auf der ein oder anderen Clubshow gesehen habe beschließe ich zum Bierstand zu gehen. Manchmal springt der Funke einfach nicht über. Ähnlich ergeht es mir bei den Japanern von COFFINS. Death Doom dröhnt aus den Boxen, der die Fans – trotz erneuten Soundproblemen – zu begeistern mag. Ich schaue mir den Gig vom Bierstand aus an, irgendwann braucht man halt auch ne Pause… RAM standen eigentlich auch eher auf der Streichliste, aber was soll ich sagen? Die Jungs schleudern klaren bodenständigen Heavy Metal in die Reihen der Schwarz- und Todesmetaller und können damit problemlos überzeugen! Wie im Jahr zuvor mit NIGHT DEMON schaffen es die Veranstalter eine klassiche Metal Band wunderbar ins Billing einzureihen. Ich kenne keinen Song, aber die Stimmung und die gute Laune auf der Bühne reißen einfach mit. Definitiv eine Band die man sich auch mal in einem Club anschauen kann, die Jungs machen einfach Spass! Deutlich moderner wird es im An-schluss mit THE BLACK DAHLIA MURDER. Die US-Amerikaner um Frontman Trevor brettern direkt mit ‚Widowmaker‘ los – volle Kanne Hoschi. Trevor rennt dabei wie eine wild gewordenes Eichhörn-chen über die Bühne und feuert die Fans an. Die lassen sich von der Energie mittreiben und so ge-hen mit. Doch damit nicht genug – mehr Death Metal aus deutschen Landen hauen direkt danach die Jungs von DESERTED FEAR raus. Ein erneutes Heimspiel der Thüringer und ich kann es einfach nur immer wieder sagen: Die Jungs sind ganz großes Kino! Authentisch, ehrlich und voll auf die 12! Immer einen flotten Spruch auf den Lippen und lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Als der Flammenwerfer auf einmal nicht aufhört und dann anfängt zu brennen bemerkt Gitarrist Fabian nur trocken: „Wir machen erst mal weiter, die kriegen das schon hin.“ Die gute Laune ist ansteckend und so legen die Jungs die Messlatte direkt eine paar Markierungen höher für den heutigen Tag. Als nächstes geben sich EXHORDER die Ehre. Die Truppe aus den Staaten verbrät den Anwesenden eine fette groovig Thrash-Keule, langsam ist als am heutigen Freitag scheinbar nicht… Und auch UNLEASHED machen keine Gefangenen. Es gibt einfach Kapellen da weiß man was man bekommt. Eine fette Ladung Death Metal, wenig Kompromisse und 100% Professionalität – hoch die Pommes-gabel und ab dafür. Bei ‚Death Metal Victory‘ kann man einfach nicht ruhig dastehen, das sieht das Publikum ähnlich und rastet vollkommen aus. Und auch DYING FETUS gehören in diese Kategorie. Diesmal starten die Jungs aus Baltimore mit ‚Wrong One To Fuck With‘ und dem nahtlos anknüpfen-den ‚Fixated On Devastation‘ vom aktuellen Silberling in Ihr Set. Erbarmungslos treiben Sie das Pub-likum mit Ihren Riffs und den drückenden Drums vor sich her – definitiv mal wieder ein absolut ge-lungener Auftritt der Jungs – DYING FETUS gehen halt immer! Mit VENOM als Headliner am Freitag spielt eine Black Metal Kombo der ersten Stunde auf dem Party.San Open Air. Und ‚Black Metal‘ spielen die Jungs auch noch direkt als Opener! Es sollen nicht die einzigen Klassiker sein die an diesem Abend durch die Boxen klingen. ‚Bloodlust‘ und ‚Countess Bathory‘ sind nur zwei weitere Bei-spiele für die grandiose Setlist der Engländer. Als sie in der Zugabe dann noch ‚Rise‘, ‚In League With Satan‘ und ‚Witching Hour‘ auspacken gibt es glaube ich kaum jemanden der enttäuscht vom Festivalgelände wankt.

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